Radio Marabu (Medienpräsenz)

27:44

Chris Doerk- Finale des Interviews. Zu CEUTA vertiefendes der Journalistin Susan Bonath. Mögliche AfD Bundesländer ausschalten ob Krieg- was berichten Springer-Medien? Steimles Witze & Maaßen bereit!

Die kleine Audiodatei von RADIO MARABU- Sonntag, der 02.August 2026

30:44

CEUTA- eine erste Zusammenfassung! 5% Hürde- je näher man dran umso kritischer. Das Ding mit dem Neger und EGER und Namen- Harald Kujat, SILLY, Gina Pietsch, Käthe Reichel, Uwe Steimle, Jürgen Klopp. Ein prall gefüllter Sonnabend- die kleine Audiodatei von RADIO MARABU. Der 01.August 2026.

26:33

Ein Roger Köppel macht Sommerurlaub. Ihm gegönnt, uns eine weitere Tirade für den Frieden. Eis, Fischstäbe, Silberfische und Kichererbsen. Frauke und Theo gegen die AfD. Niemand mehr glaubhaft- CDU? Jugendlicher Abgang zum Freitag, IRNA und die Kriege am 31.Juli 2026. Die kleine Audiodatei- RADIO MARABU. 

26:56

2026 das neue 1989? Es verwirrt Sahra W. Röper & Stein- über Geheimdiplomatie und neue russische Wortmeldungen. Alle wissen, ahnen, drohen, mahnen- CSD Anschlag. IRNA- Iran heute! USA wie Nordkorea.

Der Rundflug durch den Tag- die kleine Audiodatei von RADIO MARABU- Dienstag, der 28.Juli 2026.

www.diekleineaudiodatei.de
www.radiomarabu.de
www.ddreins.de

26:13

EGER extralang zum Sonnabend- Thoss, Steimle, Meyen, Drewermann- seine Adressaten. UN und IStGH- Personalien. IRNA aktuell! Die Kriege- Nahost/Ukraine. Neue Listen- weniger Drohnenmaterial aus China?

Sonnabend, der 25.Juli 2026- die kleine Audiodatei- RADIO MARABU.

www.diekleineaudiodatei.de
www.radiomarabu.de
www.ddreins.de

29:41

Kindheit, Ausbildung und journalistische Anfänge

Gert Even Ungar stellt sich als unter einem Pseudonym schreibender Journalist vor. Er wurde 1969 geboren und wuchs in Baden-Württemberg auf. Seine Eltern stammten aus der DDR und waren noch vor dem Mauerbau in den Westen übergesiedelt. Nach Schule, Zivildienst sowie einem Studium der Germanistik und Philosophie lebte er zunächst viele Jahre in Frankfurt am Main und später in Berlin. Dort arbeitete er etwa zehn Jahre im Bereich der Sozialpsychiatrie und Suchthilfe. Der Wunsch, Journalist zu werden, habe ihn jedoch schon früh begleitet. Da der klassische Einstieg über ein Volontariat für ihn finanziell kaum möglich gewesen sei, habe er zunächst andere berufliche Wege eingeschlagen, unter anderem als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache.

Die Friedensbewegung als politische Prägung

Sein politisches Interesse sei bereits während der Schulzeit entstanden. Ausschlaggebend seien die Proteste gegen die Stationierung amerikanischer Pershing-II-Raketen im baden-württembergischen Mutlangen gewesen. Die Demonstrationen hätten zahlreiche bekannte Persönlichkeiten der damaligen Friedensbewegung angezogen, darunter Petra Kelly, Gert Bastian und Heinrich Böll.

Die Angst vor einem möglichen Atomkrieg habe seine Jugend nachhaltig geprägt. Der Wunsch nach Frieden sei bis heute der wichtigste politische Antrieb seines Engagements geblieben.

Politische Selbstverortung

Auf die Frage nach seiner politischen Einordnung bezeichnet sich Ungar selbst als Linken. Wirtschaft müsse seiner Auffassung nach dem Menschen dienen und dürfe nicht allein den Kräften des Marktes überlassen werden. Ohne politische Steuerung führten wirtschaftliche Prozesse langfristig zu sozialer Verelendung.

Auch friedenspolitisch sehe er sich in einer linken, internationalistischen Tradition. Gleichzeitig kritisiert er, dass sich die politischen Kategorien in Deutschland zunehmend auflösten. Positionen, die früher als klassisch links gegolten hätten, würden heute häufig als rechts eingeordnet. Als Beispiel nennt er Debatten über Migration und Sozialstaat. Wer auf gesellschaftliche Zusammenhänge oder finanzielle Grenzen hinweise, werde schnell als rechts, verschwörungstheoretisch oder sogar faschistisch etikettiert. Dies sage seiner Ansicht nach mehr über den Zustand der politischen Debatte als über die Betroffenen aus.

Der Weg nach Russland

Sein Interesse an Russland sei zunächst keineswegs von Sympathie geprägt gewesen. Im Jahr 2013 habe er sich sogar an Protesten gegen das damalige russische Gesetz beteiligt, das die Werbung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften untersagte und traditionelle Werte besonders hervorhob.

Die damals verbreiteten Berichte über massive Übergriffe auf Homosexuelle hätten ihn jedoch veranlasst, sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Er begann Russisch zu lernen, knüpfte Kontakte nach Russland und reiste erstmals nach Moskau.

Seine Eindrücke hätten sich deutlich von den Darstellungen unterschieden, die er zuvor aus westlichen Medien kannte. Er beschreibt eine lebendige Großstadt und kam zu dem Schluss, dass wesentliche Teile der Berichterstattung seiner Wahrnehmung nach nicht mit seinen eigenen Erfahrungen übereinstimmten.

Eindrücke von der Krim

Seine zweite größere Reise führte ihn auf die Krim. Auch dort habe er überprüfen wollen, ob die Darstellungen über die Lage nach dem Referendum mit seinen eigenen Beobachtungen übereinstimmten.

Er schildert die Krim als ruhiges und touristisch geprägtes Gebiet und berichtet von umfangreichen Investitionen und wirtschaftlichen Entwicklungen während späterer Besuche in den Jahren 2016 und 2018. Aus diesen Eindrücken leitet er seine Einschätzung ab, dass sich die Bevölkerung seiner Ansicht nach auch heute erneut für einen Anschluss an Russland entscheiden würde.

Haltung zur LGBTQ-Bewegung

Ungar spricht anschließend über seine eigene Homosexualität. Er lebt nach eigenen Angaben mit seinem Partner in Moskau. Gleichzeitig grenzt er sich deutlich von der heutigen LGBTQ-Bewegung ab.

Er vertritt die Auffassung, diese Organisationen seien keine demokratisch legitimierten Interessenvertretungen homosexueller Menschen, sondern würden staatlich gefördert und außenpolitisch genutzt, um Einfluss auf andere Länder auszuüben. Deshalb lehne er diese Form der politischen Organisation ausdrücklich ab.

Vor diesem Hintergrund bewertet er auch das Verbot der LGBTQ-Bewegung in Russland positiv. Dabei unterscheidet er ausdrücklich zwischen Homosexualität, die nach seinen Angaben in Russland nicht verboten sei, und der politischen Bewegung, die dort als extremistisch eingestuft wurde.

Kritik an Provokationsaktionen

Ein weiteres Thema des Gesprächs bildet die Aktion der Gruppe Pussy Riot in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Ungar sieht darin ebenso wie bei anderen provokativen Aktionen kein geeignetes Mittel politischer Auseinandersetzung.

Er argumentiert, dass gezielte Beleidigungen religiöser Überzeugungen lediglich zu einer weiteren Verhärtung gesellschaftlicher Konflikte führten. Als vergleichbare Beispiele nennt er Koranverbrennungen oder andere symbolische Provokationen gegenüber religiösen Gemeinschaften.

Nach seiner Auffassung erzeugten solche Aktionen vor allem Polarisierung und stärkten bestehende Feindbilder, anstatt gesellschaftliche Verständigung zu fördern.

Musik als persönlicher Ausgleich

Zum Abschluss dieses Gesprächsabschnitts wendet sich das Interview einem leichteren Thema zu. Ungar berichtet über seine Vorliebe für elektronische Musik und hebt insbesondere die Bedeutung der Gruppe Kraftwerk hervor.

Er würdigt deren Einfluss auf die Entwicklung elektronischer Musik über mehrere Jahrzehnte hinweg und bezeichnet die Band als stilprägend für zahlreiche spätere Musiker und Musikrichtungen. Anschließend wird der Titel „Die Roboter“ eingespielt.

28:35

Zeitmarken

Einleitung und Anlass des Vortrags

0:25

Roger Köppel eröffnet den Vortrag mit dem Hinweis auf den 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion. Er kritisiert, dass dieses Ereignis seiner Ansicht nach in Deutschland zu wenig Beachtung finde, und verbindet die historische Erinnerung unmittelbar mit der heutigen Debatte über das Verhältnis zu Russland.

Der Vernichtungskrieg als historischer Bezugspunkt

2:44

Er beschreibt Unternehmen Barbarossa als ideologisch motivierten Vernichtungskrieg, dessen Ziel nicht allein der militärische Sieg, sondern die physische Vernichtung und Unterwerfung großer Bevölkerungsteile gewesen sei. Dieser Charakter unterscheide den Ostkrieg grundlegend von einem konventionellen Krieg.

Andreas Hillgruber und seine Analyse

4:32

Köppel stützt sich ausführlich auf Andreas Hillgrubers Werk »Hitlerstrategie – Politik und Kriegführung 1940/41«. Er erläutert dessen Bedeutung im Historikerstreit und nutzt Hillgrubers Thesen als Grundlage für seine weitere Argumentation.

Ideologie als Triebkraft des Ostfeldzugs

7:42

Im Mittelpunkt stehen Hitlers Antibolschewismus, Antisemitismus und die Vorstellung einer jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung. Nach Köppels Darstellung zeigt Hillgruber, dass diese Ideologie den eigentlichen Motor des Vernichtungskrieges bildete und strategische Überlegungen überlagerte.

Übergang zur Gegenwartsanalyse

10:04

Im letzten Teil der ersten Hälfte schlägt Köppel den Bogen zur heutigen Politik. Er vertritt die Auffassung, dass die Erinnerung an den Ostkrieg verdrängt werde, weil Deutschland erneut über eine militärische Konfrontation mit Russland diskutiere. Damit leitet er den zweiten Teil seines Vortrags ein.

Einleitung und Anlass des Vortrags

0:25

Roger Köppel eröffnet den Vortrag mit dem Hinweis auf den 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion. Er kritisiert, dass dieses Ereignis seiner Ansicht nach in Deutschland zu wenig Beachtung finde, und verbindet die historische Erinnerung unmittelbar mit der heutigen Debatte über das Verhältnis zu Russland.

Der Vernichtungskrieg als historischer Bezugspunkt

2:44

Er beschreibt Unternehmen Barbarossa als ideologisch motivierten Vernichtungskrieg, dessen Ziel nicht allein der militärische Sieg, sondern die physische Vernichtung und Unterwerfung großer Bevölkerungsteile gewesen sei. Dieser Charakter unterscheide den Ostkrieg grundlegend von einem konventionellen Krieg.

Andreas Hillgruber und seine Analyse

4:32

Köppel stützt sich ausführlich auf Andreas Hillgrubers Werk »Hitlerstrategie – Politik und Kriegführung 1940/41«. Er erläutert dessen Bedeutung im Historikerstreit und nutzt Hillgrubers Thesen als Grundlage für seine weitere Argumentation.

Ideologie als Triebkraft des Ostfeldzugs

7:42

Im Mittelpunkt stehen Hitlers Antibolschewismus, Antisemitismus und die Vorstellung einer jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung. Nach Köppels Darstellung zeigt Hillgruber, dass diese Ideologie den eigentlichen Motor des Vernichtungskrieges bildete und strategische Überlegungen überlagerte.

Übergang zur Gegenwartsanalyse

10:04

Im letzten Teil der ersten Hälfte schlägt Köppel den Bogen zur heutigen Politik. Er vertritt die Auffassung, dass die Erinnerung an den Ostkrieg verdrängt werde, weil Deutschland erneut über eine militärische Konfrontation mit Russland diskutiere. Damit leitet er den zweiten Teil seines Vortrags ein.

Fehleinschätzungen der nationalsozialistischen Führung

10:53

Ausgehend von Hillgrubers Darstellung beschreibt Köppel die Selbstüberschätzung der deutschen Führung vor dem Angriff auf die Sowjetunion. Er nennt insbesondere die Unterschätzung der sowjetischen Widerstandskraft und die Hoffnung, einen langen Weltkrieg vermeiden zu können.

Hitlers strategische und ideologische Ziele

14:04

Köppel erläutert die langfristigen Ziele des Ostfeldzugs: territoriale Expansion, Versklavung großer Bevölkerungsteile sowie die Vernichtung der jüdischen und intellektuellen Elite. Er betont den ideologischen Charakter dieser Kriegsführung.

Geschichte als Warnung für die Gegenwart

17:26

Der Referent fordert, die Geschichte nicht nur als Erinnerung, sondern als politische Lehre zu begreifen. Er kritisiert deutsche Politiker und Medien, denen er eine zu geringe historische Sensibilität und eine konfrontative Haltung gegenüber Russland vorwirft.

Militärische Überheblichkeit und fehlende Kosten-Nutzen-Abwägung

18:49

Köppel entwickelt seine zentrale These, wonach sich bestimmte Denkmuster von 1941 heute wiederfinden könnten. Er warnt vor Selbstüberschätzung, ideologisch geprägten Entscheidungen und einer Politik, die die Folgen militärischer Eskalation unterschätze.

Schluss des eigentlichen Vortrags

21:35

Zum Ende fasst Köppel seine Argumentation zusammen und appelliert, historische Erfahrungen ernst zu nehmen. Der anschließend beginnende satirische Nachrichten- und Wetterteil wurde in dieser Auswertung bewusst ausgelassen.