{ungeskriptet} by Ben (Medienpräsenz)

3:24:13

Roger Köppel ist Schweizer, bewundert Deutschland und macht sich ernsthaft Sorgen.

Wir befinden uns in der „…gefährlichste[n] geschichtliche[n] Lage seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“ Und den Grund dafür sieht der Eigentümer der „Weltwoche“ nicht etwa in einem vermeintlich aggressiven Verhalten von Russland. Sondern vielmehr in der beinahe überheblichen Haltung des Westens.

„…[U]nd fürchterlicherweise ist ja Deutschland hier […] wieder in einer sehr entscheidenden Rolle.“

Ein Land, auf das die Deutschen einmal sehr stolz sein konnten. Ein „…großartiges Land, das […] alle Abgründe und Höhenflüge durchlitten hat.“

Und das sagt der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“ nicht etwa aus der Ferne daher. Er kennt nicht nur Deutschland gut, aus dem Innern eines der wichtigsten Verlage des Landes, sondern begleitete Viktor Orbán bereits zu Selenskyj nach Kiew und besuchte den Kreml-Sprecher Dmitri Peskov.

Wenn man den früheren Schweizer Nationalrat sprechen hört, kann man kaum anders, als gebannt zuzuhören. Von seiner Bewunderung für Deutschland, das „quasi den eigenen Untergang überlebt“ hat, seine Verbitterung, weil es ihn „beelendet“ zu sehen, „…was jetzt da los [ist]“ und seinen Warnungen, dass Deutschland wider besseres Wissen einen Konflikt zu eskalieren droht, den es so nicht geben müsste.

Ich habe von einem Schweizer viel über Demokratie gelernt, warum Deutschland im Ausland so angesehen ist, warum wir gerade im Begriff sind, genau dieses Ansehen zu verspielen und wie nahe wir möglicherweise einem Dritten Weltkrieg tatsächlich sind.

Sind wir wirklich „dermaßen geblendet von der eigenen Gutheit, dass [wir] gar nicht [merken], dass [wir] die Dummheiten der Vergangenheit zu wiederholen im Begriff [sind]", wie Roger Köppel sagt?

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 
00:02:30 - Angst vor dem Dritten Weltkrieg: Der Drohnenvorfall 
00:08:20 - Kriegserinnerungen: Königsberg und die deutsche Geschichte 
00:16:51 - Zwischen Moskau und Kiew: Eindrücke aus beiden Kriegsparteien 
00:32:45 - Medienkonformismus: Vom Journalisten zum Chefredakteur der Welt 
01:03:49 - Unabhängigkeit, historische Schuld und der Journalismus des Widerspruchs 
02:06:00 - Deutschlands Weg: Demokratie, AfD und die Eskalation in der Ukraine 
03:20:05 - Eine letzte Frage

3:53:52

Es ist mit über 3 Millionen Aufrufen eines der erfolgreichsten Videos bei {ungeskriptet} und ging sprichwörtlich durch die Decke. 8 Monate und 500.000 Abonnenten später ist Salim Samatou erneut zu Gast für ein geradezu spektakuläres Gespräch.

Als der studierte Historiker so richtig in Fahrt ist, brennt er ein einmaliges Feuerwerk an Theorien, Fakten und Satire ab. Irgendwo zwischen Comedy und Dystopie fügt er die wirtschaftliche Demontage Deutschlands, die kollabierende Geburtenrate Europas und den anlaufenden Zensur-Apparat des digitalen Zeitalters zu einem einzigen großen Bild zusammen.

Damit hat Salim etwas vorhergesehen, was nur kurz nach der Aufnahme unseres Gesprächs in Form eines Schreibens der Landesmedienanstalt NRW Gestalt anzunehmen droht.

Wir sprechen über den Wert von Meinungsfreiheit, darüber, was Heimat für uns bedeutet, und über vermeintlich belegbare Ereignisse, die der Satiriker als “Aluhut vom Feinsten” beschreibt.

Wir sind uns nicht bei allem einig, haben viel gelacht und am Ende mit einem hoffnungsvollen Gedanken geschlossen: nämlich dass wir gerade in der spannendsten Epoche der Menschheitsgeschichte leben.

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 00:02:18 - YouTube-Algorithmus, Höcke & der schockierte Migrant 
00:08:24 - Free Speech als Waffe: USAID, CIA & die Geschichte der Zensur 
00:17:35 - Social Media, Reichweite & die Demokratisierung der Meinung 
00:20:31 - Brexit, Trump & Zelenski: Wenn Free Speech zurückschlägt 
00:28:40 - Hunter Biden, Twitter Files & die Werkzeuge der Unterdrückung 
00:36:25 - Elon Musk, Twitter & das legendäre "Go fuck yourself" 
00:48:31 - DSA, Landesmedienanstalten & Deutschlands eigener Zensurapparat 
00:57:22 - Trusted Flagger, HateAid & der Zensurapparat im Detail 
01:02:01 - Epstein Files, BlackRock & der Plan zur Übernahme Deutschlands 
01:21:00 - Soziale Marktwirtschaft, Gewerkschaften & der schlummernde Gigant 
01:40:12 - Demografie, Heimat & das große Experiment des Westens 
02:08:00 - Geburtenrate, Smartphones & das Ende der sozialen Interaktion 
02:51:00 - Yalta, Föderalismus & warum Deutschland so designt wurde 
03:09:00 - KI, Datenkolonialismus & die neue Abhängigkeit vom Westen 
03:23:34 - Nachtrag von Salim

1:06:04

Gast: Sergej J. Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation

„Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland.”

Wir schreiben das Jahr 2026 und - man kann es nicht anders sagen - es sind verrückte Zeiten. Eine Drohne am Leipziger Flughafen eskaliert eine ohnehin angespannte Situation auf ein Ausmaß, das es „nach dem Weltkrieg noch nie gegeben” hat.

Deutschland und Russland, zwei Länder, die - historisch betrachtet - mehr verbindet als trennt, stehen einander erneut feindselig  gegenüber.

Sergej Netschajew ist Germanist und verehrt die deutsche Literatur. Er kennt die deutsch-russischen Beziehungen seit 50 Jahren wie nur wenige andere. Seit über zwei Jahrzehnten in diplomatischen Schlüsselpositionen in Deutschland und Österreich ist er der ranghöchste Vertreter der weltgrößten Atommacht in der Bundesrepublik.

„Freundschaft mit Russland brachte dem deutschen Volke immer positive Ergebnisse. Schlechte Beziehungen brachten uns beiden Völkern Katastrophen und Tragödien. Schluss damit.”

Mit diesen eindringlichen Worten beendet der Botschafter der Russischen Föderation, Sergej Netschajew, das vielleicht wichtigste Gespräch des Jahres, nur zwei Tage, nachdem die Bundesregierung das letzte Konsulat Russlands in Deutschland schließt und damit die diplomatischen Beziehungen der einstigen Wirtschaftsverbündeten auf ein historisches Tief eindampft.

Stehen wir kurz vor dem Dritten Weltkrieg? Müssen wir Angriffe Russlands auf Ziele in Deutschland befürchten? Sollen etwa wieder Familien beider Nationen auf Kriegsfriedhöfen ihre Söhne, Ehemänner und Brüder betrauern müssen?

Ich habe versucht, dem Botschafter der größten Atommacht der Welt, Antworten auf die wohl drängendsten Fragen ganz vieler Menschen beidseits unserer Grenzen abzuringen. In knapp 60 Minuten - zwischen Kranzniederlegungen und Einbestellung - habe ich versucht eine Perspektive zu verstehen, der in den vergangenen Jahren kaum Raum gegeben wurde.

Hoffen wir auf ein besonnenes Verhalten aller Beteiligten.

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 
00:03:06 - Die Einbestellung: Drohnenvorfall in Leipzig und Schließung der Generalkonsulate 
00:11:21 - Vom besten Partner zum Bruch: Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen 
00:20:22 - Medien, Propaganda und der Wandel der öffentlichen Meinung 
00:27:13 - Die Wurzeln des Ukraine-Konflikts: NATO-Erweiterung und Krim 
00:42:08 - Maidan 2014: Staatsstreich und das Scheitern der Minsker Abkommen 
00:49:14 - Kriegsgräber und Erinnerungskultur: Was von den Beziehungen blieb 
Propa00:52:30 - 2022 bis heute: Stellvertreterkrieg, Nukleardoktrin und Friedensbedingungen

3:06:02

Gast: Sahra Wagenknecht

"Todesengel der Demokratie", "Modergeruch der Zerstörung" — so wird Sahra Wagenknecht in diesen Tagen in deutschen Leitmedien beschrieben. Markus Lanz widmet ihr gar eine ganze Sendung und diskutiert 77 Minuten lang mit Journalisten über sie — ohne sie einzuladen.

Bei {ungeskriptet} spreche ich 3 Stunden MIT ihr, ohne Agenda.

"Wir haben keine plurale Presse mehr. Wir haben eigentlich in weiten Teilen auch keinen Journalismus mehr. Wir haben Propaganda", sagt die Gründerin des BSW im Gespräch mit mir.

Sahra Wagenknecht hat Die Linke verlassen, das BSW gegründet und damit etwas ausgelöst, was Medien und Altparteien offenbar nicht verzeihen: eine echte Alternative zur Brandmauer-Politik des bröckelnden “Machtkartells”.

Selbst die Fraktion ihrer eigenen Partei in Thüringen fiel ihr in den Rücken, biederte sich als Appendix der CDU an und verkaufte die eigene Haltung für etwas Regierungsverantwortung. Den Rücktrittsforderungen Wagenknechts gegenüber dem amtierenden Ministerpräsidenten Mario Voigt folgte das BSW unter Katja Wolf naturgemäß nicht.

Björn Höcke weiß diese interne Krise medienwirksam zu nutzen und unterbreitet der streitbaren Spitzenpolitikerin ein taktisches Angebot. Der Einladung zu einer offenen Diskussion in unserem Studio folgte der Thüringer AfD-Chef diesmal leider nicht.

Wie führt man ein so brisantes Gespräch möglichst, ohne zwischen die Fronten des Polit-Geschäfts zu geraten? Ich habe es versucht wie immer: mit Zuhören. Und Sahra Wagenknecht hat uns für 3 Stunden die Tür in ihre Welt geöffnet.

Im Gespräch mit mir erzählt sie, wie sie in Teilen zur Ausgestoßenen ihrer eigenen Partei wurde, warum Björn Höcke die öffentliche Debatte mit ihr meidet, warum sie die Grünen für die “gefährlichste Partei” hält, vor der zweiten Reihe der AfD warnt und weite Teile der Medien als Propaganda bezeichnet — und was sie in Sachsen-Anhalt anders machen will.

Zeitstempel

00:00:00 - Intro 
00:02:30 - BSW in der Krise: Thüringen, Höcke und die Ursprungsfehler 
00:23:43 - Der Wahlabend 2024 und der Zerfall der Parteiloyalität 
00:33:05 - Macht, Privilegien und die Korruption des politischen Systems 
00:52:29 - Das Misstrauensvotum und die mediale Hetzkampagne gegen Wagenknecht 
01:12:21 - Zwei autoritäre Lager: Kriegsgefahr, Hass und Radikalisierung 
01:27:43 - Sachsen-Anhalt vor der Wahl: AfD, Umfragen und Koalitionsfragen 
02:02:43 - Der dysfunktionale Staat: Wirtschaft, Gesundheit und Bildung 
02:32:47 - Lösungswege: Direkte Demokratie, KI-Politik und Parteien-Ranking 

3:05:48

Seit es {ungeskriptet} gibt, gehe ich mit derselben Intention in die Gespräche: Ich möchte klüger rausgehen, als ich reingegangen bin.

Tom-Oliver Regenauer hat außerdem noch etwas geschafft - er hat mich deutlich frustrierter zurückgelassen, als ich vor dem Gespräch gewesen bin. Wenn der ehemalige Musik-Produzent und IT-Berater die ganz große Weltverschwörung skizziert und belegte Machtstrukturen nachzeichnet, die sich über Jahrhunderte zu erstrecken scheinen, kann einem anders werden.

Bereits als Schüler hat sich Tom-Oliver als außergewöhnlich kritisch - und begabt - hervorgetan. Das “System” hat er mit Leichtigkeit gespielt, während er es zutiefst abgelehnt hat. “Es gibt kein Recht zu herrschen” und damit auch keinen Grund, sich beherrschen zu lassen.

Der frühere Rapper, der unter anderem im Dirty Six Chambers Studio in New York aufgenommen hat, ist heute ein vielgelesener System- und Elitenkritiker und lebt seine Warnungen konsequent im eigenen Alltag.

Die EU hat er bereits vor 18 Jahren verlassen. Sein Handy läuft mit Graphene OS, sein Auto hat kaum trackbare Elektronik und Google Maps nutzt er nicht - Navi-CDs tun es auch.

Ob er mit all seinen Thesen und Forschungen Recht hat, weiß ich nicht. Klingen seine Theorien schlüssig? Auf eine gewisse Art durchaus. Beunruhigt mich das? Das erfahrt ihr in unserem Gespräch.

Wir beleuchten historische Ereignisse, von denen die meisten wahrscheinlich noch nie gehört haben. Sprechen über die mächtigsten Menschen der Weltgeschichte, deren Namen in keinem Geschichtsbuch auftauchen und diskutieren über die Wahrhaftigkeit der Systeme, die unser heutiges Leben lenken und organisieren.

Freut euch auf einen 3-stündigen Deep-Talk über die Geschichte von Intrigen, Geheim-Netzwerken und mächtigen Familien-Clans, die nicht nur unsere Gegenwart manipulieren, sondern auch eine noch dystopischere Zukunft verheißen

Zeitmarken:
00:00:00 - Intro 
00:02:10 - Vom Hip-Hop-Rebellen zum Systemkritiker 
00:26:39 - Wählen als Beschäftigungstherapie: Demokratiekritik und Auswanderung in die Schweiz 
00:47:36 - Die EU als "Viertes Reich": Historische Wurzeln 
01:19:14 - Die Machtelite: Von Cecil Rhodes bis zur Gegenwart 
01:43:14 - Attentate, Migration und die großen Lügen 
02:16:03 - Meinungsfreiheit, Finanzsystem und Vorsorge fürs eigene Leben 
03:03:15 - Eine letzte Frage

3:00:22

Gast: Oskar Lafontaine

Friedrich Merz sei “von Sinnen”, Kiesewetter “total verrückt”!

Oskar Lafontaine hat in seinen fast 83 Lebensjahren vieles erlebt, darunter auch die schrecklichen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Seine ersten Kindheitserinnerungen sind Bilder vom zerbombten Elternhaus und dem Zimmer, in dem er mit seiner Mutter und dem Zwillingsbruder Unterschlupf gefunden hat. An seinen gefallenen Vater kann er sich nicht erinnern.

Es sind diese Prägungen, die aus ihm zeit Lebens einen leidenschaftlichen Rüstungs- und Kriegsgegner gemacht haben. In seiner bemerkenswerten politischen Karriere war ihm die Schaffung und der Erhalt des Friedens das größte Anliegen.

Der ehemalige Sozialdemokrat war saarländischer Ministerpräsident, Bundesfinanzminister, Kanzlerkandidat der SPD, Parteimitglied in der WASG, Fraktionsvorsitzender von Die Linken und Mitbegründer des BSW und kennt das Politik-Geschäft wie nur wenige andere.

Er hat 4 Parteien mitgeprägt, 2 davon mitgegründet und behauptet dennoch, dass er immer nur einer Partei angehörte: die seiner Überzeugungen und Werte.

Im Gespräch mit mir geht er mit den aktuell Verantwortlichen hart und unverblümt ins Gericht, wie man Oskar Lafontaine kennt. Er warnt eindringlich vor dem “…unendlich dumme[n] Geschwätz der Politiker und Journalisten in Berlin, [das] zeigt, dass sie nicht wissen, was eine Atomwaffe ist.”

Und er ist sicher zu wissen, wer Nord Stream gesprengt hat, wer am Ukraine-Krieg maßgeblich verdient und warum unser Bundeskanzler diese Interessen mutmaßlich teilt. Eine Folge, die einem 3-stündigen Polit-Thriller gleicht.

Zeitstempel

00:00:00 - Intro 
00:02:54 - Kindheit im Nachkriegsdeutschland und die Prägung durch den Zeitgeist 
00:24:27 - Krieg und Frieden als Lebensthema: Woher Kriege wirklich kommen 
00:35:22 - BlackRock, Rheinmetall und die Nähe von Friedrich Merz
01:00:33 - Deutschland als Vasall der USA: Von der Kuba-Krise bis Nord Stream 
01:36:12 - Was ist Demokratie? Kapitalismus, Wettbewerb und Ungleichheit 
02:14:17 - Rechtsextremismus-Debatte, Migration und das BSW 
02:58:09 - Eine letzte Frage

3:58:08

Ulrich Siegmund ist nicht nur Anwärter auf den Posten des Landeschefs in Sachsen-Anhalt, er ist zudem das, was man als charismatisch, charmant und smart bezeichnen könnte, wenn man ihm wohl gesonnen wäre.

Aber manche halten den Spitzenkandidaten der AfD für den falschen Mann. Vom Verfassungsschutz als gesichert-rechtsextrem eingestuft und eine Gefahr für Demokratie und innere Sicherheit.

Schenkt man der allgemeinen Berichterstattung über den 35-Jährigen Glauben, steht Siegmund für Fremdenfeindlichkeit, lehnt Queere ab und möchte Inklusion in Schulen und Alltag abschaffen.

Dennoch: Über 40% der Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt wollen ihn am 06.09.2026 als Sieger im Rennen um das Ministerpräsidentenamt sehen.

Grund genug, ihm zuzuhören, sollte man meinen.

Doch weil das in reichweitenstarken Medien weitestgehend nicht möglich zu sein scheint, habe ich das Gespräch mit Ulrich Siegmund gesucht. In fast 4 Stunden geht es um seinen Weg von der CDU zur AfD, um einen Angriff auf ihn beim Plakatieren, um seine Position zum Thema Remigration und natürlich um seine Pläne für die ersten 100 Tage im Amt des MP - falls er es schafft.

Leider ist es uns nicht gelungen, Sven Schulze von einem gemeinsamen Gespräch zu dritt zu überzeugen. Daher heißt es am 15.08.: Gute Erkenntnisse mit Ulrich Siegmund - {ungeskriptet}

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 
00:04:06 - Sicherheitslage und Reaktionen aus der Bevölkerung 
00:13:02 - Warum CDU-Chef Schulze das TV-Duell verweigerte 
00:19:49 - Hinter den Kulissen bei Markus Lanz 
00:34:53 - Vom CDU-Mitglied zum AfD-Gründungsmitglied 
00:55:57 - Einzug in den Landtag: Karriere, Duftfirma und Aufstieg 
01:22:00 - Gewalt beim Plakatieren und das Potsdamer Treffen 
02:08:00 - Remigration, Verfassungsschutz und Vetternwirtschaftsvorwurf 
02:44:00 - Wahlausblick, Brandmauer und Landesmedienanstalt 
03:55:05 - Eine letzte Frage

3:18:31

Zwölf Jahre war Ralf Schuler Kanzlerkorrespondent der BILD. Er flog im Regierungsflieger mit, beobachtete Merkels Machtspiele aus nächster Nähe — und bekam in all der Zeit kein einziges Merkel-Interview. Weil er nie zur Mannschaft gehörte.

Seine Familie betrieb in Ost-Berlin eine private Bäckerei. Als der Staat sie in den 70ern enteignen wollte, weigerten sie sich. Das Verfahren zog sich so lange, bis die Wende kam. Am Ende waren sie die Einzigen, die ihr Grundstück zurückbekamen.

Dieses Rückgrat bewahrte er sich auch bei Axel Springer. Auch als ein Gastbeitrag von 120 Biologen erschien, der die Existenz von nur zwei biologischen Geschlechtern vertrat, den Konzernchef Döpfner zurückpfeifen wollte: Schuler stellte sich dagegen — und verlor am Ende seinen Job.

Heute ist er Politikchef bei NIUS und sagt Sätze wie: Wer ein Viertel der Wähler ignoriert, betreibt politische Insolvenzverschleppung. Im Gespräch mit mir erklärt er, wie Macht in Berlin wirklich funktioniert — und warum ihn die DDR gelehrt hat, bei keinem Konformitätsdruck mitzumachen.

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 
00:02:44 - Der Bruch mit Springer: Der Streit um die Zwei-Geschlechter-Debatte 
00:13:15 - Merkel im Kanzlerflieger: Machtspiele und die Genese der Brandmauer-Logik 
00:19:03 - Merkels Machttechnik: Wie man Rivalen kaltstellt 
00:33:15 - Die drei Kernkompetenzen der Spitzenpolitik 
00:56:05 - Journalisten, Mitläufertum und die Angst vor der eigenen Filterblase 
01:00:53 - Bild, Ostbiografie und das Aufwachsen in der DDR 
01:38:06 - Corona: Repression, Angst und der Bruch mit der Herde 
02:22:37 - Die Brandmauer: Ein demokratischer Irrweg? 
02:53:10 - Journalismus-Kritik und der Aufbau einer neuen Medienrealität bei NIUS

2:48:22

In den letzten 25 Jahren hat sich die Kinderarmut verdreifacht. Aber nicht etwa in den Entwicklungsländern, nein. Bernd Siggelkow spricht von einem der wohlhabendsten Ländern der Erde: Deutschland. Deshalb hat der einstige Pastor, der selbst in einem Brennpunkt aufgewachsen ist, damals mit 20 Kindern in seinem Wohnzimmer den Grundstein für das gelegt, was heute die “Die Arche” ist und eigentlich nicht existieren dürfte. 600 Menschen kümmern sich heute an 35 Standorten täglich um 11.000 Kinder. Doch vom Staat kommt dafür kein Cent. 28 Millionen € Spenden sind jährlich notwendig, weil die Politik sich das wachsende Problem nicht eingesteht. Im Gespräch mit mir redet Bernd über ein Phänomen, das auch mir nicht bekannt war. Es geht um Kinderarmut, Bildung, Migration — und über die Frage, was ein Mensch opfern darf, um anderen zu helfen. Ein Satz ist mir dabei ganz besonders hängen geblieben: „In Finnland werden Kinder wie Könige behandelt. Und wann fangen wir verdammt nochmal an, unsere Kinder in Deutschland wie Könige zu behandeln?“ 

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 
00:02:32 - Kinderarmut in Deutschland: Ursachen, Realität & emotionale Verarmung 
00:17:16 - Die Arche: Entstehung, Alltag & 100.000 Kinder in 30 Jahren 
00:35:48 - Finanzierung, Politik & warum der Staat die Arche nicht fördert 
00:57:26 - Skinheads, Anfeindungen & die Anfangsjahre in Marzahn 
01:17:33 - Migration, Integration & Islamismus: Bernds klare Worte 
01:43:42 - Von der Arche in die Politik: Bernds Weg zur CDU 
02:00:30 - Glaube, Kindheit & Bernds Antrieb 
02:46:19 - Eine letzte Frage

3:17:29

16 Jahre lang hat er bestimmt, wer mit seiner Botschaft Zugang zu seinem Publikum erhält. Kai Diekmann hat als Chefredakteur die lauteste Zeitung Deutschlands geführt.

Die BILD erreicht bis heute - als auflagenstärkste Tageszeitung - Millionen von Menschen. Wer so viel Macht verantwortet lebt zuweilen nicht ganz ungefährlich.

Verbale Drohungen, brennendes Auto oder fliegende Steine - Kai Diekmann und seine Familie haben all das erlebt. Heute sagt er: Neutralität gibt es nicht, nur die Annäherung an die Wahrheit.

Im Gespräch mit mir entsteht daraus ein Schlagabtausch darüber, was Journalismus ist und was nicht. Welche Macht Medien haben und wie sie sie ausüben. Und ob es Grenzen gibt, die Medien nicht überschreiten sollten.

Kai Diekmann erzählt von seinem engen Verhältnis zu Helmut Kohl und wie sich die Wulff-Affäre damals tatsächlich zugetragen hat. Wie fühlt es sich an, die Macht zu haben, einen Bundespräsidenten zu stürzen und welche Verantwortung geht mit dieser Macht einher?

Zeitmarken

00:00:00 - Intro 
00:02:13 - Redemanuskripte, Kissinger & eine einzigartige Sammlung 
00:08:57 - Medienkonsum, Newsletter & der Abschied vom Papier 
00:18:08 - Journalismus, Neutralität & die Illusion der Objektivität 
00:30:15 - Gatekeeper, Social Media & Donald Trumps Machtinstrument 
00:43:11 - Blattlinien, Tendenzschutz & die Grundsätze von Axel Springer 
01:08:09 - Meinungsfreiheit, Drohungen & Anschläge auf Kais Familie 
01:31:24 - Bundeswehr, Schülerzeitung & der Weg zu Springer 
01:51:51 - Helmut Kohl, Wiedervereinigung & eine besondere Freundschaft 
02:29:07 - Christian Wulff, die Mailbox & das Ende einer Präsidentschaft 
02:44:04 - Abschied von Bild: Leben nach dem goldenen Käfig 
03:16:10 - Eine letzte Frage