Die Beiträge von Ökonomen zur praktischen und propagandistischen Vorbereitung und Begleitung der nationalsozialistischen Kriegsführung sind bisher nur wenig beachtet worden. Am Beispiel des ältesten Wirtschaftsforschungsinstituts untersucht Gunnar Take, woran die Wissenschaftler im „Dritten Reich“ arbeiteten, wie sie dem NS-Regime bei der Durchführung seiner wirtschaftspolitischen und militärischen Vorhaben halfen und welche Motivationen sie dabei verfolgten.
Gunnar Take war bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Gegenwärtig arbeitet er in der Abteilung Unternehmensgeschichte der Universität Stuttgart. Seit 2022 forscht er zum Geldwesen im Sozialismus, vor allem am Beispiel der Sparkassen in der SBZ/DDR. Seine vorherigen Projekte befassten sich mit der Geschichte der Wirtschaftswissenschaften im „Dritten Reich“ sowie mit dem Personal und der Personalpolitik des Bundeskanzleramts in der jungen Bundesrepublik. Soziopolis (13.07.2026)