Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Mitbegründerin der Black Liberation Army, erzählt in ihrer Autobiografie mit kraftvoller, authentischer Stimme vom tief verwurzelten Rassismus in den USA und vom Aufbruch der militanten schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie zeichnet ein bewegendes Bild ihrer Kindheit bei den Großeltern im South Carolina der frühen 1950er-Jahre und ihrer Jugend in den Straßen der Bronx, berichtet detailliert über ihre Zeit im Gefängnis und über die rassistische Struktur des US-amerikanischen Justizsystems. In den Text eingestreut sind Gedichte Assata Shakurs, die erahnen lassen, was es bedeutet, schwarz, Frau und Revolutionärin zu sein.
Allgemein (Reihe)
Den Roman Spartakus über den dritten großen Sklavenaufstand im Jahr 73 v. Chr. schrieb Lewis Grassic Gibbon 1933. Er stellt sich dabei in uneingeschränkter Solidarität, aber ohne heroische Überzeichnung, auf die Seite der Ausgebeuteten, Unterdrückten und Aufständischen gegen die Herrschenden, die am Ende barbarisch siegten: 71 v. Chr. schlugen diese mit großer Übermacht nach einer Reihe von Niederlagen den Sklavenaufstand mit 60.000 Toten blutig nieder. Die Überlebenden 6000 Sklaven wurden auf der Straße zwischen Capua und Rom gekreuzigt und als Trophäen ausgestellt. Neben der historischen Darstellung durchzieht den Roman die philosophische Frage, wie eine freie Gesellschaft aussehen könnte.
Die von dem britischen Marxisten Chris Harman zur Jahrtausendwende verfasste Menschheitsgeschichte - beginnend mit den urkommunistischen Gesellschaften und der neolithischen Revolution bis zum Jahr 2000 fortschreitend - ist eine beeindruckende und zugängliche Erzählung über die Entstehung und die Bewegungen zur Überwindung von Klassengesellschaften.
Es handelt sich im wahrsten Sinne um eine Weltgeschichte, in der Harman dem üblichen Eurozentrismus widersteht und den Bogen von Mesopotamien und Mesoamerika über Asien bis Europa spannt und gerade auch die Ähnlichkeit der jeweiligen Entwicklungen aufzeigt.