Das Rote Kloster
Eine Geschichte der Journalistenausbildung in der DDR

In diesem Buch kommen elf Zeitzeugen zu Wort: Professoren und Dozenten, die an der Karl-Marx-Universität Leipzig die DDR-Journalistik erfunden und bis zum Ende getragen haben - von Franz Knipping, Heinz Halbach, Werner Michaelis und Fritz Beckert über Hans Poerschke, Karl-Heinz Röhr und Klaus Preisigke bis zu Wolfgang Tiedke, Wulf Skaun, Bernd Okun und Sigrid Hoyer.

Diese Liste deckt alle Zeiträume (von den frühen 1950er-Jahren bis weit nach dem Ende der DDR), alle Positionen (Student, Mittelbau, Professor, Dekan bzw. Direktor) und alle Wege an die Spitze der akademischen Pyramide ab.

ISBN 978-3-86962-744-1 1. Auflage 15.10.2025 32,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Auf diese Weise entsteht nicht nur ein einzigartiges Panorama des Roten Klosters (eine selbstironische Bezeichnung, geprägt schon von den ersten Studenten an der Fakultät für Journalistik), sondern zugleich eine "andere" Geschichte Ostdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg - eine Geschichte vom sozialen Aufstieg, vom Ringen um das, was möglich war, und von den Grenzen, die es innen und außen dafür gab.

Eingeordnet werden die Gespräche durch eine Kollektivbiografie und einen Blick auf den Alltag der Studenten. Diese beiden Texte helfen genauso wie die Dokumentation eines "Ost-West-Gipfels" vom Mai 1990 und das Kapitel "Abwicklung und Neustart" zu verstehen, warum das Leipziger Paradigma im größeren Deutschland chancenlos war.

Mehr Infos

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Mediathek

Der Abriss des Roten Klosters: Wie die Journalistenausbildung in Leipzig verwestlicht wurde
Leipzig (Deutschland), 21.11.2019 | Kritische Kommunikationswissenschaft YouTube (12.12.2019)

Autoreninfos

Michael Meyen (Jahrgang 1967) ist ein deutscher Kommunikationswissenschaftler und Professor für Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er studierte Journalistik, Politikwissenschaft und Geschichte und promovierte sowie habilitierte sich im Bereich der Kommunikationswissenschaft. In Forschung und Lehre befasst er sich unter anderem mit Mediengeschichte, Mediennutzung, Journalismus, öffentlicher Kommunikation und Machtstrukturen im Mediensystem. Meyen veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Aufsätze und ist Herausgeber medienwissenschaftlicher Sammelbände. Seit den 2010er Jahren tritt er verstärkt auch außerhalb des akademischen Rahmens als Autor und Interviewpartner zu medienkritischen und gesellschaftspolitischen Themen in Erscheinung. Er hat drei große Forschungsverbünde als Sprecher geleitet und war so gewissermaßen mittendrin, als die alte Universität im Zeichen von Bologna, Shanghai und Politisierung beerdigt wurde.

Wikipedia (DE): Michael Meyen  |  Website: freie-medienakademie.de/

1. Auflage 05.10.2020 , Deutsch

Michael Meyen erzählt in diesem Buch drei Geschichten: die Geschichte der Journalistenausbildung in der DDR, die Geschichte der Kommunikationswissenschaft in der westlichen Welt und seine eigene Geschichte, die eng mit den ersten beiden Geschichten zusammenhängt. Der Autor ist 1988 nach Leipzig gekommen, um Parteijournalist zu werden, und hat erlebt, wie erst der Staat verschwand, in dem er aufgewachsen ist, dann die Sektion Journalistik und schließlich auch jede Erinnerung an die Menschen, die dort gelehrt haben.

ISBN 978-3-86962-570-6 1. Auflage 05.10.2020 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch)
Autoren

Erstellt: 19.12.2025 - 10:05  |  Geändert: 19.12.2025 - 11:01