Ein Kind
Autobiografische Erzählung Teil 5/5

Über eine unglückliche Kindheit

Die Schande einer unehelichen Geburt, die Alltagssorgen der Mutter und ihr ständiger Vorwurf: Du hast mein Leben zerstört! überschatten Thomas Bernhards Kindheitsjahre. Ein wahres Martyrium begann mit dem Eintritt in die Schule, in der sich der begabte Junge von Anfang an langweilte. Es waren Jahre fern der Idylle, wenn auch nicht ohne Augenblicke des Hochgefühls. Und es war die Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges.

ISBN 978-3-423-13963-2 9. Auflage 2011 12,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch) 9. Auflage 2016

Sie sind der Schlüssel zum Werk von Thomas Bernhard. Sie kehren sein Innerstes nach außen. Kein Text, der intimer, berührender ist als die fünf zwischen 1975 und 1982 geschriebenen Erzählungen, in denen der Autor seine traumatischen Kindheits und Jugenderinnerungen beschreibt. In gnadenloser Diktion erzählt er von der Schande seiner unehelichen Geburt, vom Verstoß durch die Mutter und von Aufenthalten in nationalsozialistischen Erziehungsheimen. Seine schwere Tuberkuloseerkrankung bringt ihn an den Rand des Todes. Doch er entscheidet sich für das Leben.

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Das Buch bei der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft (ITBG)

Wikipedia (DE): Ein Kind

Autoreninfos

Thomas Bernhard (1931–1989) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker und zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Nach einer schwierigen Kindheit und Jugend sowie einer schweren Lungenerkrankung studierte er Schauspiel und Musik am Mozarteum in Salzburg und arbeitete zunächst als Journalist und freier Schriftsteller. Internationale Bekanntheit erlangte er durch Romane wie Frost, Verstörung, Korrektur, Beton, Holzfällen, Auslöschung und seine autobiografische fünfteilige Erinnerungsreihe. Ebenso erfolgreich waren seine Theaterstücke, darunter Der Ignorant und der Wahnsinnige, Die Jagdgesellschaft, Heldenplatz und Ritter, Dene, Voss. Charakteristisch für Bernhards Werk sind lange, rhythmisch komponierte Satzperioden, Monologe, Wiederholungen und eine kompromisslose Kritik an gesellschaftlicher Selbstzufriedenheit, Katholizismus, Bürokratie und dem österreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Für sein literarisches Schaffen erhielt er zahlreiche bedeutende Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis (1970). Sein Werk gehört heute zum Kanon der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Wikipedia (DE): Thomas Bernhard  |  Wikipedia (EN): Thomas Bernhard  |  Website (18.08.2026): thomasbernhard.at Internationale Thomas Bernhard Gesellschaft (ITBG)

Autoren

Erstellt: 19.08.2026 - 06:32  |  Geändert: 19.08.2026 - 06:39