Staatsdiener der Diktatur, Anwälte der Demokratie.
Die Bundesanwaltschaft hat den Auftrag, den Staat zu schützen und zur Rechtseinheit beizutragen. In der frühen Bundesrepublik ging sie mit harter Hand gegen Kommunisten vor, war in die Spiegel-Affäre verwickelt und musste sich Anfang der 1970er-Jahre mit der Bekämpfung der aufkommenden RAF einer bis dahin unbekannten Bedrohung stellen. Zugleich scheute die Bundesanwaltschaft eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihrer eigenen Mitarbeiter - obwohl viele bereits im »Dritten Reich« wichtige juristische Positionen bekleidet hatten. Erstmals wird in diesem Buch die Geschichte der Bundesanwaltschaft zwischen 1950 und 1974 erforscht. Es wirft ein Schlaglicht auf die heute hochaktuelle Frage, wie eine Demokratie den Staat schützen kann, ohne die eigenen Werte zu verraten.
Christoph Safferling (Jahrgang 1977) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Professor an der Universität Regensburg. Er hat Rechtswissenschaften studiert und an der Universität Augsburg promoviert; nach akademischen Stationen unter anderem an der Universität Augsburg und der Universität Würzburg wurde er an die Universität Regensburg berufen, wo er sich mit Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung befasst. Safferling ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Lehrbücher in den Bereichen Strafrecht und Strafprozessrecht und lehrt in Forschung und Lehre zu zentralen Fragen des materiellen und prozessualen Strafrechts. In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit widmet er sich darüber hinaus rechtsphilosophischen Fragestellungen, der Rechtstheorie und der Analyse aktueller rechtspolitischer Entwicklungen.
Wikipedia (DE): Christoph Safferling