Rosa-Luxemburg-Stiftung (Medienpräsenz)

Ausschnitt aus dem Podiumsgespräch mit Annelies Laschitza, Ingeborg Kaiser, Sahra Wagenknecht und Alfred Eichhorn. Internationale Rosa Luxemburg Konferenz am 16.17.1.2009 »Mit einem Worte, die Demokratie ist unentbehrlich.« Neue Erkenntnisse über die vor 90 Jahren ermordete Sozialistin und ihre Bedeutung für die Linken der Gegenwart.

Eine Hommage an Rosa Luxemburg zum 100. Todestag

Podiumsdiskussion mit:

   Katja Kipping (Co-Vorsitzende der Partei DIE LINKE)
   Ceren Türkmen (Soziologin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen)
   Daniela Dahn (Journalistin und Autorin)

Moderation: Britta Steffenhagen / Florian Weis

Vor dem Ersten Weltkrieg hielt Rosa Luxemburg eine Rede, in der sie die Arbeiter aufforderte, sich nicht im Krieg verheizen zu lassen. Dafür kam sie zunächst für ein Jahr ins Gefängnis. Bis zur Novemberrevolution wurde sie in Berlin, in Wronke und schließlich in Breslau in «Schutzhaft» gehalten. Vom Gefängnis aus schrieb Rosa Luxemburg Briefe an ihre Freunde, unter anderem an Sonia, «Sonjuscha» Liebknecht, die Frau Karl Liebknechts. 

»Ich halte nichts von Mitleid, das sich nur in Hilfsbereitschaft und nicht auch in Zorn verwandelt.« Schreibt Brecht in seinem unvollendeten Buch der Wendungen, das posthum 1965 erschien. Brecht reflektiert dabei unter Rückgriff auf fernöstliche Anekdoten seine philosophische Methode der Dialektik. Diese «große Methode» dient ihm zur Analyse der Gesellschaft. Die Klassiker des Marxismus tauchen nur wenig chiffriert auf und Brecht versucht die Kämpfe und Niederlagen des Sozialismus zum Ausgangspunkt einer dialektischen Erneuerung der «großen Ordnung» produktiv zu machen.

«Denken wird definiert, als etwas, das dem Handeln vorausgeht», schreibt der ehemalige Professor für Philosophie Wolfgang Fritz Haug zur Grundlage des Herangehens von Brecht. Das Buch ist der Versuch, für den Marxismus eine Verhaltenslehre zu entwickeln. Wie sollen Menschen denken und sich verhalten, um zu einer freien Gesellschaft zu gelangen? Welche Art von Tugenden sollen sie dann leben, wenn alles leicht, gerecht, frei zugeht?

Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge Wolfgang Fritz Haug. Der 1936 geborene Haug war bis 2001 Professor für Philosophie an der FU Berlin. Neben zahlreichen Klassikern der marxistischen Debatte der letzten Jahrzehnte und der Herausgeberschaft von «Das Argument» lieferte er auch viele Beiträge zur philosophischen Bedeutung von Bertolt Brecht, z.B. «Philosophieren mit Brecht und Gramsci».

3:17

Bei den Präsidentschaftswahlen in Venezuela am 28. Juli 2024 könnte nach 25 Jahren Chavismus erstmals die Opposition die Wahlen gewinnen. 
Alexandra Martínez, Projektmanagerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Andenregion, erklärt, warum sich die Opposition auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hat und inwiefern die Beziehung zu den USA den Ausgang der Wahlen beeinflussen könnte.