Radio München (Medienpräsenz)

20:41

In dieser Ausgabe der Friedensnoten fragt sich Marcus Klöckner, was von Peter Maffay's Song „Eiszeit“ aus dem Jahr 1982, der inmitten einer Aufrüstungs-Euphorie eine nukleare Katastrophe beschwor, auf heute zu übertragen wäre. 

Das Hamburger Video

(Gitarrensolo ab 4:11)

Songtext zu „Eiszeit“]

[Strophe 1]
Berge spucken Lava aus
In den silberklaren Mond
Aschenregen fällt auf uns
Die Erde hat Milliarden Volt
Und aus den Quellen schießt
Glut so hoch bis zum Saturn
Atlantis kommt jetzt hoch
Doch wo bleibt der Mensch, der sich daran freut?

[Refrain]
Eiszeit
Eiszeit
Wenn die Meere untergeh'n
Und die Erde bricht

Kontinente rasen dann
In Sekunden auf sich zu
Wer sieht noch den letzten Blitz
Dann vor dieser Explosion?
Die Wolken sind so rot
Und wo einst die Wüste war
Gähnt nur ein schwarzes Loch
Und der letzte Mensch bittet um den Tod

Dann hat kein Sprengkopf mehr
Irgendwo ein letztes Ziel
Bleibt dies nur Utopie?
Rotes Telefon, wenn du versagst

Wenn die Meere untergeh'n
Und die Erde bricht (Und die Erde bricht)
Eiszeit (Eiszeit)
Eiszeit
Wenn die Meere untergeh'n
Und die Erde bricht (Wenn die Erde bricht)

14:57

„Der Begriff Propaganda ist in der Matrix des Westens systematisch verdreht worden. Propaganda: Das ist das, was die anderen machen. Nazis und Kommunisten vorzugsweise, aber auch alle sonstigen Gegner und Feinde. Das Kopfkino hat die Bilder schnell parat. Männer mit wilden Bärten, die in Videos mit Mord und Totschlag drohen und manchmal gleich noch zeigen, was sie damit meinen. Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast: Wollt ihr den totalen Krieg? Propaganda: Das ist der Anfang vom Ende. Das ist Lüge plus Emotion.“

Das schreibt der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen in seinem Buch „Die Propaganda-Matrix“. Es handelt von der alltäglichen Propaganda, der wir im Westen ausgesetzt sind, speziell in Deutschland, und wie sie funktioniert. Die feinen Mechanismen innerhalb der Redaktionen. Das Buch, das wir als letzte Folge unserer Reihe Bücher gegen den Krieg vorstellen, zeigt eine weitere Perspektive der Propaganda westlicher Medien: die Rolle der USA seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Hören Sie jetzt: „Gesteuerte Wahrheit – Wie Politik, NGOs und Geheimdienste westliche Medien lenken“ von Thomas Röper – vorgestellt von Jonny Rieder.

15:12

In der Kolumne ‚Belästigungen‘ befasst sich Michael Sailer seit mehr als einem Vierteljahrhundert witzig, eigensinnig und manchmal auch provozierend mit … Belästigungen, nicht nur, aber auch und manchmal gerade in München.

27:30

Der Sieger schreibt die Geschichte, die in seine Bücher und lehrt sie in seinen Schulen und Universitäten. So bleibt er immer Sieger und mächtig. Wir erleben in diesem Land einen Krieg, der vor allem mit den Waffen der Desinformation und gleichzeitiger Unterdrückung von freien Informationen und Informationsaustausch stattfindet. Jetzt ist es offenbar wichtig, auch das Lernen und das Lehren zu befreien. Parallel zum Rauswurf von Professoren und Mitarbeitern aus Universitäten aufgrund von „falscher Gesinnung“ entstanden eine Reihe neuer privater Akademien. Beispielhaft: Die Freie Medienakademie von Antje & Michael Meyen, die Utopie Akademie von Ulrich Gausmann oder die freischwebende Akademie skool von Milosz Matuschek für diejenigen, die das Vertrauen in die staatlichen Institutionen verloren haben und lernen wollen, sich unabhängig zu machen.

Am 15. September wird nun eine Lehranstalt mit dem Namen Brainbooster.Academy aus der Taufe gehoben, in der die Referenten jeweils vierteilige Seminare zu ausgewählten Themen halten. Der Gründer der brainbooster.academy heißt Kayvan Soufi Siavash.

10:51

Friedensnoten - Den unteilbaren Frieden besprechen Bertolt Brecht und Hans Eisler in ihren klassischen Chansons und die Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Gabriele Gysi. Alle feiern sie die Universalität der Friedenssehnsucht.
Gabriele Gysi analysiert die Fehlentwicklungen des herrschenden Zeitgeists und spricht sich vehement gegen die Weltbeglückungsambitionen eines einzelnen Staatenbundes aus. „Nicht über und nicht unter anderen Völkern wollen wir sein.“ Ein Beitrag zu der Aktion medienübergreifenden Aktion #Friedensnoten.

Das Friedenslied singt Gisela May, die Kinderhymne Ernst Busch.

Sprecherin: Sabrina Khalil.

12:31

Der ganzheitliche Niedergang Europas und der USA offenbart sich vor allem im Umgang mit Konflikten. Nach innen, aber vor allem nach außen. Anstatt Verhandlungsbereitschaft zu zeigen und ernsthaft zu versuchen, Argumente und Sichtweisen der anderen Seite zu verstehen, provozieren und drohen sie, verweigern sich dem Dialog, schaden damit ihren eigenen Bürgern. Die Geschichte zeigt, dass der einzige Weg zu echtem Frieden über Vertrauen und Partnerschaft geht. Von einem guten Verhältnis profitieren bei Seiten – unter einem schlechten Verhältnis leiden beide. Da funktioniert Geopolitik nicht anders als Nachbarschaft im Privaten. Um es mit Nelson Mandela zu sagen, dem Großmeister der Vergebung: „Wenn Sie mit Ihrem Feind Frieden schließen wollen, müssen Sie mit ihm zusammenarbeiten. Dann wird er Ihr Partner.“  
Genau das macht Friedenstüchtigkeit aus: Nicht drohen, sondern die Hand reichen.
Das hat sich in den verstockten Regierungen und Medien Europas noch nicht herumgesprochen. Deshalb helfen wir von Radio München gerne nach.
Waffen führen zum Krieg. Krieg führt in den Untergang. Oder ist die Todessehnsucht so stark?
Nicht bei uns. Wir lieben das Leben. Und wir kämpfen dafür. Friedlich, aber beharrlich. Unter anderem mit unserer Reihen „#Friedensnoten“ und „Bücher gegen den Krieg“. Jeden ersten Montag im Monat stellen wir ein Buch vor, das die Kriegstreiber und Profiteure der Gewalt entlarvt und zeigt, wer die Kosten von Rüstung und Kriegen zu tragen hat: wir alle.

Hören Sie in der 12. Folge: „Krieg ist Verachtung des Lebens“ von Linn Stalsberg – vorgestellt von Jonny Rieder.

Sprecherin: Camilla Hildebrandt

13:13

Informationen, Erlebnis und Unterhaltung kündigte die Bundeswehr für den 6. Juni an und lud unter anderem nach Neubiberg bei München zum Tag der Bundeswehr ein. Es kann informativ und für manche interessant sein, wie weit die Technik gediehen ist, anderen, die nicht zum „WIR“ gehören, Angst zu machen oder sie gleich zu töten. Es kann auch ein Erlebnis sein, diese angekündigten „dynamischen Vorführungen“  zu verfolgen und die emotionalen Auswirkungen getriggert zu bekommen. Die angekündigte Unterhaltung fällt wohl unter die Kategorie „Brot und Spiele“. Zumindest die Wasserversorgung inklusive Trinkbecher, war für die ganze Familie kostenlos.

Unser Autor Nicolas Riedl begab sich an den Ort, von dem aus Verteidigungsminister Boris Pistorius seine Grußworte an alle Besucher dieser Werbeveranstaltungen für die Bundeswehr heraus schickte. Hören Sie seine Eindrücke in seinem Beitrag: „Die Panzer-Party“.

13:55

„Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler begangen: ein Attentat auf sich selbst.“ Das schrieb der existentialistische Philosoph Emil Cioran in den 70er-Jahren. Auch wer seinen Pessimismus nicht teilt, wird kaum abstreiten können, dass die Menschheit oder zumindest ein mit großer Macht ausgestatteter Teil davon, mittlerweile ein Waffenarsenal angesammelt hat, mit dem sich zumindest menschliches Leben weitgehend von der Erde tilgen ließe. Wenn sich dem Rest der Menschheit eine Mitschuld unterstellen lässt, dann, weil sie diese potenzielle Macht immer wieder zulässt. Hierin besteht übrigens keinerlei Unterschied zwischen den angeblichen Demokratien und den angeblich autoritären Staatsformen. Das Machtkontrollversagen der Bürger oder Untertanen ist systemübergreifend. Wir nähern uns diesem apokalyptischen Szenario mit großen Schritten. Umso bedeutender ist jede Stimme, die sich dieser Entwicklung entgegenstellt und für Frieden wirbt.

Mit unserer Reihe „Bücher gegen den Krieg“ möchten wir aufklären und der fortwährenden Propaganda von Regierung und Massen-Medien friedliche Positionen entgegenstellen. Lüge, Kriegshetze und ideologische Verblendung – ob mit oder ohne Hilfe von KI – ersetzen keine Wahrheit, egal wie laut sie hinausposaunt werden und wie sehr sie unsere Wahrnehmung beeinflussen. Radio München stellt sich gegen Krieg und Kriegstreiberei, gegen Kriegspropaganda und Feindbildpflege. Heute wieder mit einer Folge unserer Reihe Bücher gegen den Krieg. An jedem ersten Montag im Monat stellen wir ein Buch vor. Ob alt oder neu. Hauptsache gut und gegen den Krieg.

Folge 11: Hiroshima von John Hersey – vorgestellt von Jonny Rieder.

Sprecherin: Camilla Hildebrandt

8:01

Wer zahlt, schafft an – ist die simplifizierte Zusammenfassung des Falles Professor Michael Meyen. Ein Professor bildet Studenten, die am Ende dem Staat dienlich sein sollen. Dafür wird der üblicherweise verbeamtet oder hoch dotiert. Michael Meyen wurde, nach Anstrengung eines zweiten Disziplinarverfahrens nun vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Der Professor mit DDR-Vergangenheit hatte kritischeres Denken auch für seine Studenten im Sinn, als dem Bayerischen Staat genehm war.

   Hier sei kurz eingeschoben: Prof. Michael Meyen war es auch, der Radio München den Rücken stärkte, als wir für unsere kritische Berichterstattung in den ersten Corona-Monaten vom Staat in Form der Bayerischen Landesmedienzentrale gerügt wurden. -


Michael Meyens erstes Disziplinarverfahren handelt von seiner aktiven Beteiligung an der Zeitung „Demokratischer Widerstand“. Die folgenden Anwürfe könnten als Resultat der akribischen Suche gelten, dem unliebsamen Professor noch ein bisschen mehr anzuhängen. Michael Meyen steht nun also in der Reihe von Professoren, wie Alexander Kekulé, Christoph Kuhbandner, Sucharit Baghdi, Ulrike Guérot, Stefan Hockertz oder Stefan Homburg, die für ihre kritische Haltung dem Corona-Regime gegenüber akademisch diskreditiert wurden und disziplinarische Konsequenzen und mediale Diffamierungen erleiden mussten. Er lässt selbst in seinem Beitrag: „Ruhestand“ kurz seine Hochschullaufbahn Revue passieren.

25:48

Im letzten Jahr mussten sie sich „Superspreader“ nennen lassen, sie galten als Virenschleudern und hohe Infektionsquellen. Jetzt testen wir sie möglichst zwei Mal in der Woche nach Virenlast, und - wen wundert's – die sogenannten Infektionszahlen gehen in ihrer Gruppe nach oben, mit allen Konsequenzen, die wir kennen und folgen werden. Wir sprechen von Kindern und Jugendlichen, die für viele zu den größten Opfern dieser Krise gelten.

Prof. Dr. Stefan Hockertz hat sich jetzt mit den Auswirkungen des Lockdowns auf Kinder und Jugendliche auseinandergesetzt und das Buch „Generation Maske“ geschrieben. Prof. Stefan Hockertz ist Immunologe, Toxikologe und Pharmakologe, ist habilitiert an der Universität Hamburg und lange Jahre Hochschullehrer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er ist außerdem zum European Registered Toxicologist ernannt und verantwortlich für die Zulassungen von Arzneimitteln und Impfstoffen.

In diesem Zusammenhang hatten wir ihn auch schon zu den aktuellen Corona-Impfung befragt. Aber jetzt hat uns interessiert, woher seine Motivation kommt, die Kinder in den Fokus zu nehmen. Was treibt ihn jetzt an?