A Century of Media, A Century of War
Die im Laufe eines Jahrhunderts entstandenen Verbindungen zwischen Krieg und Medien sind lang und tief. Wie dieses Buch zeigt, war die Geschichte des Krieges und seine Erzählung ein Kampf um die öffentliche Wahrnehmung. Die Auswahl, welche Geschichten erzählt und welche ignoriert werden, trägt dazu bei, vergangene Schlachten zu rechtfertigen und zukünftige Kriege sicherzustellen. Narrative von Protest und Schmerz, Niederlage und Leid, Schuld und Missbrauch finden inmitten der kraftvollen Mythen von Krieg und Heldentum kaum Gehör.
Forged over the course of a century, the connections between war and media run long and deep. As this book reveals, the history of war and its telling has been a battle over public perception. The selection of which stories are told and which are ignored helps justify past battles and ensure future wars. Narratives of protest and pain, defeat and suffering, guilt and abuse struggle to be heard amid the empowering myths of war and heroism.
Wie Robin Andersen argumentiert, hat die Geschichte des Kampfes zwischen Krieg und seiner Darstellung die Art und Weise, wie Krieg geführt wird, und die Art und Weise, wie wir Kriegsgeschichten erzählen, verändert. Das Informationsmanagement, einst Zensur und Propaganda genannt, hat sich parallel zu den neuen Medientechnologien entwickelt. Jetzt schafft die digitale Bildgebung virtuelle Schlachtfelder, während computergestützte Technologien die Kriegswaffen verändern. Nebenbei haben Bilder in den Abendnachrichten, auf Kinoleinwänden und in Videospielen den Krieg in Unterhaltung verwandelt. Im Griff eines virtuellen Krieges ist es schwierig, den Verlust des Mitgefühls oder die Folgen für die Demokratie zu erkennen.
As Robin Andersen argues, the history of struggle between war and its representation has changed the way war is fought and the way we tell the stories of war. Information management, once called censorship and propaganda, has developed in tandem with new media technologies. Now, digital imaging creates virtual battlefields as computer-based technologies transform the weapons of war. Along the way, images on the nightly news, on movie screens, and in video games have turned war into entertainment. In the grip of virtual war, it is difficult to realize the loss of compassion or the consequences for democracy.
