Info
Was ich in der Ukraine gesehen habe
Die Beobachtungen von Benoît Paré in der Ukraine (2015–2022)
Willkürjustiz, Folter, Mord: Auf rund 800 Seiten schrieb Benoît Paré seine erschütternden Eindrücke als OSZE-Sonderbeobachter in der Ukraine nieder.
Dieser Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung „Was ich in der Ukraine gesehen habe! – Benoît Paré" und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.
Stationiert im bis heute umkämpften Donbas erlebte der erfahrene Reserveoffizier und frühere Analyst des französischen Heeres die Vorgeschichte des im Jahr 2022 ausgebrochenen Krieges hautnah.- den erbitterten Kampf der ukrainischen Führung gegen die eigene russische Minderheit, die politische Opposition und Journalisten und Medien. Sein Zeugnis ist aber auch das einer Beobachtungsmission, die ihr Mandat – Unparteilichkeit und Deeskalation – sträflich verraten hat.
Weil er „nicht mitgemacht“ hat und das dominante Narrativ mit seinen neutralen Schilderungen massiv herausfordert, fürchtet der bekennende Humanist und Idealist, dass man ihn auf die EU-Sanktionsliste setzt und somit seine Existenz vernichtet.
Hinter den Kulissen des Donbas: Was die OSZE-Berichte uns verschwiegen haben
In der offiziellen westlichen Geschichtsschreibung markiert der Februar 2022 den plötzlichen, unprovozierten Ausbruch eines Krieges, der wie aus dem Nichts über Europa hereinbrach. Doch für Benoît Paré, einen ehemaligen Analysten der französischen Armee und Reserveoffizier, ist dieses Datum lediglich der Kulminationspunkt einer achtjährigen Vorgeschichte, die in den Redaktionen von Paris bis Berlin weitgehend ausgeblendet wurde. Parés Aufzeichnungen, ein über 800 Seiten starkes Tagebuch seiner Zeit als Beobachter der OSZE-Sonderbeobachtungsmission (SMM) von 2015 bis 2022, lesen sich heute wie das Protokoll einer sehenden Blindheit.
Getrieben von einer tiefen „Dringlichkeit“, die Wahrheit ans Licht zu bringen, beschreibt Paré seine Wandlung vom neutralen Militärexperten zum Whistleblower. Schon in seinen ersten Tagen in Kyjiw stieß er auf die Mauern der Voreingenommenheit: Als er einen kanadischen Presseoffizier der OSZE fragte, warum man keinen Dialog mit den Menschen in den separatistischen Gebieten suche, antwortete dieser kühl, dort gebe es „keine echten Journalisten“ – Bemühungen seien daher zwecklos. Es war der Moment, in dem Paré begriff, dass das Mandat der Unparteilichkeit bereits an der Spitze der Mission verraten worden war.
Präsentation: Das unredigierte Dossier
Die verschwiegene Statistik: Wer beschoss wen?
Eines der fundiertesten Kapitel in Parés Analyse widmet sich der systematischen „Lüge durch Unterlassung“. Als Analyst hatte er Einblick in Daten, die der Öffentlichkeit vorenthalten wurden. Bereits 2016 belegten interne Berichte, dass 63 % der zivilen Opfer auf der separatistischen Seite zu beklagen waren. Als diese Zahlen 2017 kurzzeitig publik wurden, übte das ukrainische Außenministerium massiven Druck auf die OSZE-Leitung aus. Der Missionsleiter gab diesen Forderungen nach und ordnete an, künftig keine Daten mehr zu veröffentlichen, die Rückschlüsse auf die Urheber des Beschusses zuließen.
Paré gab sich damit nicht zufrieden. Im Jahr 2018 erhielt er Zugang zu einer „geheimen namentlichen Liste“ der zivilen Opfer. Seine private statistische Auswertung ergab ein noch drastischeres Bild: Zwischen 2016 und 2018 entfielen 72 % der Opfer durch direkten Beschuss auf die separatistischen Gebiete. Im Jahr 2020 verifizierte er für die Oblast Luhansk, dass 75 % aller Einschläge auf dem Territorium der Separatisten stattfanden.
„Meiner Ansicht nach liegt hier der Kern der großen Lüge durch Unterlassung der speziellen Beobachtungsmission in der Ukraine bezüglich der Realität des Krieges im Donbas.“
Diese Fakten wurden laut Paré konsequent aussortiert, da sie dem westlichen Narrativ der alleinigen russischen Aggression widersprachen. Die Mission, deren Slogan „Fakten zählen“ lautete, bewertete Fakten stattdessen danach, ob sie der ukrainischen nationalistischen Sache dienten.
Die „Repressionsmaschine“: Ein Justizsystem im Schatten
Parés Berichte über das ukrainische Justizsystem in der Oblast Donezk zeichnen das Bild eines Staates, dessen Rechtsstaatlichkeit er als „eines demokratischen Regimes unwürdig“ bezeichnet. Er dokumentierte eine Verurteilungsrate von 99,9 % bei mutmaßlichen Separatisten – eine Statistik, die er explizit mit der eines „stalinistischen Regimes“ vergleicht.
Besonders perfide war dabei der „Terrorismus-Vorbehalt“: Über den Artikel 258.3 des Strafgesetzbuches wurden Zivilisten, die nie eine Waffe getragen hatten, wegen „Terrorismus“ zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Paré berichtet von Angeklagten, die unter Tränen von Folter berichteten, um Geständnisse zu erzwingen. Trotz vorliegender ärztlicher Atteste wurden diese Vorwürfe von der ukrainischen Justiz ignoriert.
Im krassen Gegensatz dazu stand die Straffreiheit für die sogenannten Freiwilligenbataillone wie Asow oder Donbas. Mitgliedern dieser Einheiten wurden schwerste Verbrechen – Mord, Entführung, Folter – vorgeworfen. Dennoch kamen sie, sofern sie überhaupt angeklagt wurden, fast ausnahmslos mit milden Strafen davon. Das System fungierte laut Paré als „unerbittliche Repressionsmaschine“, die die eigenen Bürger zermalmte.
Informationskontrolle: Wenn Beobachter blind werden
Die Untergrabung der Unparteilichkeit fand laut Paré auch durch persönliche Verflechtungen statt. Er berichtet von einer US-amerikanischen Mitarbeiterin in der Berichterstattungsabteilung, die eine Affäre mit einem hochrangigen Offizier des ukrainischen Geheimdienstes SBU unterhielt. Da sie maßgeblich für die Endfassung der Berichte verantwortlich war, die nach Wien geschickt wurden, war der Interessenkonflikt systemimmanent.
Ein besonders schockierendes Beispiel für gezielte Desinformation liefert Paré im Zusammenhang mit einem Berichterstatter, der zuvor für das National Endowment for Democracy (NED) gearbeitet hatte. Bei einem Vorfall auf der ukrainisch kontrollierten Seite gab die befragte Bürgermeisterin an, es gäbe keine Schäden. Im fertigen Bericht des NED-Mannes tauchten jedoch plötzlich fünf zerstörte Häuser in genau diesem Dorf auf. Die Wahrheit war: Diese Häuser standen im Dorf Hollewka auf der separatistischen Seite. Der Berichterstatter hatte die Fakten schlichtweg umgekehrt, um die Ukraine als Opfer darzustellen. Als Paré ihn konfrontierte, entschuldigte dieser sich lapidar mit „Zeitdruck“.
„Manipulation kann sich in alles einschleichen, was wir sehen und hören, besonders in das, was man uns bewusst vorenthalten will.“
Das Verstummen der Opposition und der Presse
Die politische Landschaft der Ukraine wurde laut Paré bereits Jahre vor 2022 systematisch gesäubert. Im Februar 2021 ließ Präsident Selenskyj per Dekret drei große Fernsehsender schließen – ein drakonischer Eingriff in die Meinungsfreiheit, der im Westen mit Applaus begrüßt wurde. Paré dokumentiert zudem die Verfolgung des „Oppositionsblocks“, der stärksten politischen Kraft im Donbas.
Ein zentrales Instrument der politischen Entmachtung war der Entzug des Wahlrechts: Rund 500.000 Bürgern in der Nähe der Kontaktlinie wurde 2015 und 2020 das Recht verweigert, an Kommunalwahlen teilzunehmen. Als Grund wurden „Sicherheitsrisiken“ vorgeschoben – obwohl dieselben Bürger bei nationalen Wahlen abstimmen durften. Es war der gezielte Versuch, unliebsame Lokalpolitiker zu verhindern.
Das Verschwinden kritischer Stimmen wird am Fall des Journalisten Sergei Dolgow deutlich. Der Chefredakteur einer Mariupol-basierten Zeitung wurde 2014 entführt. Trotz Augenzeugenberichten, die ihn Monate später in einem Internierungslager des SBU sahen, stritt der Geheimdienst alles ab. Dolgow blieb bis heute verschwunden. Flankiert wurde diese Repression von Sprachgesetzen, die die russische Kultur schrittweise auslöschten. In einem Land, in dem Russisch für die Hälfte der Bevölkerung die Muttersprache war, wirkten diese Gesetze laut Paré wie ein „Brandbeschleuniger“ für den Bürgerkrieg.
Fazit: Ein Europa des Krieges oder des Friedens?
Benoît Parés Zeugnis ist ein Weckruf gegen die moralische Bequemlichkeit. Er beschreibt ein kollektives Versagen des Westens, der die OSZE-Mission als Werkzeug für ein einseitiges Narrativ instrumentalisierte, statt den Frieden durch Wahrheit zu fördern.
Heute stehen wir vor der absurden Situation, dass Russland in den Medien gleichzeitig als militärisch unfähig – da es im Donbas nur mühsam Boden gewinnt – und als unmittelbare, existenzielle Gefahr für ganz Europa dargestellt wird. Diese widersprüchlichen Erzählungen koexistieren im politischen Diskurs, während der gesunde Menschenverstand auf der Strecke bleibt. Für Paré ist dies das Resultat einer „Manipulation in riesigem Ausmaß“, die den Boden für eine direkte Konfrontation bereitet.
„Wenn eine Sache [...] Manipulation und Lügen erfordert, um verteidigt zu werden, kann sie dann gerecht sein?“
Können wir eine Lösung für diesen Konflikt finden, solange wir uns weigern, alle Fakten – so unbequem sie auch sein mögen – auf den Tisch zu legen?
Analysebericht: Die Beobachtungen von Benoît Paré in der Ukraine (2015–2022)
Dieser Bericht synthetisiert die Aussagen und Erkenntnisse von Benoît Paré, einem ehemaligen Analysten der französischen Armee und OSZE-Beobachter, basierend auf seinen Erfahrungen im Donbas und anderen Regionen der Ukraine zwischen 2015 und 2022.
Zusammenfassung
Die vorliegenden Dokumente zeichnen das Bild eines systematischen Versagens der Sonderbeobachtungsmission der OSZE in der Ukraine (SMM). Der Kernpunkt der Analyse ist der Vorwurf, dass die OSZE ihr Mandat der Unparteilichkeit und Transparenz verraten hat. Wesentliche Erkenntnisse sind:
- Statistisches Ungleichgewicht: Interne, teils unveröffentlichte Daten belegen, dass die überwiegende Mehrheit der zivilen Opfer (ca. 72–75 %) und des Artilleriebeschusses auf Gebiete der Separatisten entfiel, was im öffentlichen Narrativ des Westens kaum abgebildet wurde.
- Institutionelle Voreingenommenheit: Die Mission wurde von westlichen Staaten dominiert; es gab enge Verknüpfungen zwischen OSZE-Mitarbeitern und dem ukrainischen Geheimdienst (SPU).
- Justiz- und Menschenrechtsmängel: Berichtet wird von einer „Repressionsmaschine“ im ukrainischen Justizsystem, die mit Folter erpresste Geständnisse und drakonische Strafen gegen vermeintliche Separatisten einsetzte, während Verbrechen pro-ukrainischer Freiwilligenbataillone oft ungeahndet blieben.
- Erosion demokratischer Standards: Die schrittweise Abschaffung der russischen Sprache, das Verbot von Oppositionsparteien und die Schließung von Medien begannen bereits lange vor der russischen Intervention 2022.
1. Die Rolle und das Versagen der OSZE-Mission
Benoît Paré, der von 2015 bis 2022 an verschiedenen sensiblen Standorten (u. a. Donezk, Kramatorsk, Mariupol, Luhansk) tätig war, kritisiert die OSZE scharf. Die Mission habe durch mangelnden politischen Willen auf höchster Ebene versagt, zum Frieden beizutragen.
Bruch des Mandats
Das Mandat der OSZE sah Unparteilichkeit und Transparenz vor, um Spannungen abzubauen. Laut Paré wurde dieses Mandat in mehrfacher Hinsicht untergraben:
- Einseitige Kommunikation: Kontakte zu den Separatisten wurden auf ein Minimum reduziert, um deren Institutionen nicht zu „anerkennen“, was den Dialog faktisch unmöglich machte.
- Interne Voreingenommenheit: Unterstützung für die Ukraine und Verachtung für Separatisten galten unter Beobachtern oft als Konsens.
- Manipulation der Berichterstattung: Kritische Fakten, die die ukrainische Seite belasteten, wurden in den wöchentlichen Berichten (die nur für Delegationen in Wien, nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren) oft entfernt oder abgeschwächt.
Beispiel für Datenfälschung
Ein konkreter Vorfall in Kramatorsk illustriert die Manipulation: Ein Berichterstatter mit Verbindungen zum National Endowment for Democracy (NED) vertauschte absichtlich Daten. Schäden an Häusern, die tatsächlich auf separatistischem Gebiet lagen, wurden in einem Bericht so dargestellt, als befänden sie sich auf der von der Regierung kontrollierten Seite, um die Ukraine als alleiniges Opfer zu positionieren.
2. Analyse der zivilen Opfer und der Konfliktdynamik
Ein zentrales Thema der Berichte ist die Verschleierung der tatsächlichen Verteilung von zivilen Opfern und Einschlägen.
Die „Lüge durch Unterlassung“
Im Jahr 2017 veröffentlichte die OSZE einen Bericht, der zeigte, dass 63 % der zivilen Opfer im Jahr 2016 auf der separatistischen Seite zu beklagen waren. Nach scharfem Protest des ukrainischen Außenministeriums entschied die Missionsleitung, keine Zahlen mehr zu veröffentlichen, aus denen hervorging, welche Seite den Beschuss verursachte oder die meisten Opfer hatte.
Statistische Auswertung (2016–2018/2020)
Paré erstellte basierend auf internen Listen eigene Statistiken, die ein noch deutlicheres Ungleichgewicht zeigen:
| Kategorie | Anteil auf separatistischer Seite | Anteil auf ukrainischer Seite |
| Zivile Opfer durch Beschuss (2016–2018) | 72 % | ~ 25 % |
| Verifizierte Artillerieeinschläge (Luhansk 2020) | 75 % | 25 % |
Diese Daten widersprechen dem vorherrschenden Narrativ, wonach die Separatisten oder Russen die primären Aggressoren waren, die den Waffenstillstand brachen.
3. Justizsystem und Menschenrechte
Das ukrainische Justizsystem wird als Instrument der Repression beschrieben, das nicht den Standards eines demokratischen Staates entsprach.
- Ungleiche Behandlung vor Gericht:
- Separatisten: Oft Zivilisten, die nie eine Waffe getragen hatten. Verurteilungsquote von 99,9 %. In 50 % der Fälle gab es glaubhafte Berichte über Folter zur Erzwingung von Geständnissen, die von den Gerichten ignoriert wurden.
- Freiwilligenbataillone (z. B. Asow, Donbas): Angehörige wurden wegen schwerer Verbrechen (Mord, Folter, Entführung) angeklagt, kamen jedoch meist mit milden Strafen davon oder wurden gar nicht verurteilt.
- Politische Verfolgung: Der Vorwurf des „Terrorismus“ (Artikel 258.3 des Strafgesetzbuches) wurde systematisch gegen politische Gegner eingesetzt.
4. Einschränkung der Meinungsfreiheit und politischen Rechte
Die Dokumente belegen eine zunehmende Einschränkung demokratischer Freiheiten weit vor dem großflächigen Krieg 2022.
- Medienunterdrückung: Journalisten wurden insbesondere zwischen 2014 und 2016 vom Geheimdienst SPU oder dem Asow-Bataillon bedroht, entführt oder gefoltert (Beispiel: der verschwundene Chefredakteur Sergei Dolgow). 2021 ließ Präsident Selenskyj drei große Fernsehsender per Dekret und ohne Gerichtsverfahren schließen.
- Politischer Druck: Die wichtigste Oppositionspartei (Oppositionsblock) wurde systematisch verfolgt. Bei Kommunalwahlen 2015 und 2020 wurde etwa einer halben Million Bürgern im Donbas das Wahlrecht aus „Sicherheitsgründen“ verweigert, obwohl sie bei nationalen Wahlen abstimmen durften.
- Kulturelle Auslöschung: Die schrittweise Verabschiedung von Sprachgesetzen zielte auf die Verdrängung der russischen Sprache und Kultur ab, obwohl diese in weiten Teilen des Landes die Mehrheitssprache war.
5. Geopolitische Einordnung und Eskalation
Paré betrachtet den russischen Angriff von 2022 als Folge ungelöster Spannungen, die durch den Westen teils bewusst geschürt wurden.
- Rote Linien: Die NATO-Osterweiterung war bereits seit 2007 als rote Linie Moskaus bekannt.
- Radikalisierung: Es wird eine zunehmende Institutionalisierung nationalistischer Symbole (UPA-Flaggen, Bandera-Statuen) beobachtet, die sich von der Westukraine über das gesamte Militär und die Regierung ausbreitete.
- Abbruch der Friedensverhandlungen: Es wird darauf hingewiesen, dass die Ukraine nach dem Besuch von Boris Johnson im April 2022 Verhandlungen in Istanbul abbrach, was den Weg für einen umfassenden Krieg ebnete.
Fazit des Beobachters
Die Realität vor Ort im Donbas zwischen 2014 und 2022 unterscheidet sich fundamental von der medialen Darstellung im Westen. Die Manipulation von Fakten, die Voreingenommenheit internationaler Organisationen und die Unterdrückung der Opposition in der Ukraine haben laut Paré maßgeblich zur Eskalation des Konflikts beigetragen. Er mahnt zur Rückkehr zu einem Diskurs, der auf verifizierbaren Fakten und intellektueller Redlichkeit basiert.
