29:49

In der aktuellen Ausgabe von „phoenix persönlich“ spricht Jörg Thadeusz mit der Historikerin und Publizistin Katja Hoyer über die Weimarer Republik, die DDR sowie über politische Herausforderungen der Gegenwart.

Hoyer plädiert dafür, Geschichte aus der Perspektive der Menschen zu erzählen, die sie erlebt haben und sie nicht zu sehr aus der heutigen Perspektive zu bewerten. Auch vor vorschnellen Vergleichen zwischen Weimar und der Gegenwart warnt sie: „Man muss sich auf bestimmte Muster oder bestimmte Dynamiken berufen“, nicht aber historische Konstellationen eins zu eins übertragen.

Mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stellt Hoyer zugleich einen grundlegenden Wandel fest: „Der historische Moment ist da, weil sich der ganze Diskurs verschoben hat.“ Katja Hoyer ist in Brandenburg aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren in Großbritannien und forscht am King’s College London.

3:11

phoenix-Reporter Michael Krons im Gespräch mit Avi Primor (ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland) über die politische Situation in #Israel und die Bildung einer Regierung am 02.03.20

32:00

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet den Osten der Ukraine als historisch russisches Gebiet. Die Ukraine sei ein integraler Bestandteil der eigenen Geschichte, erklärt Putin in einer Rede zur Lage in der Ost-Ukraine.

Wenig später unterzeichnete Putin ein Dekret, dass die selbsternannten pro-russischen Separatistengebiete in der Ostukraine als eigenständige Staaten anerkennt.

Russlands Präsident Wladimir Putin spricht der Ukraine ab, eine eigene Staatstradition zu haben. Dem Land sei es nie gelungen, einen stabilen Staat zu schaffen, sagt Putin. Deshalb habe sich die Ukraine auf andere Länder wie die USA verlassen müssen.

Putin ordnete zudem die Entsendung von Truppen in die Ostukraine an. Es würden Friedenstruppen in die abtrünnigen Regionen in der Ost-Ukraine gesendet.

23:50

Zeitmarken

In diesem Video vom 21. Februar 2022 ist eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates der Russischen Föderation zu sehen, in der Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergei Lawrow die damalige Lage in der Ostukraine (Donbas) sowie die Sicherheitsforderungen Russlands an den Westen erläutern.

  • Vorgeschichte aus russischer Sicht: Putin führt die Entstehung der Konflikte auf den "verfassungswidrigen und blutigen Umsturz" in der Ukraine im Jahr 2014 zurück [00:43]. Er betont, dass Russland von Anfang an versucht habe, die Differenzen mit friedlichen Mitteln zu lösen [01:41].
  • Kritik am Minsker Abkommen: Putin wirft der Kiewer Führung vor, die Minsker Vereinbarungen nicht umsetzen zu wollen und dies sogar öffentlich auf höchster Ebene zu erklären [03:08].
  • Sicherheitsgarantien und NATO: Außenminister Lawrow berichtet über die Reaktionen der USA und der NATO auf die russischen Forderungen von Ende Dezember 2021 [09:14]. Er stellt fest, dass der Westen nicht bereit sei, auf die zentrale Forderung einer Nicht-Osterweiterung der NATO einzugehen [09:41].
  • Bedrohungsszenarien: Putin erklärt, dass eine Aufnahme der Ukraine in die NATO die Bedrohung für Russland vervielfachen würde, da bei einem Versuch der Ukraine, die Krim oder den Donbas zurückzuerobern, der gesamte NATO-Block aufgrund von Artikel 5 in den Konflikt hineingezogen werden könnte [06:20].
  • Anerkennung der "Volksrepubliken": Das Ziel der Beratung ist es, über die Bitten der Leiter der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk zu entscheiden, deren Souveränität anzuerkennen [04:15].
  • Diplomatische Bemühungen: Lawrow erwähnt ein geplantes Treffen mit US-Außenminister Blinken in Genf [19:03] und betont, dass Russland zwar zu weiteren Gesprächen bereit sei, aber klare Antworten auf die Kernfragen der europäischen Sicherheitsarchitektur verlange [17:34].