"Überlass deine Blumen jemandem, der damit umzugehen weiß, und fahr los."
Saramago lädt ein zu einer literarischen und kulturellen Reise durch seine Heimat Portugal, die er in den 90er Jahren, nach längerer Abwesenheit, mit fremdem Blick ganz neu entdeckt.
Seine gemächliche Fahrt in einem klapprigen Auto führt vom Norden Portugals über Hunderte von Kilometern hinweg bis zur Algarve. Geleitet von einer zerknitterten Landkarte und spontanen Eingebungen, lässt der Reisende sich durch die Landschaft treiben. Er macht Halt in kleinen Dörfern, besichtigt Kirchen, Klöster und Burgen oder erfreut sich an der Schönheit der Natur. Nicht zu vergessen, die wunderbaren Geschichten, die ihm an jeder Ecke begegnen.
Portugal (Thema)
Die Provinz Alentejo, das Land der Sonne, Olivenhaine und Korkeichen, aber auch das Land der Latifundien, Großgrundbesitzer und Tagelöhner. José Saramago schildert wortmächtig den harten Alltag der Arbeiter, ihr anfängliches Aufbegehren gegen die Allmacht des Patrons bis hin zu den ersten organisierten Streiks. "Hoffnung im Alentejo" ist ein bewegender Tribut an die Männer und Frauen, unter denen Saramago als Kind aufwuchs, und ein faszinierender Einblick in das frühe Werk des Nobelpreisträgers.
Einfühlend und in kritischer Distanz beschreibt dieses Buch übergreifend die Entwicklung José Saramagos. Im Abstand von zehn Jahren zur Verleihung des Nobelpreises 1998 geschieht dies in einer erweiterten und aktualisierten Form gegenüber der ersten Ausgabe von "Saramago lesen". Als Leitfrage bleibt: Welche Bedeutung erlangt Saramagos Denken und Schreiben im Kontext Portugals, der Iberischen Halbinsel, Europas und der Welt? Nach einer Einführung, die von der Aktualität ausgeht, beleuchten insgesamt sieben Kapitel die Vielfalt der Ansätze. Im Dialog mit verschiedenen Interpretationen und mit Saramagos eigenen Kommentaren geht es darum, Wege der Lektüre zu weisen, Entwicklungslinien und -brüche zu skizzieren. Im Mittelpunkt stehen die dreizehn zwischen 1977 und 2005 veröffentlichten Romane, die ihn zum international erfolgreichsten Schriftsteller Portugals machten.
Mit einem Riss quer durch die Pyrenäen trennt sich die Iberische Halbinsel vom Rest Europas und treibt auf den Atlantik hinaus. Während sich Wissenschaftler und Politiker in Erklärungen versuchen, sieht sich das Volk in seinem ungebrochenen Glauben an Mythen und Legenden bestärkt. Einfühlend und komisch setzt sich der Nobelpreisträger José Saramago mit Ängsten und Träumen seiner Landsleute auseinander.
Angola zurzeit des Kolonialkriegs. Ein afrikanischer Junge ist der einzige Überlebende, als sein Dorf von portugiesischen Soldaten gebrandschatzt wird. Ausgerechnet der Mann, der seine Eltern getötet hat, nimmt den Jungen mit nach Portugal zurück, doch er wird von der Familie in Lissabon nie richtig akzeptiert. Und die Erinnerungen an den Krieg verfolgen sowohl den Vater als auch mit den Jahren zunehmend den Adoptivsohn. Als im Heimatdorf des Vaters am Fuß der Berge das alljährliche Schlachtfest stattfindet, kulminert dieses intensive, eindringliche Sprachkunstwerk über die Grauen des Krieges.
Vergleichende Studie über Migration und interkulturelle Begegnung im frühneuzeitlichen Europa.
Welche Bedeutung besaßen Herkunft und Religion eines frühneuzeitlichen Kaufmanns für seinen Handel? Worin unterschied sich die Tätigkeit eines Hansekaufmanns von der eines iberischen oder niederländischen Kaufmanns? Um diese Fragen zu beantworten, vergleicht Jorun Poettering die drei wichtigsten Kaufmannsgruppen, die im 17. Jahrhundert am Handel zwischen Hamburg und Portugal beteiligt waren: die Hamburger, Portugiesen und Niederländer.
Maria Luísa ist jung, intelligent, eigensinnig. Sie ist eine gute Schülerin und verfolgt auch später konsequent ihren eigenen Weg. Doch sie ist dick. Hoffnungslos dick. Dieser Umstand überlagert und beschädigt alles: ihre sozialen Kontakte, ihr Gefühlsleben (die komplizierte Beziehung zu David, ihrer großen Liebe), ihren Wirklichkeitsbezug. Schon als Teenager leidet sie darunter und muss in resigniertem Schweigen das Mobbing durch ihre Mitschüler ertragen. Neben ihrer dominanten Freundin Tony - schlank, schön und von allen Jungs umschwärmt - ist sie »das Monster«, »der Blauwal«. Im Studium lernt sie David kennen. Obwohl er ihren Körper begehrt, schämt er sich vor seinen Freunden für ihr Aussehen und bittet sie, ihn nicht mehr zu besuchen.
"Es ist niemals leicht" lautet der Kodex der Abteilung, einer hochgeheimen Polizeieinheit. Das gilt mehr als je zuvor. Denn es ist nur noch ein Hauch bis zu ihrer Auslöschung. Ihre letzte Hoffnung könnte Jenny Aaron sein. Die blinde Elitepolizistin weiß, was sie ihren Kameraden verdankt. Aber ist die Abteilung wirklich das, wofür Aaron sie immer hielt?
Die Abteilung liquidiert Warlords, bekämpft Terroristen, dringt in Drogenkartelle ein. Weil ihr dabei fast jedes Mittel recht ist, hat sie viele Feinde, auch in der Politik. Doch jetzt steht sie einem Gegner gegenüber, wie es noch keinen gab.
Germano Almeida ist der bekannteste Autor der kapverdischen Inseln. In seinem 2018 erschienenen Roman "Der treue Verstorbene" präsentiert er uns einen satirischen Blick auf seine Heimat, auf eine postkoloniale Gesellschaft, die sich inzwischen als moderne Demokratie versteht, eine der wenigen in ganz Afrika. Auslöser der Geschichte ist die Ermordung des berühmtesten Schriftstellers der Inseln, der unmittelbar vor der Präsentation seines lang erwarteten neuen Buches von seinem besten Freund erschossen wird.
Was wie ein Krimi beginnt, nimmt jedoch bald einen weitaus spannenderen Weg.
Lissabon 1975, nach der Nelkenrevolution: Der Patriarch einer großbürgerlichen, weitverzweigten Familie liegt im Sterben, und die Familienmitglieder eilen herbei, um sich auf das Erbe zu stürzen, das der Alte jedoch schon längst durchgebracht hat. Eine halluzinatorisch-witzige Satire auf Dummheit, Lüge und Gier.