Über Zensur
Alles ist Kunst. Alles ist Politik.
Zensur ist eine globale Kraft, die sowohl von kommerziellen Interessen als auch politischen Agenden angetrieben wird. Ai Weiwei - Künstler, Aktivist und eine der einflussreichsten kulturellen Persönlichkeiten der Welt - ruft zu freier Meinungsäußerung auf in einem Zeitalter, das von Big Data, Massenüberwachung und neuen Kontrolltechnologien geprägt ist. Klar wird: Zensur gibt es nicht nur in China, sondern auch in sogenannten liberalen Demokratien.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags
Interview
Ai Weiwei: „Deutschland hat seine Werte verloren" - Der chinesische Künstler kritisiert die deutsche Politik scharf. Er wirft der Bundesregierung vor, bei Israel und der Ukraine keine klare moralische Linie zu haben. Von Michael Hesse Frankfurter Rundschau 20.08.2026
Rezension
West-östliche Maulkorbpolitik: Der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei sieht in seiner Heimat ebenso wie im Westen ähnliche Zensurpraktiken am Werk: „Heute weisen die in der ‚freien‘ Welt vorherrschenden Zensurmechanismen auffällige Ähnlichkeiten mit denen autoritärer Regime auf.“ So der weltbekannte Aktionskünstler und Exilchinese. Das Gute an Ai Weiwei ist, dass er von keiner Seite zu vereinnahmen, für keines der Lager bequem ist. Anstatt als Vorzeige-Dissident zu dienen, der durch China-Kritik die Überlegenheit des westlichen Demokratie-Entwurfs beweisen könnte, greift er die Praktiken der De-facto-Zensur auch in Deutschland harsch an. Andererseits kommen bei Ai Weiwei auch chronische China-Apologeten, die selbst berechtigte Kritik an Xi Jinpings „chinesischem Traum“ als Propaganda des Westens abkanzeln, nicht auf ihre Kosten. Wenn er schreibt, „Es ist wie in China“, dann identifiziert er damit seine Heimat als Goldstandard in Sachen Unterdrückungsmaßnahmen. Ai Weiwei ist aber kein Feind dieses oder jenes Landes, er ist ein leidenschaftlicher Gegner jeder Form der Meinungsunterdrückung, die einem für ein Gemeinwesen tödlichen Würgegriff gleichkommt. In seinem neuen Buch „Über Zensur“ deutet er diese als logische Begleiterscheinung von Machtsystemen, die sich ihrer selbst unsicher sind. Von Roland Rottenfußer MANOVA 08.08.2026
Weitere Pressestimmen
"Bei Maischberger sitzt er nun, weil er ein Buch über Zensur geschrieben hat. Eine Unterdrückung der Meinungsfreiheit, die er auch zunehmend bei seinen Aufenthalten in westlichen Staaten wie Deutschland oder Großbritannien verspürt." FAZ
"Der Künstler, der mit seinem neuen Buch gerade viel Aufmerksamkeit erfährt, sagt, dass es Zensur überall gibt." Berliner Zeitung
"Ai Weiwei beschreibt in dem schlanken, 126-seitigen Band unterschiedliche Ausprägungen von Zensur, stellt Überlegungen zum intellektuellen Schaden an, den sie bei Menschen anrichtet, und unterfüttert dies mit persönlichen Erfahrungen." Der Tagesspiegel
"Er stellt klar: Zensur ist die systematische Einmischung der Macht in die Verbreitung von Ideen. Diese muss unterbunden werden." buchSZENE
"Einer der größten Künstler unserer Zeit" Sandra Maischberger, ARD
"Für Fans, Kulturinteressierte und die Kunstszene ist sein Auftritt auch deshalb relevant, weil er zeigt, wie stark Herkunft, Sprache und Identität selbst im Exil nachwirken." dpa
Quelle der Pressestimmen: Westend Verlag (29.08.2026)
