Dialogue Works Deutsch (Medienpräsenz)

1:12:17

In diesem Video vom 25. Februar 2026 diskutieren der Journalist Patrick Henningsen und Nima Rostami über die aktuelle Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Henningsen berichtet von seinem jüngsten Besuch im Iran und analysiert die militärischen sowie gesellschaftlichen Hintergründe eines drohenden Konflikts unter der Trump-Administration.

Kernaussagen der Analyse

  • Widerstandsfähigkeit der iranischen Gesellschaft: Henningsen beschreibt, dass die iranische Bevölkerung trotz massiver Sanktionen und Kriegsdrohungen eine hohe Solidarität und Entschlossenheit zeigt. Er betont, dass das politische System im Iran tief in der Gesellschaft verwurzelt sei und ein "Regimewechsel" von außen unrealistisch sei [04:52].
  • Militärische Eigenständigkeit: Entgegen westlicher Narrative sei die iranische Militärtechnologie (insbesondere Drohnen und Hyperschallraketen) weitgehend "hausgemacht" und hänge nicht zwingend von russischer oder chinesischer Hilfe ab [47:48].
  • Risiko eines regionalen Weltkriegs: Ein US-Angriff auf den Iran würde laut Henningsen unweigerlich zu einem Flächenbrand führen, der den Irak, Jemen, Syrien und möglicherweise auch die Golfstaaten sowie Israel mit einbezieht [31:29].
  • Rolle der Propaganda: Es wird kritisiert, dass westliche Medien und Plattformen wie X (ehemals Twitter) gezielt Narrative verbreiten, um einen Krieg moralisch vorzubereiten, während Stimmen vor Ort unterdrückt würden [19:08].

Zeitstempel und Themen

Hier sind die wichtigsten Abschnitte des Gesprächs:

  • [01:08]Eindrücke aus dem Iran: Patrick Henningsen berichtet von seiner Reise nach Teheran und der Kriegsvorbereitung im Alltag.
  • [03:11]Gescheiterte "Pläne A & B": Analyse früherer Versuche, den Iran durch israelische Schläge oder wirtschaftliche Destabilisierung zu schwächen.
  • [05:13]Das politische System Irans: Warum westliche Think-Tanks die Stabilität der "Islamischen Republik" falsch einschätzen.
  • [11:50]Kritik an der US-Politik: Henningsen bezeichnet das Vorgehen von US-Politikern wie Lindsey Graham als "offene Kriminalität".
  • [15:37]Mediale Realitäten: Vergleich zwischen westlicher Berichterstattung (BBC, Sky News) und Henningsens eigenen Beobachtungen vor Ort.
  • [20:18]Zensur und Algorithmen: Wie soziale Medien (insbesondere Elon Musks Plattform X) pro-kriegerische Narrative fördern.
  • [32:43]Gefahr einer nuklearen Eskalation: Die Risiken, falls die USA oder Israel konventionelle Ziele nicht erreichen.
  • [43:53]Irans Raketentechnologie: Details zur Eigenentwicklung von Hyperschallwaffen und Satellitensystemen.
  • [53:41]Haltung der Golfstaaten: Warum Saudi-Arabien und die VAE zunehmend vor einer Beteiligung an US-Angriffen zurückschrecken.
  • [01:01:15]Folgen für Israel: Die Einschätzung, dass ein direkter Krieg mit dem Iran die Existenz des Staates Israel gefährden könnte.

53:28

In diesem Video vom 16. Februar 2026 diskutiert der ehemalige CIA-Analyst Larry C. In diesem Video vom 16. Februar 2026 diskutiert der ehemalige CIA-Analyst Larry C. Johnson mit Nima Alkhorshid über die drohende Eskalation zwischen den USA und dem Iran sowie über die aktuelle Lage in der Ukraine.

Inhaltsangabe mit Timestamps

  • [00:30] USA vs. Iran: Militärische Drohkulisse
    • Analyse der US-Flottenpräsenz (Flugzeugträger, Zerstörer) und der tatsächlichen Reichweite von Tomahawk-Marschflugkörpern. Johnson äußert Skepsis gegenüber der US-Einschätzung iranischer Verteidigungsfähigkeiten.
  • [04:45] Die Verhandlungen in Genf: "Kabuki-Theater"
    • Bewertung der Gespräche als Inszenierung, um den Iran als unkooperativ darzustellen und einen Vorwand für einen Angriff zu schaffen.
  • [07:20] Israels Forderungen und Netanyahus Rolle
    • Diskussion über Benjamin Netanyahus Maximalforderungen (Abzug allen nuklearen Materials, Ende der Raketenprogramme), die für den Iran inakzeptabel sind.
  • [10:45] Interne Lage im Iran und ethnische Gruppen
    • Warum westliche Hoffnungen auf einen Regimewechsel durch ethnische Minderheiten (Kurden, Belutschen) laut Johnson auf einer Fehlinterpretation der iranischen Identität und des Nationalismus beruhen.
  • [13:20] Szenarien eines Konflikts
    • Analyse verschiedener Ausgänge eines Angriffs: Vom (unwahrscheinlichen) schnellen Sieg der USA bis hin zu einem langwierigen Abnutzungskrieg oder einem verheerenden iranischen Gegenschlag auf US-Stützpunkte in der Region.
  • [21:40] Regionale Manöver und europäische Zurückhaltung
    • Iranische Marineübungen in der Straße von Hormus und die Frage, inwieweit europäische Staaten (außer Großbritannien) einen Krieg unterstützen würden.
  • [24:20] Die Allianz: Iran, Russland und China
    • Das trilaterale Abkommen vom Januar 2026 und die Bedeutung der BRICS-Staaten als wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Rückhalt für Teheran gegen westliche Sanktionen.
  • [37:00] Mythen über den Terrorismus und die Münchner Sicherheitskonferenz
    • Johnson kritisiert die Darstellung des Irans als führenden Terrorstaat und bezeichnet die Einladung des Sohnes des Schahs zur Sicherheitskonferenz als "wahnwitzigen Unsinn".
  • [44:20] Ukraine: Das Konzept von "Neurussland"
    • Erläuterung der russischen Strategie, weitere Gebiete (Odessa, Charkiv) zu annektieren, nachdem frühere Friedensangebote vom Westen abgelehnt wurden.
  • [48:40] Selenskis Ruf nach Waffenruhe
    • Warum Russland einem Waffenstillstand nicht zustimmen wird, da dieser nur der Aufrüstung der Ukraine dienen würde.mit Nima Alkhorshid über die drohende Eskalation zwischen den USA und dem Iran sowie über die aktuelle Lage in der Ukraine.

Inhaltsangabe

  • [00:30] USA vs. Iran: Militärische Drohkulisse
    • Analyse der US-Flottenpräsenz (Flugzeugträger, Zerstörer) und der tatsächlichen Reichweite von Tomahawk-Marschflugkörpern. Johnson äußert Skepsis gegenüber der US-Einschätzung iranischer Verteidigungsfähigkeiten.
  • [04:45] Die Verhandlungen in Genf: "Kabuki-Theater"
    • Bewertung der Gespräche als Inszenierung, um den Iran als unkooperativ darzustellen und einen Vorwand für einen Angriff zu schaffen.
  • [07:20] Israels Forderungen und Netanyahus Rolle
    • Diskussion über Benjamin Netanyahus Maximalforderungen (Abzug allen nuklearen Materials, Ende der Raketenprogramme), die für den Iran inakzeptabel sind.
  • [10:45] Interne Lage im Iran und ethnische Gruppen
    • Warum westliche Hoffnungen auf einen Regimewechsel durch ethnische Minderheiten (Kurden, Belutschen) laut Johnson auf einer Fehlinterpretation der iranischen Identität und des Nationalismus beruhen.
  • [13:20] Szenarien eines Konflikts
    • Analyse verschiedener Ausgänge eines Angriffs: Vom (unwahrscheinlichen) schnellen Sieg der USA bis hin zu einem langwierigen Abnutzungskrieg oder einem verheerenden iranischen Gegenschlag auf US-Stützpunkte in der Region.
  • [21:40] Regionale Manöver und europäische Zurückhaltung
    • Iranische Marineübungen in der Straße von Hormus und die Frage, inwieweit europäische Staaten (außer Großbritannien) einen Krieg unterstützen würden.
  • [24:20] Die Allianz: Iran, Russland und China
    • Das trilaterale Abkommen vom Januar 2026 und die Bedeutung der BRICS-Staaten als wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Rückhalt für Teheran gegen westliche Sanktionen.
  • [37:00] Mythen über den Terrorismus und die Münchner Sicherheitskonferenz
    • Johnson kritisiert die Darstellung des Irans als führenden Terrorstaat und bezeichnet die Einladung des Sohnes des Schahs zur Sicherheitskonferenz als "wahnwitzigen Unsinn".
  • [44:20] Ukraine: Das Konzept von "Neurussland"
    • Erläuterung der russischen Strategie, weitere Gebiete (Odessa, Charkiv) zu annektieren, nachdem frühere Friedensangebote vom Westen abgelehnt wurden.
  • [48:40] Selenskis Ruf nach Waffenruhe
    • Warum Russland einem Waffenstillstand nicht zustimmen wird, da dieser nur der Aufrüstung der Ukraine dienen würde.

56:07

In diesem Interview analysiert der Russlandkorrespondent John Helmer die aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Februar 2026, insbesondere die Verhandlungen in Genf und die Spannungen im Nahen Osten.

Inhaltsangabe mit Timestamps

  • Verhandlungen in Genf und interne russische Konflikte [00:03]
    • Am 17. Februar 2026 beginnen in Genf wichtige Gespräche zwischen Russland, dem Iran und den USA (vertreten durch Steve Witkoff und Jared Kushner) [00:30].
    • Helmer berichtet von einer Spaltung innerhalb der russischen Führung: Während das Außenministerium (Lawrow) und das Militär misstrauisch sind, setzt Präsident Putin auf den sogenannten „Dimitriev-Plan“ [01:36].
    • Dieser Plan sieht weitreichende wirtschaftliche Zugeständnisse an die USA vor, um Investitionen zurückzuholen und die russische Wirtschaft zu stabilisieren [01:53].
  • Der wirtschaftliche Spielzug: Die „Dimitriev-Wette“ [06:21]
    • Putin geht ein hohes Risiko ein, indem er auf eine Redolarisierung und Kooperation mit dem Trump-Team setzt [02:49].
    • Grund für diesen Kurs sind düstere Prognosen der russischen Zentralbank (Nabiullina), die im Risikoszenario einen Einbruch der Wirtschaft um bis zu 7% voraussagen [08:16].
    • Ziel ist es, die wirtschaftliche Lage vor den Parlamentswahlen im September 2026 zu verbessern [08:47].
  • Territoriale Fragen in der Ukraine [13:04]
    • Es wird über die Grenzen von „Neurussland“ debattiert. Während einige Hardliner Kiew oder Odessa fordern, scheint es einen Kompromiss für die bereits eroberten Gebiete (Donbass, Saporischschja, Cherson) zu geben [15:06].
    • Helmer betont, dass Russland kein Interesse an einer Besetzung der Westukraine hat, da dies zu einem ewigen terroristischen Widerstand führen würde [16:34].
    • Ein Hauptstreitpunkt bleibt die Tiefe der entmilitarisierten Zone (DMZ) und die künftige Bewaffnung der Ukraine [17:14].
  • Die Rolle Europas und die „Anchorage-Formel“ [24:05]
    • In Moskau wird den Europäern vorgeworfen, Friedensabkommen (die sogenannte Anchorage-Formel vom August 2025) zu sabotieren [28:55].
    • Helmer sieht jedoch keine strategische Abspaltung Europas von den USA; in der Frage der Niederlage Russlands herrsche weitgehend Konsens [32:00].
  • Wirtschaftskrieg und Ölmarkt [34:32]
    • Die USA versuchen, Indien und China vom Kauf russischen Öls abzubringen [35:35].
    • Helmer erklärt die Mechanismen des Preisdrucks: Wenn Indien weniger kauft, steigen die Preisabschläge für russisches Öl massiv an, was den russischen Haushalt gefährdet [37:50].
    • Es droht eine Eskalation des „Seekriegs“ gegen die russische Tankerflotte [39:39].
  • Eskalation im Nahen Osten und das Verhältnis zum Iran [44:05]
    • Russland sieht einen Regimewechsel im Iran als strategische Bedrohung [44:30].
    • Es gibt jedoch historisches Misstrauen zwischen Moskau und Teheran. Der Iran strebt nach militärischer Autarkie, um nicht von russischen „Kill Switches“ (Abschaltmechanismen für Waffensysteme) abhängig zu sein [45:49].
    • Helmer verweist auf Syrien als Beispiel, wo Russland Luftabwehrsysteme deaktivierte, um israelische Angriffe zu ermöglichen [52:55].
    • Trotzdem hat der Iran laut Experten wie Ted Postol mittlerweile eine ausreichende eigene strategische Abschreckung erreicht [54:35].

19:38

Eine breit angelegte Diskussion über die tatsächliche Machtstruktur der NATO, Europas Abdriften in den Autoritarismus und den langen Bogen der Konfrontation mit Russland. Das Interview beleuchtet Zensur, Sanktionen, die Ukraine, Verhandlungen und warum die heutige Geopolitik ungelöste Konflikte der Vergangenheit widerspiegelt.

47:47

Kolonialismus als Voraussetzung für menschliche Emanzipation?
Vortrag von Bafta Sarbo
auf der 18. Wissenschaftlichen Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft 2025
»›Eine Sackgasse der sozialen Evolution‹ – Hacks zum Imperialismus«
am 1. November 2025 in Berlin
Moderation der Fragerunde: Dr. Klaus Rek
Hergestellt von OSKINO Berlin im Auftrag der Peter-Hacks-Gesellschaft
© OSKINO/PHG 2025

In der »Eröffnung des indischen Zeitalters« setzt sich Hacks mit dem Kolonialismus als Ausbreitung des kapitalistischen Weltsystems auseinander. Trotz der Brutalität des Kolonialregimes, was sich dadurch entfaltet, sieht er im globalen Kapitalismus ein Potenzial für universelle menschliche Emanzipation. Er vertrat damit eine Position, die auch Marx in seinen früheren Schriften vertrat. Heute ist diese Position Gegenstand der postkolonialen Kritik am Marxismus, obwohl Marx diese Position später überwand. Der Beitrag verhandelt Hacks’ Verständnis der historischen Rolle bzw. Mission des Kolonialismus – im Zusammenhang, aber auch in Abgrenzung zu Marx.

Bafta Sarbo ist Autorin und Politische Bildnerin. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes »Die Diversität der Ausbeutung. Zur Kritik des herrschenden Antirassismus« und verfasste ein Vorwort zu der Neuübersetzung von Walter Rodneys »Wie Europa Afrika unterentwickelte«. Für die Rosa Luxemburg Stiftung gibt sie Lektürekurse zum Marxschen Kapital. Sie arbeitet und publiziert zu den Themen Marxismus, Antirassismus und Polizeigewalt.