Soziologie des Wassers
Theoretische und empirische Perspektiven auf ein umkämpftes Gut
Wasser als hydrosoziale Tatsache: warum der Rohstoff ins Zentrum einer Soziologie gehört, die die Probleme der Gegenwart adressiert.
Während Wasser unter dem Druck von Klimawandel, Energiewende und wasserintensiven Industrien politisch und ökonomisch an Brisanz gewinnt, bleibt es als Thema der deutschsprachigen Soziologie randständig. Die Beiträger*innen schließen diese Lücke und konturieren eine Soziologie des Wassers.
Ausgehend von Wasser als hydrosozialer Tatsache versammeln sie sozialtheoretische ebenso wie empirische Perspektiven aus verschiedenen Teilbereichen der Soziologie und angrenzenden Fächern. Im Fokus steht dabei Wasser als wissenschaftliches Konzept, materielle Infrastruktur, technisch bearbeitete Materialität, reguliertes Gut, umkämpfte Ressource und Bestandteil alltäglicher Lebenswelt – ein zentrales Thema der Soziologie.
Der Sammelband ist ein Ergebnis des im Oktober 2025 an der Universität Jena abgehaltenen Workshops „Social Waters“. Der Fokus lag dabei auf interdisziplinären Perspektiven von Wasser, um einen vielfältigen Zugang zu den sozialen Dimensionen des Umgangs mit diesem zu ermöglichen. (...) Anhand zweier empirischer Beispiele, zum einem dem Zusammenhang von Wasser und Industrie sowie zum anderen digitalen Wassertechnologien, zeichnen sie nach, wie Wasser sozial beschreibbar werden kann. [Mit Informationen zu Beitragenden.] Uni Marburg 09.09.2026
In den drei Themenfeldern „riskantes und regiertes Wasser“, „Wasser in Sinnstrukturen und Beziehungen“ und „Materialität und Multiplizität von Wasser“ sind zahlreiche Beiträge aus der ersten Umsetzungsphase des ThWIC vertreten. Akademie für Raumentwicklung der Leibniz-Gemeinschaft 04.09.2026