Furios erzählt Karine Tuil von Menschen, die getrieben sind von dem Wunsch nach Anerkennung, Geld und Macht - und beinah tragisch daran scheitern. Ein grandioses Gesellschaftspanorama unserer Zeit. Der Aufstieg des brillanten Managers François Vély scheint unaufhaltsam. Bis seine Exfrau sich aus dem Fenster stürzt, als sie erfährt, dass er wieder heiraten will. Der Tragödie folgt die Entdeckung, dass seine neue Lebensgefährtin in eine Affäre mit einem Offizier verstrickt ist, der völlig traumatisiert aus Afghanistan heimkehrt. Außerdem wird Vély ein Mediencoup zum Verhängnis, man bezichtigt ihn des Rassismus und Sexismus.
Karine Tuil (Jahrgang 1972) ist eine französische Schriftstellerin, deren Romane sich häufig mit sozialen, politischen und moralischen Konflikten moderner Gesellschaften befassen. Sie wurde in Paris als Tochter tunesisch-jüdischer Eltern geboren und studierte Kommunikationswissenschaften sowie Rechtswissenschaften an der Universität Panthéon-Assas. Ihr literarisches Debüt gab sie 2000 mit dem Roman Pour le pire; seither veröffentlichte sie zahlreiche Romane, deren Figuren sich mit Fragen von Macht, Identität, Religion, Politik und gesellschaftlichen Spannungen auseinandersetzen. Mehrere ihrer Werke wurden für bedeutende französische Literaturpreise nominiert oder ausgezeichnet und in verschiedene Sprachen übersetzt. Der Roman Die Gierigen (französisch: L’Invention de nos vies, ISBN 978-3-351-03378-1 in deutscher Übersetzung) schildert die Lebenswege dreier früherer Studienfreunde und verbindet persönliche Konflikte mit gesellschaftlichen Themen wie sozialem Aufstieg, Migration, Identität und moralischer Täuschung. Tuil lebt und arbeitet in Paris.
Wikipedia (DE): Karine Tuil | Website: Karine Tuil