Wolfgang Pohrt (1946 - 2018), Soziologe und Publizist, hat in den 80ern und 90ern die entscheidenden gesellschaftlichen Debatten in der Linken mitbestimmt. Von Pohrt erschien eine 13-bändige Werksausgabe seiner Schriften.

Wikipedia (DE): Wolfgang Pohrt

1. Auflage 17.03.2025 , Deutsch

Der Wolfgang-Pohrt-Reader bietet aus Anlass seines 80. Geburtstags die Möglichkeit, einen der scharfsinnigsten Soziologen kennenzulernen, der gegen die Zerfallsprodukte der 68er Bewegung wie die Friedens-, die Müsli-, die Zurück-zur-Natur- und die Anti-Atomkraft-Bewegung polemisierte, der das Massenbewusstsein der Deutschen nach der Wiedervereinigung und die Bandenkriminalität in der Politik untersuchte.

ISBN 978-3-89320-326-0 1. Auflage 17.03.2025 26,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

Wolfgang Pohrt hielt die beiden Vorträge 1989 und 1992, als sich die Grünen noch für Sirtaki und Kebab begeisterten und die Migranten als Bereicherung der Kultur im eigenen Land empfanden. Zur gleichen Zeit wurden aus dem linksalternativen Milieu immer wieder Stimmen laut, die behaupteten, dass die Türken da rausfielen, »weil wir die eh nie verstanden haben«. Schon damals machte sich die Linke Gedanken, wie man den »Zuzugstrom« in den Griff kriegen könnte, weil man nicht wollte, »daß die ganze BRD ein Industriegürtel à la Sao Paulo wird«. Dieses Phänomen versucht Pohrt vor dem Hintergrund der Bundesrepublik als einer »spätkapitalistischen, nach Einkommen-, Macht- und Statusgruppen segmentierten Industriegesellschaft« zu entschlüsseln.

ISBN 978-3-89320-272-0 14,00 € Portofrei Bestellen