Seit Wissen schriftlich fixiert wird, haben Menschen versucht, es unter ihre Kontrolle zu bringen - oder zu vernichten. Richard Ovenden, Direktor der berühmten Bodleian Library in Oxford, führt uns in fesselnd erzählten Schlüsselepisoden durch die dreitausendjährige Geschichte der Angriffe auf Bücher, Bibliotheken und Archive. Sie handelt von fragilen Tontafeln aus Mesopotamien und kostbaren Bänden mittelalterlicher Gelehrsamkeit, von den grandiosen Bibliotheken in Alexandria und Sarajevo, von irakischen, indonesischen und bundesdeutschen Archiven. Und sie kennt ihre Heldinnen und Helden: Mönche und Hobbyarchäologen, Philanthropen und Freiheitskämpfer und vor allem Bibliothekare und Archivare, die sich gegen die Zerstörung gestemmt haben, nicht selten unter Einsatz ihres Lebens.
Geist (Thema)
Kaum ein Forschungsgebiet hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten so stürmisch entwickelt wie die Neurowissenschaften. Sie sind aber auch zum Gegenstand heftiger interdisziplinärer Debatten geworden, die sich vor allem um eine Frage drehen: Zwingen uns die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer Revision unseres etablierten Menschenbildes? Entschieden verneint wird das vor allem von Philosophen, die den Neurowissenschaften mitunter sogar die Berechtigung absprechen, Aussagen über die geistig-kulturelle Welt des Menschen zu treffen. Sinnhaftes Verstehen, Geschichtlichkeit, Lebensweltlichkeit, Willensfreiheit sowie Sprache als Grundlage von Soziabilität können, so ihr Argument, prinzipiell nicht mit naturwissenschaftlichem Besteck untersucht werden. Gerhard Roth zeigt in seinem neuen Buch, dass diese Auffassung den neurowissenschaftlichen Einsichten über die Beziehung zwischen Gehirn und Geist, Anlage und Umwelt sowie über die Bedingungen von Entscheiden und Handeln nicht gerecht wird.
Universalgelehrte wurden oft vergessen, verkannt, verniedlicht oder als Schwindler verunglimpft. Peter Burke unternimmt eine Ehrenrettung dieser Ausnahmetalente und folgt ihrer Geschichte über 500 Jahre in verschiedenen Ländern bis ins 21. Jahrhundert. Er stellt in vielen Porträts die verbindenden Eigenschaften heraus: ein Übermaß an Neugier, Gedächtnisleistung, Phantasie, Energie, Konzentrationsfähigkeit und nicht selten Ehrgeiz bis hin zur ruhelosen Arbeitssucht. Für Schlaf, Pausen oder gar die Liebe bleibt keine Zeit. Aber dafür ist das Einarbeiten in ein neues Thema in Carlo Ginzburgs Worten wie Skifahren in frischem Schnee. Wandelnde Enzyklopädisten gab es schon in der Antike.
Katarina und Peter Michel befassen sich seit vielen Jahren mit der Erforschung der Gesetzmäßigkeiten, die hinter vielen Heilerfolgen wirken - oder auch für das Scheitern in zahlreichen Behandlungen verantwortlich zeichnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die klassische Geistheilung angewendet wird oder Reiki, ob man Bach-Blüten verabreicht oder Aura-Soma-Öle. Hinter allen Systemen stehen unverbrüchliche, ewige GESETZE.
Alle Heilungsmethoden können nicht nachhaltig wirken, solange die inneren Voraussetzungen für eine wahre Heilung nicht gegeben sind. Der Blick dieser Studie richtet sich daher auf die universellen Heilungs-Gesetze, die keine Erfindung der Neuzeit darstellen, sondern schon in den Heilungstempeln der Antike beachtet wurden.
Im Sommer seines Lebens hat Nicolas einen Traum. Er will Schriftsteller werden wie sein Onkel. Dann kommt das Leben dazwischen und die Firma seines Vaters, Verantwortung, Termine und lauter Zwänge. Als sein Onkel stirbt, verliert Nicolas den einzigen Menschen, der an ihn geglaubt hat. Doch überraschend findet er am unwahrscheinlichsten Ort den Schlüssel, der ihm hilft, zu dem zu werden, der er wirklich ist.
Das Leben, das zu uns passt und uns erfüllt.
Mit der "Phänomenologie des Geistes" erscheint 1807 eines der bis heute bedeutendsten und wirkungsreichsten Werke der Philosophiegeschichte. Hegel widmet sich darin den grundlegenden Fragen der Erkenntnistheorie und dem Problem der Entstehung von individuellem und kollektiv geschichtlichem Bewusstsein. Mit seinen Ausführungen zu Herrschaft und Knechtschaft übte er insbesondere maßgeblichen Einfluss auf die Philosophie von Karl Marx, doch auch zahlreiche andere Philosophen erhielten durch Hegels Gedanken entscheidende Impulse.
Der Weg der Achtsamkeit steht jedem von uns offen.
Jon Kabat-Zinn zeigt uns, wie wir die Praxis der Achtsamkeit in unser Leben integrieren können. Mit seinen begleiteten Übungen und Meditationen bietet Achtsamkeit für Anfänger einen Einstieg für all jene, die mit der Achtsamkeitspraxis noch wenig oder gar keine Berührung hatten. Doch auch denen, die seine Arbeit und MBSR kennen, vermag dieses grundlegende Buch ein täglicher Begleiter auf dem Weg der Achtsamkeitspraxis zu sein.
Widerspruch ist für Hegel Denkprinzip. Seine Philosophie bezieht ihre Kraft daraus, dass sie alles Widerständige ernst nimmt und nicht in einem knöchernen System steckenbleibt. Auch deshalb verehren noch heute bedeutende Mathematiker und Naturwissenschaftler diesen Kopf, der zu ihren Bereichen nur Verwirrendes beizusteuern hatte.
Dietmar Dath zeigt, wie anregend es sein kann, mit Hegel dem Geist auf die Spur zu kommen und gleichzeitig die Welt nicht aus dem Blick zu verlieren.
Unser Atem ist eines der besten Werkzeuge, um gesund und voller Lebensfreude zu werden und zu bleiben. Doch zugleich nehmen die meisten Menschen ihren eigenen Atem entweder gar nicht wahr oder als selbstverständlich hin. Unser Atemmuster ist über das autonome Nervensystem mit sämtlichen physiologischen, mentalen und selbst emotionalen Prozessen verwoben. Dies wird deutlich, wenn man die Hintergründe des Atems beleuchtet - oder noch besser, es wird erfahrbar, wenn man Atemübungen praktiziert. Dieser Klassiker bietet beides, sowohl den fundierten, aber leicht verständlichen Einblick in die biomedizinischen Hintergründe des Atems, als auch eine praktische Atemschule mit einfachen Übungen der Atemachtsamkeit bis hin zu weiterführenden Pranayama-Übungen des Hatha Yoga.
Verändere dein Bewusstsein ist die faszinierende Erkundung der neuen Forschung zu Psychedelika wie LSD und Psilocybin, in der die "neurale Korrellation" von mystischer und spiritueller Erfahrung und die Mechanismen von weit verbreiteten mentalen Krankheiten wie Depression, Sucht und Obsessionen untersucht werden. Und ein großartiger Reisebericht von der Geschichte und der Wirkung psychedelischer Substanzen.
In den 50er und 60er Jahren wurden psychedelische Substanzen von Psychiatern als Wundermittel betrachtet, mit denen man psychische Erkrankungen beeinflussen und behandeln konnte. Als aber LSD und Psilocybin "aus dem Labor entkamen" und von der Gegenkultur vereinnahmt wurden, lösten sie moralische Panik und einen backlash aus. Das führte Anfang der 70er Jahre dazu, dass Psychedelika verboten wurden und die Forschung eingestellt wurde. Seit zehn Jahren wird dank engagierter Wissenschaftler, Aktivisten und Psychonauten wieder geforscht.