weltnetzTV (Medienpräsenz)

13:09

Die Palästinensische Gemeinde Bremen und Umgebung hatte am 19. September 2026 wieder aufgerufen zu einer Kundgebung und einer Demonstration vom Hauptbahnhof durch die belebte Innenstadt bis zum Marktplatz. Auf der Obernstraße, der Hauptgeschäftsstraße, wurde ein Zwischenstopp eingelegt. Rodolfo Bohnenberger von aufstehen Bremen hielt eine eindrucksvolle Rede [ab Min. 5:00], die sich an die vielen Passanten richtete. Er erinnerte an das unendliche Leiden der Palästinenser in Gaza und in der Westbank. In aller Schärfe kritisierte er die trotz aller Kritik fortbestehende Unterstützung Israels durch die deutsche Bundesregierung einschließlich der fortgesetzten Waffenlieferungen. Es sprachen: Ebubekir Kilinc (Palästinensische Gemeinde Bremen) und Rodolfo Bohnenberger (aufstehen Bremen)

Die Rede von Rodo Bohnenberger hier zum Downoad: dpg-netz-bremen.de 19.09.2026

52:43

Vor dem 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg in Gaza war Israel ein tief gespaltenes Land. Woche für Woche gingen Hunderttausende Israelis auf die Straße, um zu verhindern, dass die als „Justizreform“ betitelten Pläne der Regierung um Ministerpräsident Netanjahu in die Tat umgesetzt würden. Diese sahen vor, der Regierung die Kontrolle über die Ernennung von Richter*innen zu übertragen und die Kompetenzen des israelischen Verfassungsgerichts stark zu beschneiden. Effektiv hätte eine derartige Aushebelung der Gewaltenteilung das Ende für die israelische Demokratie bedeutet.

Während es zunächst danach aussah, als habe der 7. Oktober und der darauf-folgende Krieg die Pläne vorläufig gestoppt, treibt die Regierung Netanjahu ihre Pläne für einen tiefgreifenden Staatsumbau im Nebel des Krieges in Gaza und nun mit dem Iran weiter voran. Dabei geht es um nicht weniger als das Fortbestehen der israelischen Demokratie.

Mit den noch 2026 anstehenden Wahlen in Israel soll diese Veranstaltung daher einen Überblick über die aktuellen innenpolitischen Kämpfe in Israel bieten. Dabei soll geklärt werden welche gesetzlichen Vorstöße die Justizreform umfasst, von welchen politischen Strömungen sie vorangetrieben wird und welche konkre-ten Gefahren sie für die israelische Demokratie birgt.
 

1:01:43

Wie stabil ist Putins Macht angesichts der Wahlen in Russland? Journalist Ulrich Heyden berichtet aus Moskau über das Wahlsystem, die wichtigsten Parteien und die Stimmung in der Bevölkerung. Im Gespräch geht es um wirtschaftliche Sorgen, den Ukrainekrieg, das Verhältnis zum Westen und die Frage, ob sich an der politischen Dominanz von Einiges Russland etwas ändern könnte.

Kurze Anmerkung von Ulrich Heyden: Die KPRF hat bei den Duma-Wahlen 2021 nicht 13 sondern 18,9 Prozent bekommen.

Das Gespräch führte Reinhard Schuberth

  •    Wahl der 450 Duma-Abgeordneten zu je 50 % über Listen (Verhältniswahl) und direkt; 10 teilnehmende Parteien: u.a. EINIGES RUSSLAND (Regierungspartei), KPRF (Kommunisten), LDPR (bis 2022 Schirinowski), GERECHTES RUSSLAND, NEUE LEUTE , … Die Partei яблоко (2021 1,3 % der Stimmen) wurde nicht zur Wahl zugelassen
  •    die Wahl erfolgt in Wahllokalen und online, ca. 6-7 Mio. Flüchtlinge aus Ukraine und Bürger der vier neuen Oblaste nehmen an Wahl teil
  •    wesentliche Veränderungen zum Ergebnis der Wahlen 2021 werden nicht erwartet
  •    Putin wird als Präsident von der breiten Öffentlichkeit nicht in Frage gestellt; es gibt keinen bekannten Nachfolge-Kandidaten
  •    Ursachen der gestiegenen Russophobie werden nicht mit finanzieller Krise des Westens oder Geschichte in Verbindung gebracht; (etwas naive) Enttäuschung über Auferstehung der Nazi-Enkel an den Schalthebeln der Macht in Deutschland
  •    fehlende Geschichtsaufarbeitung zum Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion in Deutschland

45:17

Vortragstext

Mindestens 38.000 Frauen und Mädchen wurden laut UN Women zwischen Oktober 2023 und Dezember 2025 in Gaza getötet. 11.000 Frauen und Mädchen erlitten Verletzungen, die zu lebenslangen Behinderungen führen.

Diejenigen, die (bisher) überlebt haben, kämpfen täglich mit dem Verlust von Angehörigen, psychischem Trauma, Hunger, fehlendem Trinkwasser, wiederholten Vertreibungen, Bombardierungen und dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

Das Familienleben in Gaza wurde dadurch grundlegend verändert. Zehntausende Haushalte werden mittlerweile von Frauen geführt.

Das Leid der palästinensischen Bevölkerung, in Zelten lebend, zusammengedrängt auf immer weniger Raum, unter ständigen militärischen Angriffen, ist unvorstellbar. Gaza ist zum Friedhof des internationalen Rechts geworden. Martha Tonsern schildert in bewegenden Worten die Lebensrealität von Frauen und Mädchen in Gaza. Ihren ständigen Kampf ums Überleben, ohne Privatsphäre in Zelten lebend, ohne einen Raum für sich, unter chronischem Wassermangel und einem chronischen Mangel an Hygiene und Hygieneartikeln. Die Gesundheitsdienste sind zusammengebrochen und Frauen sind einer zunehmenden geschlechtsspezifischen Gewalt ausgesetzt. "Der eigentlich schlimmste Aspekt dabei ist, dass eigentlich kein Ende in Sicht ist." 

Die Begriffe Femizid und Genozid müssten verknüpft werden, so Martha Tonsern. Das Leid, das Frauen angetan wird, sei weder zufällig noch willkürlich, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Versuchs Israels geworden, die palästinensische Geselllschaft zu zerstören.

Dr. Martha Tonsern ist Mitarbeiterin an der Palästinensischen Botschaft in Wien. Sie lebte mehrere Jahre in Ostjerusalem und im Westjordanland und promovierte über das Thema "Palästinensische Frauen zwischen Besatzung und Patriarchat". 

13:57

In der aktuellen Folge der Wahrheits-Schau nehmen sich Diether Dehm und die Redaktion wieder die brisantesten politischen Entwicklungen und medialen Narrative vor: Vom Bildungsauftrag der Regierung gegen Wahlergebnisse von AfD und BSW über die Rüstungsoffensive der NATO bis hin zur Rolle der Deutschen Bahn im Kriegsfall. Im Fokus der Satire-Nachrichten stehen außerdem die Diffamierung von Andersdenkenden wie Alexander Wallasch durch die Antifa sowie geplante KI-Überwachungssysteme im Auto. Am Ende der Sendung folgt ein ausführliches Gespräch mit dem Liedermacher Tino Eisbrenner über Spaltungstendenzen und Egoismen innerhalb der Friedensbewegung sowie die politische Verantwortung im Vorfeld von Wahlen.

In dieser Folge:

– Rüstung & Meinungsdiktatur: Wie die Methoden früherer Epochen heute unter neuen Deckmänteln und Regenbogenflaggen wiederkehren – und wie regierungsnahe NGOs Schritt für Schritt den öffentlichen Diskurs verengen.

– Mehr Geld gegen „falsche“ Wahlergebnisse: Grüne und Linke fordern als Reaktion auf Erfolge von AfD und BSW mehr Fördermittel für Correctiv und Co. – politische Bildung als Instrument gegen Friedenspositionen.
– Pazifismus als Bildungsdefizit: Die NATO kürt Deutschland zum Rüstungs-Europameister, während Pazifismus kurzerhand als gefährliche intellektuelle Spielerei abgetan wird.
– Deutsche Bahn an die Ostfront: Warum Investitionen in das Schienennetz plötzlich strategische Priorität haben, um schweres Kriegsgerät Richtung Osten transportieren zu können.
– Antifa-Hetze gegen Journalisten: Publizist Alexander Wallasch wird vor der eigenen Haustür als „Nazi“ diffamiert – ein Blick auf den zunehmenden Druck auf alternative Stimmen.
– KI-Überwachung im Auto: Warum künftige Pkw-Registrierungssysteme nicht nur Promille und Tempo, sondern womöglich auch regierungskritische Äußerungen und Friedensappelle im Fahrzeuginneren registrieren sollen.
– Interview mit Tino Eisbrenner: Der Liedermacher spricht über Spaltungen in der Friedensbewegung, die Sucht nach medialer Anerkennung, Kulturbrücken nach Russland und die Rolle des BSW als parlamentarische Friedenskraft.

Zeitmarken

00:00 Intro & Themenüberblick: Rüstung, Propaganda & NGO-Diktatur 
03:32 Satire-Nachrichten (NGO-Förderung, NATO & Panzer auf Schienen) 
05:48 Diffamierung von Alexander Wallasch & KI-Überwachung im Auto 
07:15 Interview mit Tino Eisbrenner: Ursachen für Spaltung in der Friedensbewegung 
09:20 Kulturbrücke nach Russland & Dialog statt Feindbild 
11:00 Ego-Fallen, Bündnisarbeit & gemeinsame Appelle 
12:15 Warum die Friedensbewegung eine starke politische Vertretung (BSW) braucht 
13:38 Fazit

15:23

In der aktuellen Folge der Wahrheits-Schau begrüßt Diether Dehm den reichweitenstarken Analysten und Influencer Deniz Karabag. Gemeinsam sezieren sie die geopolitischen Fehleinschätzungen der deutschen Politik, hinterfragen die Logik der aktuellen Aufrüstungsdebatte und diskutieren, warum wahre Diplomatie oft an ideologischen „Brandmauern“ scheitert.

In dieser Folge:
– Denis Karabag exklusiv: Der scharfzüngige Blogger über die „naive Elite“ in Deutschland und warum wir geopolitische Verschiebungen – insbesondere die Rolle der Türkei als Gamechanger – sträflich ignorieren. 
– Die Türkei als Machtfaktor: Warum der Bosporus mehr ist als nur eine Wasserstraße und weshalb die deutsche Arroganz gegenüber Ankara uns in der Weltpolitik ins Abseits befördert hat. 
– Brandmauern einreißen: Denis Karabg  über die destruktive Ellbogenmentalität der Parteien und sein Plädoyer für Sachpolitik über ideologische Grenzen hinweg – ob AfD, Linke oder BSW. 
– Die Logik des Krieges: Eine militärische Analyse der Behauptung, Russland würde erst 2029 angreifen. Warum man laut Karabak als Soldat nicht wartet, bis der Gegner aufgerüstet hat, und was hinter der politischen Rhetorik wirklich steckt. 
– Borussia Dortmund & Rheinmetall: Die Wahrheits-Schau blickt satirisch auf den „Taxiteller“ der Rüstungsindustrie und die Frage, wie viel Moral im Profifußball für Sponsorenmillionen geopfert wird. 
– FAZ & der „Massenmordaufruf“: Eine kritische Auseinandersetzung mit medialen Grenzüberschreitungen und der Reaktion des Deutschen Journalistenverbandes auf umstrittene Kolumnen. 
– Hiroshima & die „Friedensminister“: Warum das Gedenken an atomare Katastrophen heute oft für neue Aufrüstungsnarrative instrumentalisiert wird. 
– Rückkehr zum Dialog: Die Vision einer Politik, die erst denkt, dann handelt und schließlich Brücken baut, statt sie einzureißen.

19:59

17.08.2026

Die Palästinensische Gemeinde Bremen und Umgebung hatte am 15. August 2026 zu einem großen Auto-, Motorrad- und Fahrrad-Konvoy aufgerufen. Etwa 50 mit Palästina-Fahnen geschmückte Autos sowie zahlreiche Motorräder und Fahrräder kurvten durch halb Bremen. Für Gaza! Für Palästina! Das Orga-Team hatte auch extra einen ebenso eindrucksvollen wie eingänglichen Song produziert, der viel Beachtung fand. Die Reaktionen am Straßenrand reichten von Gleichgültigkeit bis zu großer Zustimmung und Unterstützung.

29:00

Das Bremer Friedensforum im Bündnis mit vielen weiteren Initiativen und Organisationen hatte am 1. September zum zum traditionellen Antikriegstag auf dem Bremer Marktplatz aufgerufen. 
Es sprachen: Ulrike Eifler (IG-Metall Würzburg)
Linus und Henry (Internationaler Jugendverband Bremen)
Ebubekir Kilinc (Palästinensische Gemeinde Bremen)
Wilfried Meyer (GEW Bremen)

35:39

Die Global Sumud Flotilla hatte im April 2026 den Versuch gestartet, mit über 70 Schiffen und mit über 1000 Teilnehmern aus 70 Ländern von Barcelona über das Mittelmeer nach Gaza zu gelangen. Die Flotilla wurde von Israel angegriffen. 22 Boote wurden unter Kontrolle gebracht und 175 Aktivisten zunächst auf ein Gefängnisschiff und dann in verschiedene Abschiebungsgefängnisse verschleppt. Das Schiff "Handala II" ist über verschiedene Häfen in Skandinavien bis nach Kiel gelangt. Nach einer Havarie musste es zurückkehren nach Dänemark und musste leider die geplante Solidaritätstour nach Bremerhaven abbrechen. Fünf Crewmitglieder (darunter zwei Norwegerinnen, eine israelische Jüdin und ein Deutscher) kamen am 16. August zu einer Solidaritätsveranstaltung nach Bremen. Sie berichteten als direkt Betroffene über die brutalen Angriffe der israelischen Marine und über die Haftbedingungen in den verschiedenen israelischen Abschiebegefängnissen. 
Veranstaltet von: AK Nahost, Seeds of Palestine, Bremer Friedensforum
Video: Marlies und Sönke Hundt (DPG Bremen)

1:28:46

Sabine Kebir befragt Moshe Zuckermann und Florian Rötzer zu ihrem neuen Buch ´In der Wüste der Gegenwart`. Es geht um den Zustand der demokratischen Kultur, des kritischen Diskurses, das Erstarken der Rechten, den Wandel durch neue Medien und KI 

Zeitmarken

00:00 Begrüßung und Vorstellung der Gäste 
03:55 Verliert die westliche Kultur ihr Selbstvertrauen? 
05:21 Intellektuelle, Macht und unabhängiges Denken 
11:22 Warum bietet das alternative Denken der Weimarer Republik heute kaum noch Orientierung? 
13:27 Die 68er-Bewegung, RAF, Computer und das Ende des Fortschrittsglaubens 
16:58 Der Paradigmenwechsel der Postmoderne 
26:59 Vernunft, Gemeinwohl und die Grenzen der Moderne 
34:10 Minderheiten, große Erzählungen und rationale Gesellschaftskritik 
40:09 Digitale Medien und der Aufstieg der politischen Rechten 
48:55 Rassismus, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz 
53:46 Marx, Maschinen und die Zukunft der Arbeit 
55:20 Welche Abhängigkeiten entstehen durch digitale Medien und KI? 
57:24 Privatbesitz der Produktionsmittel als Grundproblem 
58:15 Auslagerung menschlicher Denkleistung an KI 
01:01:12 Chancen der KI – Medizin und Diagnostik 
01:02:09 Vereinfachung der Sprache und der Verlust reflektierten Denkens 
01:05:23 KI als scheinbar objektive Instanz 
01:09:15 Wie müsste Bildung im KI-Zeitalter aussehen? 
01:15:39 Distinktionsmittel, Technikabhängigkeit und Bildung 
01:20:21 Musik, Kreativität und die Grenzen künstlicher Intelligenz 
01:26:xx Schlusswort und Verabschiedung