Im Laufe weniger Jahrzehnte ist »Geschlechtsidentität« (gender identity) zu einem grundlegenden Prinzip gesellschaftlicher Klassifikation avanciert.
Rogers Brubaker zeichnet diese bemerkenswerte Entwicklung nach: Wie konnte eine marginale Kategorie, die auf spezielle Fälle im medizinischen Kontext angewandt wurde, auf alle Menschen übertragen und für die Strukturierung sozialer Erfahrungen zentral werden?