20.01.2026

Richard Sakwa: Die tiefen Wurzeln des Ukrainekriegs

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auf YouTube (20.01.2026) 1:00:30

Medienpräsenz

Richard Sakwa ist Professor für russische und europäische Politik an der University of Kent und gilt weithin als führender Russland-Experte in Europa. Sakwa spricht über die tiefen Wurzeln und die vielen Schichten des Ukraine-Krieges.  

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Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr...

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 30s

Erstellt: 20.01.2026 - 08:08  |  Geändert: 20.01.2026 - 08:17

verwendet von

Richard Sakwa (Jahrgang 1953) ist ein britischer Politikwissenschaftler, Russlandexperte und Autor. Nach einem Studium an der London School of Economics und einer Promotion an der University of Birmingham lehrte er zunächst an den Universitäten Essex und California, Santa Cruz, bevor er 1987 an die University of Kent wechselte, wo er Professor für Russische und Europäische Politik sowie später Leiter des Fachbereichs Politik und Internationale Beziehungen wurde. Darüber hinaus war er Honorarprofessor an der Lomonossow-Universität Moskau und Associate Fellow des Russland- und Eurasienprogramms von Chatham House. International bekannt wurde Sakwa durch seine Arbeiten zur sowjetischen und russischen Politik sowie zu den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen Russian Politics and Society, Putin Redux, Frontline Ukraine, Russia Against the Rest, The Putin Paradox, Deception: Russiagate and the New Cold War sowie The Lost Peace. Seine Analysen betonen häufig die Bedeutung der NATO-Osterweiterung und der westlich-russischen Beziehungen für die Entstehung des Ukraine-Konflikts. 

Wikipedia (EN): Richard Sakwa

Dieses prägnante Buch befasst sich mit dem Niedergang der liberalen Hegemonie, weist jedoch sofort darauf hin, dass sich die Welt momentan in einer Phase des Interregnums befindet und sich eine multipolare Weltordnung nach dem westfälischen Modell noch nicht komplett durchsetzen konnte. Vielmehr ist ein Rechtsvakuum entstanden, in dem die in den Konflikt involvierten Parteien darum wetteifern, die künftige Ordnung zu definieren. Der Expansionismus der NATO war ein wichtiger Bestandteil der liberalen Hegemonie, da er die kollektive Hegemonie des Westens als Grundlage für einen von den liberalen Demokratien auferlegten Frieden festigen sollte. Stattdessen demontierte dieser aber die gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur und brachte Europa auf den Weg in den Krieg, ohne die Möglichkeit einer Kurskorrektur. Der Ukraine-Krieg ist daher ein Symptom für den Zusammenbruch der Weltordnung.