In Philosophie und Sozialwissenschaften wird oft ein Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Gesellschaftsform und psychischen Krankheiten postuliert. Zwar ist es epidemiologisch umstritten, ob diesem als "Burnout" oder "Erschöpfungssyndrom" diskutierten Phänomen ein realer Anstieg psychischer Erkrankungen entspricht. Dennoch kommt im Begriff der Erschöpfung eine Dynamik von Beschleunigungsphänomenen zum Ausdruck, die ihm eine zeitdiagnostische Bedeutung verleiht.
Burn-out (Thema)
Burnout ist ein Modethema, selbst "Burnout ist ein Modethema"-Artikel sind inzwischen in Mode. Dennoch wirft Burnout wichtige zeitdiagnostische Fragen auf, mit denen sich renommierte Sozialwissenschaftler wie Ulrich Bröckling, Rolf Haubl, Sighard Neckel und G. Günter Voß in diesem Band befassen: In welchem Zusammenhang stehen der Wandel der Arbeitswelt und kollektive Erschöpfung? Ist Burnout eine "erfundene" Krankheit? Welche Rolle spielen Prominente, die sich "geoutet" haben? Und warum findet gerade das Bild des leeren Akkus solche Resonanz?
Warum unsere permanente Smartphone-Nutzung gefährlich ist. Zusammen mit seinem Team hat Professor Markowetz eine App entwickelt, die das Verhalten der 40 Millionen Smartphone-Nutzer dokumentiert.
Wie wir die Herrschaft über unser Leben zurückgewinnen. Ist arbeiten wirklich alles, was wir mit unserem Leben anfangen wollen? Was wir einen Lebenslauf nennen, ist in Wirklichkeit ein Berufslauf: Arbeit bestimmt unser ganzes Dasein.
Mein Weg von der Chefetage in die Psychiatrie und zurück. "Mitte vierzig, erfolgreicher Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft - und ein psychisches Wrack", beschreibt Rüdiger Striemer seinen eigenen Zustand in jenem verhängnisvollen Winter.
Eine Krankenschwester, ein Sozialarbeiter, ein Banker befinden: Ich möchte meine Arbeit gern gut machen, aber ich kann es mir nicht leisten. Was ist los mit einer Gesellschaft, in der man es sich nicht leisten kann, gute Arbeit zu machen?