Lars Thomsen (Medienpräsenz)

30:10

Unsere politische Debattenkultur ist gelähmt von Schuldzuweisungen und Zeitverschwendung. Frisch zurück von meiner Forschungsreise habe ich auf dem Rückflug ein Gedankenexperiment in mein Smartphone getippt: Wenn ich Politiker wäre, was würde ich jetzt sofort ändern? Das Ergebnis ist diese Folge – ein zu 90 % ernst gemeinter Rant und ein klares Plädoyer gegen die endlosen „Bullshit-Debatten“ in unseren Parlamenten.

In dieser Ausgabe von Thomsens Thesen schlage ich vor, das Rederecht radikal zu beschränken, sobald drei Sätze lang nur über Schuldfragen lamentiert wird, anstatt konkrete Lösungen zu präsentieren. Doch der eigentliche Hebel liegt in der Technologie: Wenn wir Künstliche Intelligenz als Echtzeit-Instanz (Ambient & Augmented AI) in die Gesetzgebung einbinden, können wir die Qualität und Geschwindigkeit von Verfahren um den Faktor 10 beschleunigen. Mit digitalen Zwillingen und Sandbox-Simulationen lässt sich der gesamte deutsche Reformstau in den Bereichen Gesundheit, Steuern und Bürokratie innerhalb von nur 15 Monaten konsequent abbauen.

Dieser lösungsorientierte Masterplan betrifft jedoch nicht nur die Politik. Auch in den Führungsetagen vieler Unternehmen dominieren rückwärtsgewandte Diskussionen und Excel-Wunschkonzerte. Es ist Zeit, das ewige Problem-Wälzen zu beenden, ungenutzte Potenziale zu aktivieren und endlich wieder mit echter Zukunftslust strategisch nach vorne zu arbeiten.

Meine These:
Demokratie und Wirtschaft erlangen ihren Respekt nicht durch wohlformulierte Bedenken zurück, sondern durch die messbare Geschwindigkeit, mit der sie die Probleme der Menschen lösen.

34:17

Die nächste Stufe der künstlichen Intelligenz verlässt den Bildschirm. Frisch zurück von einer intensiven, elftägigen Forschungsreise durch China teile ich meine tiefsten Eindrücke über den rasanten Aufstieg der kognitiven Robotik. Wir stehen im Jahr 2026 am Beginn einer neuen industriellen Revolution: der Embodied AI Revolution. Es geht nicht mehr nur um Texte und Pixel im virtuellen Raum, sondern um Maschinen, die in der echten Welt sehen, laufen, greifen und kontinuierlich lernen.

In dieser Folge von Thomsens Thesen analysiere ich, warum die künftige kognitive Robotik die weltweite Automobilindustrie deutlich übertreffen wird und warum das fehlende „Weltverständnis“ (World Model) derzeit das letzte Nadelöhr der Entwicklung ist. Durch die Kombination aus rasanten Chip-Verdoppelungen und immer effizienteren Modellen trennen uns rechnerisch weniger als drei Jahre vom großen mechatronischen Durchbruch.

Für Europa und Deutschland bietet sich hier eine gigantische volkswirtschaftliche Chance. Die mechatronische Basis wird in China skaliert, aber das entscheidende Spezialwissen für konkrete Use Cases – sei es in der Pflege, Logistik oder Landwirtschaft – muss vor Ort programmiert und betreut werden. Mit Modellen wie Robotic as a Service können wir unseren akuten Fachkräftemangel lösen, Kosten drastisch senken und völlig neue Geschäftsmodelle etablieren. Wir müssen diese zwei bis drei Jahre jetzt klug nutzen, anstatt uns im China-Bashing zu verlieren.  Meine These:Zukunft entsteht nicht in der Theorie, sondern dort, wo Intelligenz physisch anfassbar wird. Wer jetzt die Use Cases besetzt, prägt die Industrie von morgen.

39:21

In dieser Folge analysieren die Zukunftsforscher Oliver Mehler und Lars Thomsen gemeinsam mit dem Fachexperten Till Rügge, wie sich die Blockchain-Technologie entwickelt. Dabei führen sie auch kurz und verständlich in Begriffe wie Smart Contracts, DID, Web3, tokenisierte Assets, DAOs oder Stable Coins ein.

Hat Blockchain Technologie wirklich eine Zukunft oder ist sie doch nur eine Lösung, die nach einem passenden Problem sucht? Gibt es echte Anwendungen in der realen Welt?

53:31

Wie plant ein Land wie China seine Zukunft? Und warum wirkt Deutschland im Vergleich, als würde es rückwärts in die Vergangenheit laufen? In dieser besonderen Ausgabe des future matters Podcasts sprechen drei Zukunftsforscher – Lars Thomsen, Christoph Gümbel und Oliver Mehler – über ihre Eindrücke, Beobachtungen und Analysen der vergangenen China-Forschungsreise. Was wir erlebt haben, hat unser Bild über die nächsten 5–10 Jahre fundamental verändert. In diesem einstündigen Deep Dive geht es um: 

  • Warum China nicht nur schneller ist – sondern strategischer
  • Wie chinesische Masterpläne funktionieren und warum sie wirken
  • Wie KI, Robotik und autonome Systeme dort bereits Realität sind
  • Welche strategischen Ziele China bis 2030/2035 verfolgt
  • Warum Deutschland in „Zukunftsschlaf“ gefallen ist – und wie wir herauskommen
  • Europas größte strategische Blind Spots
  • Welche Chancen wir JETZT noch nutzen können, bevor wir abgehängt werden

Dieses Gespräch ist kein China-Lobgesang. Es ist ein Weckruf für alle, die verstehen wollen, wie Zukunft wirklich entsteht – und warum Tempo, Haltung und Zielsysteme entscheidender sind als Technologie allein.

18:29

Was steckt wirklich hinter „China Speed“?
Nach meiner Forschungsreise durch China habe ich etwas gespürt, das mich nicht mehr loslässt:
Deutschland verliert nicht wegen schlechter Technologien – sondern wegen fehlender Zukunftslust.

In dieser Folge von Thomsens Thesen teile ich meine frischesten Eindrücke:

•⁠  ⁠Warum Innovation in China ein Mindset ist – kein Plan.
•⁠  ⁠Wie exponentielle Technologien dort Realität sind, während wir noch diskutieren.
•⁠  ⁠Warum Optimismus in China ein systemischer Produktivitätsfaktor ist.
•⁠  ⁠Was uns in Deutschland wirklich ausbremst: Ziellosigkeit, Komplexitätslähmung, Angst vor Fehlern.
•⁠  ⁠Und wie wir wieder eine eigene europäische Geschwindigkeit entwickeln können – ohne China zu kopieren.

Meine These:
Zukunft entsteht aus Tempo, Richtung und Haltung.
Und Haltung entscheidet alles.