Postkoloniale Theorie ist in den letzten Jahren im akademischen Raum zu einem äußerst einflussreichen Ansatz geworden. Diese Denkschule, mit der Entwicklungen im globalen Süden erklärt werden sollen, ist insbesondere für ihre Kritik an universalisierenden Kategorien der Aufklärung bekannt. Genau hier setzt Vivek Chibber am Beispiel der "Subaltern Studies" theoretisch akribisch und historisch gesättigt an und weist analytische Fehlschlüsse und historische Missverständnisse in ihren zentralen Argumentationen nach.
Vivek Chibber (Jahrgang 1965) ist ein US-amerikanischer Soziologe und Professor für Soziologie an der City University of New York. Er arbeitet im Bereich kritischer Gesellschaftstheorie und politischer Ökonomie und befasst sich insbesondere mit Fragen globaler Ungleichheit, Klassenanalyse, Marxismus und der Kritik postkolonialer Theorien. Chibber promovierte an der University of California, Berkeley und publizierte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Bücher, darunter Postcolonial Theory and the Specter of Capital, in denen er zentrale Debatten der kritischen Theorie und der zeitgenössischen Sozialwissenschaft reflektiert. Er ist regelmäßig als Redner auf internationalen Konferenzen und als Autor in akademischen Fachzeitschriften präsent.
Wikipedia (DE): Vivek Chibber | Wikipedia (EN): Vivek Chibber