STANDPUNKTE • TIBET - Ein politischer Reisebericht
→ apolut Podcast, ehemals KenFM youtube 03.08.2019 | → Text
Tibet ist eine Region in Zentralasien, die den Lebensraum tibetisch-sprachiger Völkerschaften umfasst.
Wikipedia (DE): Tibet
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Im Olympiajahr 2008 brach in Tibet eine Revolte aus. Der China-Korrespondent Georg Blume war einer der wenigen Augenzeugen und berichtete aus der Hauptstadt Lhasa über den Zorn vieler Tibeter. China, das neue Reich des Bösen? Nein. Trotz Willkür und Menschenrechtsverletzungen ist die Entwicklung der Volksrepublik zu würdigen. Dies, so Blume, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel versäumt und verspiele damit das von ihren Vorgängern in Peking angehäufte politische Kapital. China ist ein Modernisierungsprozess gelungen, dessen Ausmaß der Westen nicht erkennt: Das rasche Wirtschaftswachstum befreit mehr Menschen als je zuvor in der chinesischen Geschichte von bitterer Armut. Innerhalb der KP entstehen pluralistische Strukturen und Ansätze eines Rechts- und Sozialstaats bilden sich allmählich aus: Die Stellung des Einzelnen wird zusehends gestärkt. Eine ernsthafte China-Politik muss diese Bemühungen anerkennen und Demokratiebewegungen unterstützen.
In seinem Appell an die Welt entwirft der Dalai Lama eine neue säkulare Ethik als Basis für ein friedliches Jahrhundert. Nicht Religionen werden die Antwort geben, sondern die Verwurzlung des Menschen in einer Unterschiede überwindenden Ethik. Ein herausfordernder wie mutmachender Text eines bescheidenden wie bedeutenden Mannes unserer Zeit.
Die von Sabriye Tenberken gegründete Blindenschule in Tibet wird heute von den Schülern der ersten Generationen geleitet. Andere ehemalige Schüler betreiben einen integrativen Kindergarten, eine Massageklinik oder studieren.
TIBET. Welche Gedanken, Begriffe und Bilder stellen sich bei Ihnen ein, wenn Sie das Wort lesen oder hören? Ist es der Ausdruck "Dach der Welt"? Sind es malerische Szenen mit frommen Mönchen und exotischen Riten?
Geschichte, Hintergründe und Perspektiven eines internationalen Konflikts. Am 23. Mai 1991 verabschiedete der US-amerikanische Senat erstmals eine Erklärung, in welcher "Tibet" als "ein besetztes Land" bezeichnet wurde. Wenn man bedenkt, dass die kaiserlich-chinesischen Ambane in Lhasa bereits mehr als ein halbes Jahrhundert (mit-)regierten, bevor überhaupt die USA aus der Taufe gehoben wurden, und dass ein Großteil des heutigen Territoriums dieser USA erst viel später, im Laufe eines langen Prozesses, durch Eroberung, Krieg, Betrug, Vertragsbruch und Völkermord an den native americans, annektiert wurde, so wird einem die Vermessenheit und Unverschämtheit (oder aber: Lächerlichkeit) einer solchen Erklärung deutlich.
Malaysia - Hongkong - Indonesien - Taiwan - Mongolei - Tibet - Japan - Indien. Im Schatten des Drachen - ein kluger Blick auf das "Reich der Mitte" und seine Nachbarn. Asien ist in Bewegung. Die neue Supermacht China dominiert sowohl den Kontinent als auch den Diskurs über die Region.
Das Thema Medien und Krieg wird in diesem Buch aus einer vierfachen Perspektive heraus behandelt. Es geht zum einen um die Frage nach der Berichterstattung über Kriege, zum zweiten um die Rolle von Medien im Krieg, drittens geht es darum, welche strukturellen Bedingungen von Krieg und Gesellschaft die Inhalte der Medien wie prägen und viertens um eine friedensstiftende Sicht auf diese Zusammenhänge. Das Fazit: Definitorisch gibt es kaum noch einen Unterschied zwischen medialer Kommunikation und Krieg.
Die zweite Auflage wurde um ein Kapitel über ukrainische Propaganda im Ukraine-Krieg ergänzt.