... Vingtras begründet die Pariser Kommune mit, erlebt den Einmarsch der Armee von Versailles, den Barrikadenkrieg und die blutige Maiwoche. Während in der Stadt die Kämpfe wüten, steuert auch er auf den dramatischen Höhepunkt seines Lebens zu.
Der Abschluss Jules Vallès’ autobiografischer Trilogie, gewidmet allen, »die als Opfer der sozialen Ungerechtigkeit gegen eine schlecht eingerichtete Welt zu den Waffen griffen«.
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Wikipedia (FR): Jacques Vingtras
Rezension
Das Ziel eines unruhigen Lebens – die Revolution: Jules Vallès war ein Revolutionär, unmittelbar beteiligt an der Pariser Commune. Aber
Vallès war auch ein revolutionärer Schriftsteller, der in einem radikalen, atemlosen Stil die Geschichte seines unruhigen Lebens in drei autobiografischen Romanen beschrieb. Heute ist Vallès, der „Antiliterat“, ein Klassiker der französischen Literatur. [Podcast 6:25 und Artikel] Von Enno Stahl Deutschlandfunk 04.05.2023
Autoreninfos
Jules Vallès, 1832 in Le Puy-en-Velay geboren, war Journalist, Romanschriftsteller sowie Sozial- und Literaturkritiker. Nach der Belagerung von Paris wurde er zum Mitglied der Pariser Kommune gewählt. 1871 ging er ins Exil nach London, um einem wegen der Teilnahme an den Aufständen ausgesprochenen Todesurteil zu entgehen. Als 1880 eine Amnestie erlassen wird, kehrt er zurück nach Paris und widmet sich vornehmlich seiner literarischen Arbeit. Als er fünf Jahre später stirbt, begleiten mehrere tausend Menschen den Leichenzug zum Friedhof.
Wikipedia (DE): Jules Vallès
Übersetzt von
Christa Hunscha, geboren 1935 in Berlin, arbeitete als Journalistin und Übersetzerin und gestaltete Film- und Hörfunkbeiträge, zum Beispiel für den WDR. 1974 verfasste sie eine kritische Studie zur Darstellung der Wirklichkeit in Kinderbüchern und Kinderfernsehen. Hunscha starb 1985 in Bonn. VLB-TiX (18.06.2026)
Die weiteren Bände der Trilogie
1. Auflage
09.09.2024
,
Deutsch
Jules Vallès widmet seine Geschichte all jenen, »die in der Schule vor Langeweile umkamen oder zu Haus weinten, die in der Kindheit von ihren Lehrern tyrannisiert oder von ihren Eltern verprügelt wurden«. Ein unverzichtbarer Klassiker der Weltliteratur.
In der Familie des jungen Jacques gelten harsche Regeln von Sitte und Anstand, ständig eckt er an. Nur bei seiner Cousine auf dem Land entkommt er dem strengen Elternhaus. Aus den Hinterhöfen steigt der Gestank von gekochtem Schlamm, aber die Geschichten seines Onkels und das Treiben der Tischlergesellen sorgen für Abwechslung. Als er Bücher in die Finger bekommt, die von Revolution sprechen, ist er gefangen von den Stimmen, die seine Lasten zu kennen scheinen.
1. Auflage
20.03.2025
,
Deutsch
Im pulsierenden Paris von 1851 formt sich Jacques Vingtras’ revolutionärer Geist.
Mit seinen Hundezähnen und Kämpferschultern kommt der unbedarfte Jacques Vingtras 1851 ins pulsierende Paris. Frisch vom Gymnasium, ist er endlich der engen Provinz und dem direkten Einfluss der Eltern entkommen. Seine neu gewonnene Freiheit widmet er der Lektüre verbotener Bücher und leidenschaftlichen Diskussionen bei Zwiebelsuppe und billigem Wein. Im Kreis von Gleichgesinnten entwickelt sich sein revolutionärer Geist, und so steigt er in den drei blutigen Dezembernächten, die ganz Frankreich verändern, auf die Barrikaden – bereit, für seine Ansichten zu sterben.
Alle drei Romane im Schuber
Und obwohl er glaubt, verloren zu sein, wird es Vingtras am Ende gelingen, dem Tod zu entkommen. Wie auch dem Autor dieser nun endlich wieder vollständig vorliegenden Trilogie: Jules Vallès. Sein literarisches Werk machte ihn schlagartig zu einem der meistgelesenen Autoren Frankreichs.
Trilogie im Schuber