Unstrittig ist, dass sich in den modernen Gegenwartsgesellschaften eine Transformation vollziehen wird. Es fragt sich allerdings, ob sie stärker von den Verhältnissen erzwungen wird oder im Rahmen gewisser zivilisatorischer Standards gestaltbar ist. Kurz, ob diese Transformation "by design or by disaster" erfolgt. Doch ist es möglich, moderne Gesellschaften gezielt zu transformieren? Fest steht: Ein solch umfassender Wandlungsprozess erfordert weit mehr als technologische Veränderungen. Auch ökonomisch, institutionell und kulturell müssen sich Gesellschaften wandeln. Allein: Es gibt für die Wege in eine zukunftsfähige, nachhaltige Gesellschaft keine Masterpläne. Wie Postwachstumsgesellschaften, etwa eine "reduktive Moderne", konkret und auf die unterschiedlichen Lebensbereiche bezogen aussehen könnten, ist ungewiss. Auch Überlegungen dazu, wie genau die Entwicklungen gestaltet werden müssen, die ein "gutes Leben" für alle Menschen in Freiheit und Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig substantiell weniger Natur- und Umweltverbrauch zur Folge haben, sind noch vage. Der Sammelband "Transformationsgesellschaften" will genau dies diskutieren.
12.03.2019
Der Wachstumswahn der Wirtschaft: #Scientists4Future kümmern sich
auf YouTube (12.03.2019) 4:04
Medienpräsenz
Kümmern sich die #Scientists4Future auch um den Wachstumswahn der (deutschen) Wirtschaft, der ein signifikanter Grund für die Erderwärmung ist? Ja! Nur wird hierzulande die Diskussion über das Wachstum kaum geführt: "Da sind wir Entwicklungsland", sagt Maja Göpel. "Es gibt Studenten, die aufrufen, dass ihre Lehrenden endlich aufhören sollen, sinnentleerte Modelhaftigkeiten beizubringen, die mit der Realität nichts zu tun haben!"
Ausschnitt aus der BPK von Scientists 4 Future vom 12. März 2019
Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
4min 4s
Videoautoren