Radio München (Medienpräsenz)

13:12

Informationen, Erlebnis und Unterhaltung kündigte die Bundeswehr für den 6. Juni an und lud unter anderem nach Neubiberg bei München zum Tag der Bundeswehr ein. Es kann informativ und für manche interessant sein, wie weit die Technik gediehen ist, anderen, die nicht zum „WIR“ gehören, Angst zu machen oder sie gleich zu töten. Es kann auch ein Erlebnis sein, diese angekündigten „dynamischen Vorführungen“  zu verfolgen und die emotionalen Auswirkungen getriggert zu bekommen. Die angekündigte Unterhaltung fällt wohl unter die Kategorie „Brot und Spiele“. Zumindest die Wasserversorgung inklusive Trinkbecher, war für die ganze Familie kostenlos.

Unser Autor Nicolas Riedl begab sich an den Ort, von dem aus Verteidigungsminister Boris Pistorius seine Grußworte an alle Besucher dieser Werbeveranstaltungen für die Bundeswehr heraus schickte. Hören Sie seine Eindrücke in seinem Beitrag: „Die Panzer-Party“.

13:54

„Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler begangen: ein Attentat auf sich selbst.“ Das schrieb der existentialistische Philosoph Emil Cioran in den 70er-Jahren. Auch wer seinen Pessimismus nicht teilt, wird kaum abstreiten können, dass die Menschheit oder zumindest ein mit großer Macht ausgestatteter Teil davon, mittlerweile ein Waffenarsenal angesammelt hat, mit dem sich zumindest menschliches Leben weitgehend von der Erde tilgen ließe. Wenn sich dem Rest der Menschheit eine Mitschuld unterstellen lässt, dann, weil sie diese potenzielle Macht immer wieder zulässt. Hierin besteht übrigens keinerlei Unterschied zwischen den angeblichen Demokratien und den angeblich autoritären Staatsformen. Das Machtkontrollversagen der Bürger oder Untertanen ist systemübergreifend. Wir nähern uns diesem apokalyptischen Szenario mit großen Schritten. Umso bedeutender ist jede Stimme, die sich dieser Entwicklung entgegenstellt und für Frieden wirbt.

Mit unserer Reihe „Bücher gegen den Krieg“ möchten wir aufklären und der fortwährenden Propaganda von Regierung und Massen-Medien friedliche Positionen entgegenstellen. Lüge, Kriegshetze und ideologische Verblendung – ob mit oder ohne Hilfe von KI – ersetzen keine Wahrheit, egal wie laut sie hinausposaunt werden und wie sehr sie unsere Wahrnehmung beeinflussen. Radio München stellt sich gegen Krieg und Kriegstreiberei, gegen Kriegspropaganda und Feindbildpflege. Heute wieder mit einer Folge unserer Reihe Bücher gegen den Krieg. An jedem ersten Montag im Monat stellen wir ein Buch vor. Ob alt oder neu. Hauptsache gut und gegen den Krieg.

Folge 11: Hiroshima von John Hersey – vorgestellt von Jonny Rieder.

Sprecherin: Camilla Hildebrandt

8:00

Wer zahlt, schafft an – ist die simplifizierte Zusammenfassung des Falles Professor Michael Meyen. Ein Professor bildet Studenten, die am Ende dem Staat dienlich sein sollen. Dafür wird der üblicherweise verbeamtet oder hoch dotiert. Michael Meyen wurde, nach Anstrengung eines zweiten Disziplinarverfahrens nun vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Der Professor mit DDR-Vergangenheit hatte kritischeres Denken auch für seine Studenten im Sinn, als dem Bayerischen Staat genehm war.

   Hier sei kurz eingeschoben: Prof. Michael Meyen war es auch, der Radio München den Rücken stärkte, als wir für unsere kritische Berichterstattung in den ersten Corona-Monaten vom Staat in Form der Bayerischen Landesmedienzentrale gerügt wurden. -


Michael Meyens erstes Disziplinarverfahren handelt von seiner aktiven Beteiligung an der Zeitung „Demokratischer Widerstand“. Die folgenden Anwürfe könnten als Resultat der akribischen Suche gelten, dem unliebsamen Professor noch ein bisschen mehr anzuhängen. Michael Meyen steht nun also in der Reihe von Professoren, wie Alexander Kekulé, Christoph Kuhbandner, Sucharit Baghdi, Ulrike Guérot, Stefan Hockertz oder Stefan Homburg, die für ihre kritische Haltung dem Corona-Regime gegenüber akademisch diskreditiert wurden und disziplinarische Konsequenzen und mediale Diffamierungen erleiden mussten. Er lässt selbst in seinem Beitrag: „Ruhestand“ kurz seine Hochschullaufbahn Revue passieren.

25:47

Im letzten Jahr mussten sie sich „Superspreader“ nennen lassen, sie galten als Virenschleudern und hohe Infektionsquellen. Jetzt testen wir sie möglichst zwei Mal in der Woche nach Virenlast, und - wen wundert's – die sogenannten Infektionszahlen gehen in ihrer Gruppe nach oben, mit allen Konsequenzen, die wir kennen und folgen werden. Wir sprechen von Kindern und Jugendlichen, die für viele zu den größten Opfern dieser Krise gelten.

Prof. Dr. Stefan Hockertz hat sich jetzt mit den Auswirkungen des Lockdowns auf Kinder und Jugendliche auseinandergesetzt und das Buch „Generation Maske“ geschrieben. Prof. Stefan Hockertz ist Immunologe, Toxikologe und Pharmakologe, ist habilitiert an der Universität Hamburg und lange Jahre Hochschullehrer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er ist außerdem zum European Registered Toxicologist ernannt und verantwortlich für die Zulassungen von Arzneimitteln und Impfstoffen.

In diesem Zusammenhang hatten wir ihn auch schon zu den aktuellen Corona-Impfung befragt. Aber jetzt hat uns interessiert, woher seine Motivation kommt, die Kinder in den Fokus zu nehmen. Was treibt ihn jetzt an?

33:01

„Falsche Pandemien – Argumente gegen die Herrschaft der Angst“ ist das neue Buch von dem Mann betitelt, der von Beginn an in dieser sogenannten Corona-Pandemie diskreditiert und diffamiert wurde. Der Versuch, Dr. Wolfgang Wodarg mundtot zu machen, ist nicht gelungen. Das zeigt spätestens diese aktuelle Veröffentlichung. Er ist mehrfacher Facharzt, Epidemiologe und langjähriger Gesundheitspolitiker. Seit vielen Jahren engagiert er sich gegen die Korruption im Gesundheitswesen und in der Wissenschaft. 

23:05

Seit der letzten Buchmesse darf man ganz offiziell Begriffe verwenden, die vorher in der „no-go-Area“ gehalten wurden, bis hin zur strafrechtlichen Ahndung. Der Nationalphilosoph Richard-David Precht hat sie wieder salonfähig gemacht. Er thematisiert die Sorge um die Meinungsfreiheit in seinem neuen Buch „Angststillstand“. Hören Sie Milosz Matuscheks Rezension, oder eher Wutrede: „Precht spät dämmert es den Letzten: Ohne Redefreiheit keine Demokratie“, die Ende Oktober auf seinem Substack „freischwebende Intelligenz“ erschienen war. https://www.freischwebende-intelligen...

Matuschek, mit seinem frühen Gespür für Entwicklungen steuerte aktiv mit beispielsweise dem Projekt Pareto dagegen, einer freien, unzensierbaren Autorenplattform. Informationen finden Sie unter pareto.space. 

14:07

„Die Technologie neigt dazu, alle Attribute des religiösen Denkens, der magischen und animistischen Vernunft und des künstlerischen Schaffens sich allein einzuverleiben. Es ist noch nicht lange her, als angenommen wurde, das künstliche Objekt entferne den Menschen von der Welt. Heute ist es keine Frage der Entfernung mehr, sondern die Frage einer möglichen Verschmelzung, da die Welt selbst dazu neigt, künstlich zu werden.“
Das schreibt Achille Mbembe, Historiker und Politikwissenschaftler aus Kamerun, in seinem Buch „Die terrestrische Gemeinschaft. Technik, Animismus und die Erde als Utopie“. Inspiration und Hoffnung findet der Autor in Afrika. Jenem Kontinent, den unsere – je nach Blickwinkel westliche oder nördliche – Zivilisation gerne reduziert auf Schlagwörter wie Krieg, Hunger, Despotie, Überbevölkerung und Aberglaube. In den alten Stammeskulturen findet Mbembe eine ganz andere Haltung, ein ganz anderes Verständnis der Welt. Das könnte uns helfen, die Natur nicht als Feind zu betrachten, den es zu bezwingen gilt, sondern als Ort, an dem alles mit allem verbunden ist und niemand sich zum Herrscher aufschwingen kann, ohne den anderen und letztlich auch sich selbst zu schaden: 
„Dieser Gemeinschaft der Erde entspricht die grundlegende Universalität aller ihrer Bewohner. Weder die menschlichen Personen noch die anderen Wesen zusammengenommen sind die Eigentümer der Erde. Sie sind dort Erdenbürger, insofern sie alle in den Genuss eines unbestreitbaren Platzes auf ihr kommen.“ 
Unser Autor Jonny Rieder hat Mbembes Buch gelesen und darüber nachgedacht.

Eine Kolumne von Michael Sailer, jeden ersten Freitag bei Radio München, nachzulesen auf sailersblog.de.


Belästigungen 6/2025: Im Antigleichschritt Marsch! – Deutschland wiederholt sich

Eine Anmerkung vorab: Das folgende ist eine Sammlung von Gedanken, nur teilweise geordnet, teils fragmentarisch, mäandernd, aber hoffentlich trotzdem wert, gelesen zu werden.

Am 3. Oktober 1941 meldete sich Adolf Hitler nach monatelangem Schweigen öffentlich zu Wort, im Berliner Sportpalast, zunächst ungewohnt verhalten, dann aber so, wie man ihn kannte: Der im Juni mit Verspätung – weil erst noch Jugoslawien zerschlagen werden mußte – begonnene Angriffskrieg gegen „die Russen“ sei unvermeidlich gewesen, um einem russischen Überfall zuvorzukommen, bellte er. In der Sowjetunion habe sich „gegen Europa eine Macht zusammengeballt, von der leider die meisten keine Ahnung hatten und viele auch heute noch keine besitzen“. Eine „einzige Waffenfabrik“ sei die UdSSR gewesen, eine „Waffenfabrik gegen Europa“. Ein „zweiter Mongolensturm“ habe gedroht! Diese Gefahr sei abgewendet worden, und die Nachwelt werde feststellen, daß damit eine „neue Zeitenwende“ begonnen habe. Auch diesen Kampf habe er nicht gewollt, er sei dazu gezwungen worden. Weiterlesen ....

Wo, wenn nicht in Dresden, sollte man sich einig sein, in der Frage nach „Krieg oder Frieden“? Doch 80 Jahre nach der flächendeckenden Brandbombardierung Dresdens macht sich in dieser Stadt wieder verdächtig, wer so etwas selbstverständliches wie Frieden einfordert. Am vergangenen Karfreitag fand eine große Friedensprozession in der sächsischen Metropole statt. Kriegerisch jedoch war die Berichterstattung. Mit Falschbehauptungen und verdrehungen wurde die Friedensaktion und deren Akteure beschädigt. Dorne im Auge der Betrachter waren womöglich Dieter Hallervorden und die Politologin Ulrike Guérot mit Reden, die dringender nicht sein könnten. Ulrike Guérot stellte zugleich das European Peace Project vor, das am 9. Mai mit jedem einzelnen von uns in ganz Europa stattfindet. Der Liedermacher Jens Fischer Rodrian war am Karfreitag ebenfalls vor Ort und widmete der Rede von Guérot eine Friedensnote. Hören Sie seinen Beitrag mit dem Titel „Wiederauferstehung eines Friedensprojekts“. https://europeanpeaceproject.eu/en/