Die Corona-Pandemie löste weltweit eine gesellschaftliche Zäsur aus. Wirtschaftliche und soziale Folgen sind erst in Ansätzen sichtbar. Allerorten ist zu hören, nach Corona sei die Welt nicht mehr, wie sie war. Unsere Zukunft ist nicht nur ungewiss, sie ist fragwürdig. Würdig jeder Anfrage und offen in ihrer Gestaltung. Wollen wir nicht, dass nur andere neue Zustände schaffen, die uns vielleicht selbst nicht behagen, müssen wir schon selbst Hand anlegen.
Viele Menschen nutzten den Lockdown zur Reflexion des eigenen wie des gesellschaftlichen Lebensstils. Damit wuchs die Bereitschaft, sich an neuen zukunftsfähigen Paradigmen auszurichten. Wie aber kann solcher Paradigmenwechsel das zukünftige gesellschaftliche Leben und die Politik beeinflussen?
Der Autor zeigt Wege auf, eigene Zielbilder auszuloten, sie zu reflektieren und konstruktiv in gesellschaftliche Debatten einzubringen.
Josef Hülkenberg (Jahrgang 1951) ist ein deutscher Diplom-Sozialpädagoge, Erwachsenenbildner, Autor und Demokratieforscher. Seit den 1970er Jahren beschäftigt er sich mit Fragen demokratischer Teilhabe, Bürgerbeteiligung und sozialethischer Entwicklung. Bundesweit bekannt wurde er durch seine „Demokratie-Pilgerwege“, auf denen er 2007 und 2009 quer durch Deutschland mit Bürgerinnen und Bürgern über Politik, Gemeinwohl und gesellschaftliche Zukunftsfragen ins Gespräch kam. Von 2008 bis 2017 war er mit der mobilen „denk!BAR®“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs und organisierte Seminare, Vorträge und Dialogveranstaltungen. Hülkenberg war Mitbegründer verschiedener zivilgesellschaftlicher Initiativen, darunter der Initiative Verfassungskonvent, und engagiert sich für eine stärkere direkte Bürgerbeteiligung sowie die Weiterentwicklung demokratischer Strukturen. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem Empörung allein schafft kein Gemeinwohl (2012), Nur mal angenommen … Demokratie ginge anders (2016), Frei zu lieben (2017) sowie Der Würde wegen (Mitautor). Seine Bücher verbinden sozialethische Reflexionen mit praktischen Vorschlägen zur Erneuerung demokratischer Kultur und gesellschaftlicher Verantwortung.
Website: Hülkenberg