Budapester Memorandum (Thema)

Wikipedia (DE): Budapester Memorandum

30 Jahre Budapester Memorandum: Die nukleare Abrüstung der Ukraine im Rückblick

Das Budapester Memorandum, unterzeichnet am 5. Dezember 1994, ist eine internationale Vereinbarung, in der Russland, die USA und Großbritannien der Ukraine im Gegenzug für ihren Verzicht auf ihr sowjetisches Atomwaffenarsenal Sicherheitsgarantien gaben. Dabei spielte nicht nur die territoriale Integrität der Ukraine, sondern ihre Souveränität eine Rolle. Doch das Dokument trug nicht zur Entspannung in der Region bei. Eine Analyse des ungarischen Botschafters a. D. György Varga, der die Zeremonie in der ungarischen Hauptstadt diplomatisch begleitete. Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli. Nachdenkseiten 05.12.2024  Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Mythos Budapester Memorandum

Das „Budapester Memorandum“ – die Erzählung über die betrogene Ukraine, die ihre Atomwaffen arglos an Russland in Austausch für Sicherheitsgarantien abgegeben hätte und dafür bestraft worden wäre, wer kennt sie nicht. Sie ist fester Teil des Narratives über das tückische, vertragsbrüchige Russland und die vertragsgläubige Ukraine. Diese Erzählung hat einen kleinen Makel: sie stimmt nicht. Und zwar in keinem ihrer Kernelemente. Ivan Rodionov steigt tiefer in die Materie ein und findet heraus, dass die gängige Erzählung einer kritischen Überprüfung nicht standhält.