Zwischen Wahn und Hoffnung. Ein kämpferischer Text über den Zustand der Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen.
Wie wollen wir eigentlich leben? Nach zwei Jahren Pandemie, in zermürbten Gesellschaften, verformten Demokratien, polarisierten Debatten, erschöpfen Volkswirtschaften und eingeschränkten Freiheitsrechten, liegt diese Frage mitten auf dem europäischen Tisch! Ulrike Guérot hat ein wütendes Essay für all diejenigen geschrieben, die nicht so leben wollen wie in den letzten zwei Jahren; die einem Virus nicht noch ein demokratischen System hinterher schmeißen, und die ihre Freiheit nicht für eine vermeintliche Sicherheit verspielen wollen.
"Wer schweigt, stimmt zu" - Auszug aus einem Essay von Ulrike Guérot
auf YouTube (16.05.2022) 17:52
Wenn der Privatbereich der Wohnung, eine Grundfeste der Demokratie, kippt, weil sie plötzlich unter den Imperativ des Notwendigen gefasst wird, sieht die Professorin für Europapolitik rot. Wie konnte es so weit kommen, dass wir uns so schnell durch Angst und Panik dazu hinreißen ließen, substanzielle Rechtsbestände unserer Demokratie ohne Evidenz temporär außer Kraft zu setzen?
"Kritik ist die Lebensader der Demokratie", meint Ulrike Guérot und will in ihrem Essay „Wer schweigt, stimmt zu“, die letzten zwei Corona-Jahre kritisch fassen. Sie ist nicht nur Professorin für Europapolitik in Bonn, sondern zum Beispiel auch Co-Direktorin des Forums für den deutsch-französisch-europäischen Dialog: Centre Ernst Robert Curtius.
Der Schauspieler Burak Hoffmann hat ihren Essay mit Freude gelesen und jetzt deren letztes Kapitel für uns eingesprochen, denn es ist das Kapitel der Aufarbeitung, der Versöhnung und der gesellschaftlichen Zukunftsszenarien. Das Buch ist im Westend-Verlag erschienen