Hrsg. Margit Rodrian-Pfennig, Holger Oppenhäuser, Udo Dannemann und Georg Gläser

Dirty Capitalism
Politisch Ökonomie (in) der politischen Bildung

Von Garzweiler bis zum Great Pacific Garbage Patch zeigt sich offenkundig: Die kapitalistische Vergesellschaftung ist dreckig. Umso mehr braucht kritische politisch-ökonomische oder sozio-ökonomische Bildung einen gesellschaftstheoretisch fundierten Kapitalismusbegriff. Der Ansatz des Dirty Capitalism leistet hierzu einen expliziten Beitrag. 

ISBN 978-3-89691-092-9 1. Auflage 04.2024 25,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Er greift die vielfältige Kritik an Vorstellungen und analytischer Reichweite eines "reinen" Kapitalismus, wie sie z.B. auch im Ansatz des „racial capitalism“ formuliert wird, auf und erweitert die Analyseperspektive über Klassenverhältnisse hinaus auf Rassismus, (Post-)Kolonialismus, Geschlechter- und Naturverhältnisse. Im Band wird das Konzept weiterentwickelt und als Zugang für die kritische politische Bildung und Politikdidaktik diskutiert und empirisch genutzt.

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Inhaltsverzeichnis

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Zusammenfassung der Kapitel und Rezension

Der Sammelband führt – theoretisch anspruchsvoll und unter Berücksichtigung vielfältiger Kontexte – in Grundfragen einer Kapitalismuskritik ein, die sich der gegenwärtigen multiplen Krisenlage auf dem Globus stellt. Dabei leistet er ein Doppeltes: Erstens erweitert er im Rückgriff auf die Marx‘sche Kritik der politischen Ökonomie und die Frankfurter Schule den analytischen Rahmen, und zwar vor allem im Blick auf Rassismen, Umweltzerstörung und (post-)koloniale Tendenzen. Zweitens diskutiert und operationalisiert er eine solche theoretische Selbstvergewisserung als Ansatzpunkt für die politische Bildung, deren prekärer Status in der Publikation ebenfalls Thema ist. Von Johannes Schillo socialnet.de 30.05.2024

Autoreninfos

Sonja Buckel, Politikwissenschaftlerin und Juristin, Professorin für Politische Theorie an der Universität Kassel. Sie promovierte über eine materialistische Rechtstheorie und habiltierte sich über Auseinandersetzungen im europäischen Migrationsrecht, beides an der Universität Frankfurt am Main. Als Mitglied der Forschungsgruppen »Staatsprojekt Europa« und »Beyond Summer 15« forscht sie seit 2009 zur Europäisierung der Migrationspolitik und gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen.

Wikipedia (DE): Sonja Buckel

Bettina Lösch (* 1972) ist eine Politikwissenschaftlerin und Hochschullehrerin am Lehr- und Forschungsbereich Politikwissenschaft, Bildungspolitik und politische Bildung der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. 

Wikipedia (DE): Bettina Lösch

Thomas Kopp ist ein deutscher Sozialwissenschaftler, der zu Fragen globaler Ungleichheit und sozial-ökologischer Transformation arbeitet. Er ist im Umfeld der I.L.A.-Werkstatt tätig, einem interdisziplinären Forschungszusammenhang zu Produktions- und Konsummustern in Industrieländern. Seine Arbeit verbindet politische Ökonomie mit gesellschaftstheoretischen Ansätzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse struktureller Voraussetzungen von Wohlstand und deren globalen Auswirkungen. Kopp befasst sich mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen im Kontext von Ressourcenverbrauch. Er ist in wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Debatten präsent. Beiträge erscheinen überwiegend in kollektiven Forschungs- und Publikationszusammenhängen.

Weitere Autoren im Inhaltsverzeichnis

Die Herausgebenden

Margit Rodrian-Pfennig ist (inzwischen pensionierte) Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet im Feld der politischen Bildung zu Demokratietheorien, Geschlechterverhältnissen und Migration. Sie ist Mitglied der AKG und Mitiniatorin des Forums kritische politische Bildung.

Holger Oppenhäuser ist promovierter Politologe und koordiniert die Erstellung von Bildungsmaterialien im Bundesbüro des globalisierungskritischen Netzwerks Attac.

Georg Gläser lehrt und promoviert an der Universität zu Köln zu Arbeitsverhältnissen in der politischen Bildung, davor Studium der Sozialwissenschaften & Geschichte für das Lehramt in Köln und Soziologie in Berkeley sowie Arbeit in der außerschulischen politischen Bildung. Schwerpunkte: Antisemitismuskritik, Staats- und Hegemonietheorie, Extreme und Neue Rechte – auch in Bezug auf kritische politische Bildung, Soziale Arbeit und Lehrer*innenbildung.

Udo Dannemann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Bildung der Universität Potsdam. Arbeitsschwerpunkte sind gesellschaftliche Herausforderungen, Krisen sowie Einstellungen und Positionen dazu als Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Bildung. Er promoviert, ausgehend von Ansätzen der sozioökonomischen und politischen Bildung, zur sozialwissenschaftlichen Bildung in der Schule. Vor seiner Tätigkeit am Lehrstuhl für Politische Bildung in Potsdam war Udo Dannemann Lehrer an Gymnasien in Berlin und Lissabon.

Erstellt: 27.03.2026 - 09:43  |  Geändert: 27.03.2026 - 10:03