Die liberalen Demokratien unserer Zeit stehen unter Druck. Sie wirken unfähig, die großen Krisen unserer Gegenwart lösen zu können – vom Klimawandel über Finanzinstabilitäten bis hin zur wachsenden Ungleichheit. Das Resultat ist ein Gefühl kollektiver Ohnmacht. Immer mehr Menschen wenden sich daher von der liberalen Idee ab und suchen Halt bei autoritären Versprechungen oder libertären Vordenkern.
„Woran Wirtschaftspolitik scheitert“ setzt sich von Extrempositionen ab. Der Autor wendet sich sowohl gegen libertäre Utopien einer völlig entfesselten Marktwirtschaft als auch gegen linke Deutungen, die jede Form von Ungleichheit als Ausbeutung brandmarken. Beiden ist gemeinsam, dass sie die komplexen Mechanismen moderner Ökonomien verkennen.