Von Garzweiler bis zum Great Pacific Garbage Patch zeigt sich offenkundig: Die kapitalistische Vergesellschaftung ist dreckig. Umso mehr braucht kritische politisch-ökonomische oder sozio-ökonomische Bildung einen gesellschaftstheoretisch fundierten Kapitalismusbegriff. Der Ansatz des Dirty Capitalism leistet hierzu einen expliziten Beitrag.
Thomas Kopp ist ein deutscher Sozialwissenschaftler, der zu Fragen globaler Ungleichheit und sozial-ökologischer Transformation arbeitet. Er ist im Umfeld der I.L.A.-Werkstatt tätig, einem interdisziplinären Forschungszusammenhang zu Produktions- und Konsummustern in Industrieländern. Seine Arbeit verbindet politische Ökonomie mit gesellschaftstheoretischen Ansätzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse struktureller Voraussetzungen von Wohlstand und deren globalen Auswirkungen. Kopp befasst sich mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen im Kontext von Ressourcenverbrauch. Er ist in wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Debatten präsent. Beiträge erscheinen überwiegend in kollektiven Forschungs- und Publikationszusammenhängen.