Gunnar Decker, geboren 1965, lebt als Autor und Publizist in Berlin. Der promovierte Philosoph veröffentlichte zahlreiche Biografien, so über Franz Fühmann, Gottfried Benn, Ernst Barlach, Hermann Hesse, zuletzt »Rilke. Der ferne Magier«. Zur DDR-Geschichte legte er die Bände »1965. Der kurze Sommer der DDR« und »Zwischen den Zeiten. Die späten Jahre der DDR« vor. 2016 erhielt er den von Akademie der Künste vergebenen Heinrich-Mann-Preis. Eulenspiegel (02.08.2026)

Wikipedia (DE): Gunnar Decker

1. Auflage 30.04.2026 , Deutsch

Diese Biografie zeichnet Leben und Schaffen jenes DDR-Autors nach, der wie kein anderer das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes stellte.

Sein erster Roman, »Spur der Steine«, machte ihn über Nacht berühmt, gleichzeitig stieß er bei maßgeblichen Funktionären auf Ablehnung: der Blick auf Alltag und Widersprüche des Sozialismus zu ungestüm, zu frei, zu anarchisch. Seinem nächsten Roman, »Auf der Suche nach Gatt«, der Geschichte eines gescheiterten Parteisekretärs, wird jahrelang die Druckgenehmigung verweigert. Lebenslang verfolgte Neutsch das Thema des Jakobinertums, eindringlich gestaltet in seiner Erzählung »Forster in Paris«. Zerstört politische Radikalität die eigenen Ideale, oder schützt sie diese vor bloßer Beliebigkeit? 

ISBN 978-3-355-01937-8 1. Auflage 30.04.2026 24,00 Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Der größte Dichter der frühen Moderne: die neue, überraschende Biographie von Rilke.
Rainer Maria Rilke ist auch nach über einhundert Jahren ein Welteröffner. Er verführt seine Leser zur existenziellen Selbstbefragung und fordert Entschlüsse: »Du musst dein Leben ändern.« Seine Dichtung, das stellt Gunnar Decker auf faszinierende Weise heraus, war immer auch eine Reaktion auf die Krisen der Gegenwart, der Versuch, sich eine Gegenwelt zu erschreiben, die für ihn lebenswerter war als jene, die er in Prag, München, Worpswede, Moskau, Berlin, Rom, Duino, Venedig oder Paris vorfand. So scheinen Rilkes ruheloses Leben und sein metaphysische Fragen umkreisendes Werk auf einzigartige Weise verwoben.

ISBN 978-3-8275-0103-5 36,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
, Deutsch

Ein neuer Blick auf die DDR der 80er Jahre.

Die Biermann-Ausbürgerung hatte die DDR-Gesellschaft 1976 in eine Melancholie gestürzt, aus der sie 1985 mit Michail Gorbatschow erwachte. Jetzt kehrte die Utopie zurück. Vor allem Intellektuelle, Künstler und Aussteiger aller Art lebten sie. Dem westlichen Siegerblick nach 1990, der die Geschichte der Ostdeutschen bis heute dominiert, entgeht zumeist dieser Emanzipationsprozess, der lange vor 1989 einsetzte. Umso mehr scheint hier eine Korrektur nötig: die Aneignung der eigenen – höchst widersprüchlichen – Geschichte durch die Akteure dieser Geschichte.

ISBN 978-3-351-03740-6 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Es war ein kurzer Sommer. Mitte der Sechzigerjahre versuchte die DDR, sich aus der Umklammerung durch die Sowjetunion zu befreien und ihren Künstlern und Intellektuellen größere Freiräume zuzugestehen.

ISBN 978-3-446-24735-2 26,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)