Danny Haiphong Deutsch (Medienpräsenz)

Prof. John Mearsheimer ist zum ersten Mal zu Gast, um die katastrophalen Folgen eines erneuten US-Kriegs gegen den Iran zu bewerten und zu erklären, warum Trump in einer strategischen Katastrophe gefangen ist. John J. Mearsheimer ist R. Wendell Harrison Distinguished Service Professor für Politikwissenschaft an der University of Chicago und ein führender Vertreter des realistischen Ansatzes in den internationalen Beziehungen. Als Absolvent von West Point und ehemaliger Offizier der U.S. Air Force ist er Autor zahlreicher einflussreicher Werke über die US-Außenpolitik und Machtpolitik.

1:07:48

Die ehemaligen CIA-Analysten Larry Johnson und Ray McGovern diskutieren über den dritten Tag des erneuten Krieges, während Iran einen Angriff auf die Beerdigung von Ayatollah Ali Khamenei erlebt und Kuwait & Bahrain versuchen, mit US-Unterstützung Angriffe auf den Iran durchzuführen. 

1:03:25

Pepe Escobar spricht über den zweiten Tag intensiver US-Luftangriffe und Irans massive Vergeltung, die Hyperschallraketenstarts umfasste, deren Einschläge Jordanien, Bahrain, Kuwait und die gesamte Golfregion erreichten. Die Zeit läuft ab, und Pepe legt die Wahrheit darüber offen, warum diese Eskalation überhaupt stattfindet und wer hier eigentlich wen anfleht, aufzuhören.

1:34:41

Der ehemalige UN-Waffeninspektor und Nachrichtendienstoffizier des US Marine Corps, Scott Ritter, zerlegt die US-NATO-neokonservative Propaganda, während Iran auf Trumps Hinauszögern der Vereinbarungsverpflichtungen reagiert und Putin eine bedeutende Antwort auf die von den USA und der NATO unterstützten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland gibt. Das und vieles mehr in dieser geopolitischen Zusammenfassung. 

49:57

Brian Berletic von The New Atlas hat gerade den Zusammenbruch des MoU-Abkommens zwischen den USA und dem Iran vorhergesagt. Er erklärte, dass Irans Trotz angesichts von Täuschung die Gefahren aufgezeigt habe, dem von Trump geführten US-Imperium zu vertrauen, während sich hinter den Kulissen die Vorbereitungen für einen Krieg gegen China intensivieren.  

Zeitmarken

Memorandum, Waffenruhe und Israels Rolle

00:00

Das Gespräch beginnt mit der These, dass das Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran bereits brüchig sei. Als Hauptgrund nennen die Gesprächspartner die fortgesetzten israelischen Angriffe im Libanon. Berletic argumentiert, es könne keinen ernsthaften Frieden geben, solange Israel militärisch gegen Verbündete Irans vorgehe und die USA diese Angriffe materiell ermöglichten.

US-Ziele: Frieden nur als taktische Pause

00:46

Berletic bestreitet, dass Washington grundsätzlich Frieden anstrebe. Aus seiner Sicht akzeptieren die USA Abkommen nur dann, wenn sie eine Lage einfrieren müssen, die sie militärisch oder politisch nicht weiter vorantreiben können. Das MoU erscheine daher nicht als echte Friedensinitiative, sondern als Versuch, Zeit zu gewinnen und gleichzeitig Ausreden für einen späteren Bruch bereitzuhalten.

Der regionale Krieg gegen Iran und seine Verbündeten

02:06

Die Auseinandersetzung wird nicht als isolierter Konflikt zwischen den USA und Iran beschrieben, sondern als umfassender Krieg gegen Irans regionale Verbündete: Hisbollah, Ansar Allah im Jemen und früher Syrien. Israel erscheint in dieser Darstellung als militärischer Stellvertreter, dessen Handlungsfähigkeit vollständig von US-Lieferungen, Logistik und politischer Rückendeckung abhänge.

Energiepolitik, Hormus und Asien

07:43

Ein längerer Abschnitt behandelt Energie als strategischen Hebel. Berletic verbindet die Krise um die Straße von Hormus mit US-LNG-Exporten nach Asien und zieht eine Parallele zu Europa, das schrittweise von russischer Energie getrennt worden sei. Ziel sei es, China und weitere asiatische Länder von günstigen Energieflüssen aus Westasien abzuschneiden und stärker an US-Lieferungen zu binden.

Das MoU als neues Minsk?

06:30

Berletic vergleicht das Memorandum mit den Minsker Abkommen zur Ukraine. Auch dort sei ein Waffenstillstand nach seiner Lesart genutzt worden, um einen Stellvertreter neu aufzurüsten und später eine größere Bedrohung aufzubauen. Diese Analogie dient als Kern seiner Warnung: Abkommen mit den USA seien nicht automatisch Friedensschritte, sondern könnten Teil einer Eskalationsstrategie sein.

Politisches Theater zwischen USA und Israel

11:05

Ein Schwerpunkt liegt auf der angeblichen Kluft zwischen Washington und Jerusalem. Anhand von Äußerungen J. D. Vances wird diskutiert, ob die USA Israel tatsächlich bremsen oder nur den Eindruck eines Konflikts erzeugen. Berletic deutet diese Distanz als Inszenierung, die plausible Abstreitbarkeit schafft: Israel könne aggressiv handeln, während Washington öffentlich so tue, als sei es nur begrenzt beteiligt.

Plausible Abstreitbarkeit und Stellvertreterlogik

19:03

Die Gesprächspartner beschreiben Israel als möglichen Kanal für Handlungen, von denen sich die USA offiziell distanzieren könnten. Berletic warnt besonders vor Szenarien, in denen extreme Eskalationen – bis hin zu nuklearen Drohungen oder schweren Geheimdienstoperationen – über Israel laufen würden. Der Grundgedanke: Stellvertreter sollen die Drecksarbeit erledigen und im Zweifel auch die Schuld tragen.

Ukraine, Europa und das gleiche Muster

23:24

Das Gespräch weitet die Analyse auf die Ukraine aus. Berletic argumentiert, die USA führten den Krieg weiterhin über Kommando-, Aufklärungs- und Steuerungsstrukturen, während Europa als sichtbarer Träger und Finanzierer fungiere. Der behauptete Rückzug Washingtons sei ähnlich wie im Fall Israel eine Inszenierung, um Verantwortung zu verschieben und öffentliche Wahrnehmung zu steuern.

Indopazifik und Philippinen als nächste Front

32:04

Mit Blick auf den US-Verteidigungshaushalt wird China als Hauptziel der amerikanischen Strategie dargestellt. Die Philippinen, Japan und Südkorea erscheinen als zentrale Bausteine einer militärischen Einkreisung Chinas. Berletic beschreibt die Philippinen ausdrücklich als mögliches „nächstes Ukraine-Szenario“, in dem ein regionaler Partner gegen die eigenen langfristigen Interessen in einen Konflikt gedrängt werde.

Langer Krieg und Grenzen der US-Hegemonie

43:20

Im Schlussabschnitt betont Berletic, die USA seien nicht allmächtig, aber weiterhin gefährlich. Gerade weil ihre wirtschaftliche und militärische Dominanz schwinde, könnten sie zu immer extremeren Mitteln greifen. Der Aufstieg Chinas und die wachsende multipolare Ordnung würden Washington unter Zeitdruck setzen; deshalb warnt er davor, US-Handlungen zu unterschätzen oder nur reaktiv zu betrachten.

Kurzfazit

Das Interview entwickelt eine geschlossene geopolitische Deutung: Die Konflikte um Iran, Ukraine und China werden als verschiedene Schauplätze derselben US-Strategie dargestellt. Zentral sind drei Motive: Kontrolle über Energieflüsse, Einsatz von Stellvertretern und politische Inszenierung zur Verschleierung eigener Verantwortung. 

56:22

Zeitmarken

1. Hormus und Eskalation

  • 00:26 – Hormus-Schließung
  • 03:36 – Strategische Bedeutung

2. Memorandum und Verhandlungen

  • 05:32 – Schweizer Gespräche
  • 06:25 – Druck auf USA

3. Trump und Iran

  • 07:25 – US-Drohungen
  • 09:55 – Bewertung der Rhetorik

4. Innenpolitik

  • 11:05 – Kräfteverhältnis
  • 14:33 – Meinungsvielfalt

5. Diplomatie

6. Regionale Strategie

  • 24:18 – USA und Israel
  • 26:29 – Iranische Bedingungen

7. Wirtschaft

8. Palästina und Kurdistan

9. Schluss

1:00:27

Der Experte für internationale Beziehungen und Militärangelegenheiten Mark Sleboda ist in der Sendung zu Gast, um über den Zusammenbruch des US-Iran-MoU und die erste Phase von Irans sechsstufigem Kriegsplan zu sprechen, der mit der nun GESCHLOSSENEN Straße von Hormus beginnt, während sich die Welt auf die nächste Phase der fast vier Monate andauernden geopolitischen Katastrophe vorbereitet. 

38:17

Zeitmarken

  • 00:03 – Iran, USA & verdeckter Krieg: Einstieg in die Frage, ob trotz diplomatischer Gespräche bereits ein faktischer Krieg zwischen den USA und Iran stattfindet.
  • 01:20 – US-Strategie gegenüber Iran: Einordnung der US-Politik als langfristige Strategie zum Regimewechsel und Vergleich mit anderen Konflikten.
  • 04:31 – Irans Reaktion & Straße von Hormus: Diskussion über Irans Kontrolle der Straße von Hormus und die strategischen Grenzen der USA.
  • 08:30 – China, Iran & globale Energiepolitik: Widersprüche der US-Strategie gegenüber chinesischen Tankern und Auswirkungen auf Energieflüsse.
  • 10:12 – Langfristige Folgen für China: Bedeutung der Straße von Hormus, Chinas Energiereserven und alternative Versorgungswege.
  • 14:22 – US-Energiepolitik & Asien: Argument, dass die USA Energieabhängigkeiten in Asien neu strukturieren und Einfluss ausbauen.
  • 17:03 – Indonesien, BRICS & geopolitischer Druck: Debatte über Indonesiens Kurs, US-Einfluss und wirtschaftliche Neuorientierung.
  • 18:58 – Weltwirtschaft & Krise der US-Hegemonie: Diskussion über wirtschaftliche Folgen der geopolitischen Strategie der USA.
  • 21:41 – China einkreisen & Südostasien: Beispiele aus Thailand, Myanmar und Indonesien sowie Vorwürfe gezielter Destabilisierung.
  • 24:49 – Krieg gegen Multilateralismus: These eines umfassenden geopolitischen Konflikts gegen multipolare Strukturen.
  • 25:37 – Militärische Grenzen der USA: Rolle von Iran, Russland und China in einem langen Konflikt niedriger und hoher Intensität.
  • 28:14 – Diplomatie als Strategie: Kritik an Friedensgesprächen und These einer Eskalation unter diplomatischer Deckung.
  • 31:43 – Russland, Europa & Stellvertreterkrieg: Aussagen zur Rolle Europas im Konflikt mit Russland und Warnungen vor Eskalation.
  • 33:21 – Militärische Bündnisse in Asien: Ausbau der US-Präsenz in Asien und Integration regionaler Partner.
  • 35:00 – Imperium im Niedergang & Konzernmacht: Abschlussgedanken zu US-Außenpolitik, Konzerninteressen und möglichen Alternativen.

1:05:27

Pepe Escobar ist in der Sendung zu Gast, um über die massiven Folgen von Trumps Reise nach China zu sprechen, die einen fieberhaften Vorstoß des US-Imperiums ausgelöst hat, seinen Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen – trotz der verheerenden Konsequenzen, die dies sowohl für die USA selbst als auch für die Welt hätte.