ServusTV On (Medienpräsenz)

37:43

„Das ist brandgefährlich“ – Brigadegeneral a.D. Erich Vad warnt bei KLARTEXT Deutschland vor einer gefährlichen Eskalation in der deutschen Sicherheitspolitik. Zwar müsse die Bundeswehr wieder verteidigungsfähig werden, doch der Anspruch, bis 2039 die stärkste konventionelle Armee Europas zu stellen, sei aus seiner Sicht hochriskant und historisch sensibel. Vad kritisiert eine Politik, die zu stark auf militärische Stärke und zu wenig auf Diplomatie, Dialog und Interessenausgleich setze. Deutschland dürfe sich nicht in einen Krieg hineinziehen lassen, bei dem am Ende vom eigenen Land „nicht viel übrig“ bleibe. Besonders scharf warnt er vor eskalierender Rhetorik gegenüber Russland und einer vorschnellen EU-Perspektive für die Ukraine. Sein Fazit: Deutschland brauche militärische Stärke – aber verbunden mit politischer Klugheit. 

Zeitmarken

00:00 – Stärkste Armee Europas? Warum Vad den Plan für riskant hält 
02:33 – Anspruch und Realität: Ist die Bundeswehr überhaupt einsatzfähig? 
03:42 – 2039 als Zieljahr: Warum bei Vad die Alarmglocken schrillen 
05:28 – 260.000 Soldaten: Wer soll eigentlich zur Bundeswehr gehen? 
06:18 – Wehrmotivation am Boden: Wofür sollen junge Menschen dienen? 
08:13 – Deutsche Soldaten in die Ukraine? Vad nennt die Debatte „komplett schräg“ 
09:16 – Krieg in Deutschland: „Dann bleibt nicht viel übrig“ 
09:39 – Eskalation statt Dialog? Warum Vad die NATO-Debatte brandgefährlich findet 
10:53 – US-Raketen in Deutschland: Warum wir den „Segen“ zurückbekommen 
12:34 – Putin bald am Brandenburger Tor? Vad widerspricht der Domino-Theorie 
13:33 – Russland überschätzt? Warum Vad einen Durchmarsch für unrealistisch hält 
15:21 – NATO ohne USA: Wie stark wäre Europa wirklich? 
17:22 – Braucht Europa eigene Atomwaffen? Vad über den US-Schutzschirm 
19:14 – Deutsche Atomwaffen? Eine unbequeme Debatte 
22:51 – Warum die Bundeswehr wirklich blank ist 
23:56 – Warum Milliarden nicht bei der Truppe ankommen 
25:26 – Kriegswirtschaft? Vad warnt vor aufgeblähten Strukturen 
26:45 – Drohnen statt Panzer: Hat Deutschland das neue Kriegsbild verstanden? 
29:04 – „Kriegskanzler“? Vad warnt vor einem fatalen Kurs 
29:37 – Keine Gespräche mit Moskau: Für Vad ein sicherheitspolitisches No-Go 
30:28 – Kampfdrohnen gegen Russland: Droht die nächste Eskalation? 
31:48 – Merkel als Vorbild? Vad vermisst Diplomatie gegenüber Moskau 
34:40 – Raus aus dem Krieg: Warum Vad einen Waffenstillstand fordert 
35:03 – Ukraine in die EU? „Dann holen wir den Krieg nach Europa“ 
36:58 – Klartext bis zum Schluss: „Ich kann nicht anders“

21:37

Russland hat als erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen, auch bei uns wetteifern die Pharmakonzerne mit Unterstützung der Politik um einen Marktstart noch in diesem Jahr. Manche Experten fordern für ein möglichst rasches Ende der Pandemie bereits eine Impfpflicht, während sich die Gegner und Befürworter der Corona-Maßnahmen wie zuletzt in Berlin zusehends unversöhnlicher gegenüberstehen. Könnte ein funktionierender und sicherer Impfstoff die Gesellschaft wieder versöhnen?

Gäste:
Frank Ulrich Montgomery, Weltärzte-Präsident
Clemens Arvay, Biologe und Impfstoff-Kritiker
Christina Nicolodi, Virologin und Impfstoffexpertin
Paul Brandenburg, Arzt und Publizist
Ina Knobloch, Biologin und Filmemacherin

Während die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine die Aufmerksamkeit des Westens fesseln, arbeitet China leise und beständig an der Ausweitung seines Einflusses. Wirtschaftlich, technologisch, militärisch: Bis 2049 will das Reich der Mitte die globale Supermacht USA in allen Bereichen überholen und zur neuen Nummer Eins aufsteigen. Massive Investitionen in die Streitkräfte und die „Neue Seidenstraße“ zeugen von Chinas Streben nach globaler Macht. Doch wird diese Wachablöse an der Weltspitze friedlich vonstatten gehen? Und was bedeutet Chinas Streben nach der Macht für uns?

Die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik kennt das Reich der Mitte so gut wie kaum eine andere in Europa. Für sie steht fest: „China bereitet sich auf einen Krieg vor, das heißt aber nicht, dass es auch einen Krieg will“. Gleichzeitig erkennt sie historische Chancen für Europa – wenn es klug genug ist, diese zu nutzen. Der Demograph Rainer Münz sieht Chinas Machthunger nur durch einen Faktor gebremst: Den demographischen Wandel, der auch vor dem Reich der Mitte nicht Halt macht. Dabei wird China Opfer seiner eigenen Ein-Kind-Politik. Die Militärexpertin Elisabeth Hoffberger-Pippan bewertet das Eskalationspotenzial im Südchinesischen Meer und erkennt im Ringen um Taiwan eine echte Bedrohung für den Weltfrieden. Und der Ökonom Harald Oberhofer kennt die Schwierigkeiten, mit denen Chinas Wirtschaft zu kämpfen hat – und was das alles für uns in Europa bedeutet.

Darüber spricht Moderator Roger Köppel mit diesen Gästen:

   Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Sinologin
   Elisabeth Hoffberger-Pippan, Sicherheitsexpertin
   Harald Oberhofer, Ökonom