30.10.2014

"Das Hohe Haus" – Szenische Lesung mit Roger Willemsen aus dem österreichischen Parlament

Remote Video URL
Medienpräsenz

Wir haben diese Lesung 2014 im Plenarsaal des österreichischen Parlament aufgezeichnet. 
Willemsen war nicht nur ein hervorragender Schriftsteller, sondern auch Fernsehmoderator, Filmproduzent, Literaturwissenschaftler, Essayist und Publizist.

Ein zeitloses Dokument eines besonderen Menschen, der unerwartet und viel zu früh von uns gegangen ist. Als Erinnerung an diese Begegnung haben wir diese Videoaufzeichnung in diesem neuen und unbenannten Kanal übernommen.

Der Publizist Roger Willemsen hatte ein Buch über den Deutschen Bundestag geschrieben. Keine Analyse politischer Abläufe aus Sicht des externen Experten, sondern eine tagebuchartige Parlamentsreportage aus der Perspektive eines mündigen Bürgers.

Ein Jahr lang hat sich Willemsen als Zuhörer auf die Besuchertribüne im Deutschen Bundestag gesetzt und die kleinen Szenen an Nebenschauplätzen, die Debatten und Feierstunden, Situationen der Rührung, der Freude, des Schreckens und des Protests aber auch Situationen, die nicht von den Kameras erfasst wurden, beobachtet und protokolliert.

Willemsen machte sich ein Bild über den Bundestag als das Zentrum der Demokratie, das Parlament als den Ort der politischen Debatte.

Seine mitunter auch ernüchternden Beobachtungen und parlamentarischen Exkursionen präsentierte Willemsen gemeinsam mit der Schauspielerin Annette Schiedeck und dem Hörfunk-Moderator Jens-Uwe Krause im Nationalratssitzungssaal des österreichischen Parlaments in einer szenischen Lesung.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 26min 32s
Videoautoren

Erstellt: 12.01.2026 - 13:47  |  Geändert: 12.01.2026 - 13:47

verwendet von

Ein Jahr lang sitzt Roger Willemsen im Deutschen Bundestag nicht als Abgeordneter, sondern als ganz normaler Zuhörer auf der Besuchertribüne im Berliner Reichstag. Es ist ein Versuch, wie er noch nicht unternommen wurde: Das gesamte Jahr 2013 verfolgt er in jeder einzelnen Sitzungswoche, kein Thema ist ihm zu abgelegen, keine Stunde zu spät.