Gemeinhin gilt die Annahme, souveräne Staaten seien gegenüber einer globalisierten Welt der Finanzmärkte machtlos und damit obsolet geworden. Diese Sichtweise ist weit verbreitet, aber falsch, meinen Thomas Fazi und William Mitchell. Denn der vermeintliche Bedeutungsverlust der Staaten resultiert nicht aus der naturgegebenen Logik des kapitalistischen Globalisierungsprozesses, sondern aus politischen Entscheidungen, die von den Staaten selbst getroffen wurden.
William Mitchell, geboren 1952, ist Inhaber des Lehrstuhls für Ökonomie des Forschungszentrums „Centre of Full Employment“ der Universität in Newcastle, Australien. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die monetäre Makroökonomie, Arbeitsmarktstudien und ökonometrische Modellierungen. Promedia (14.08.2026)
Website (14.08.2026): billmitchell.org