Als habe ich zwei Leben - Brigitte Reimann

Sie ist eine der wichtigsten deutschen Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

Doch die Frau Brigitte Reimann ist nicht losgelöst von der Schriftstellerin zu betrachten. Beim Lesen ihrer Werke, Tagebücher und Briefe wird schnell klar, wie facettenreich sie war. Sie kann eine Prosa­architektin genannt werden, und ihr Schreiben entzieht sich jedem einfachen biografischen Erzählen. Vielmehr gilt es, die Unentwirrbarkeit der Beziehung von Leben und Schreiben, die Erzählebenen und Bewusstseinsschichten innerhalb ihres Werks zu beleuchten. 

ISBN 978-3-96311-711-4 1. Auflage 10.06.2024 18,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Reimann erschließt sich Räume und bevölkert sie mit Menschen, die sie mit Biografien ausstattet, die Brüche aufweisen, Männer und Frauen, die in ausweglose Situationen geraten und um ihr Leben sprechen, wie auch die Schriftstellerin selbst um ihr Leben schreibt, das sie provisorisch nennt, und das viel zu früh endet.

Ingeborg Gleichauf erzählt von der Sprachwelt Brigitte Reimanns, die ihr Zuhause nirgendwo hat und doch in einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Gesellschaft angesiedelt ist.

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Leseprobe / Blick ins Buch

Brigitte Reimann bei Neuer Weg

Rezensionen

(...) Gleichauf geht in ihrem Buch nicht nur auf Reimanns bekannteste Werke wie „Franziska Linkerhand“ oder „Ankunft im Alltag“ ein, sondern auch auf ihre weniger bekannten Texte, auf ihre Notizen, Gedanken und die Entstehung ihrer Figuren. Dabei wird deutlich, dass Reimann eine außergewöhnlich bewusste Schriftstellerin war. bibliomaniacs.de 11.11.2025

„Mit jedem Roman, jeder Erzählung nimmt sie einen anderen Namen an. Immer aber ist sie selbst es, die unterschreibt.“ - Wer sich intensiv mit Literatur beschäftigt, wird immer fasziniert sein und bleiben von der völlige Hingabe des Autors oder der Autorin für das Schreiben, das dessen/deren Leben wie kaum eine andere Beschäftigung prägt und einnimmt. Im Fall von Brigitte Reimann (1933-1973) nennt die Literaturwissenschaftlerin Ingeborg Gleichauf das Verhältnis von Leben und Schreiben ein „Doppelt-Sein“. zeichenundzeiten.com 26.09.2024

Weitere Pressestimmen

»Ein facettenreiches Bild über eine zutiefst verletzbare, streitbare Autorin.« WeiberDiwan, Ausgabe 2024/25

»Eine authentische Rekonstruktion und ein anschaulicher Zugang zu einer fast vergessenen Autorin.« ekz.bibliotheksservice, 2. Dezember 2024

»Ihr Blick ist sowohl ein konzentrierter als auch ein facettenreicher, ihre Auseinandersetzung ist Folge eines Reimann-Lesehungers.« Zeichenundzeiten.com, 26. September 2024

»Ingeborg Gleichauf ist mit der Biographie (die keine sein will) über Brigitte Reimann ein großer Wurf gelungen.« Silvy Pommerenke, AVIVA-Berlin, 15. September 2024

»Wer die Bücher Brigitte Reimanns noch nicht kennt, lernt mit Ingeborg Gleichauf die wichtigsten Schlüssel kennen zu ihrem Werk, lernt die enge Verzahnung von Leben und Schreiben der Brigitte Reimann kennen.« Ralf Julke, Leipziger Zeitung, 3. September 2024

»Reimann wird in diesem Buch lebendig, lächelt quasi zwischen den Zeilen.« Torsten Klaus, Dresdener Neueste Nachrichten, 31. August 2024

»Sie versteht es, ihre Analysen so an die Leser zu bringen, dass sie neugierig werden.« cultur.zeit/stadtmagazin chilli, 22. August 2024

»Man wird unterhalten und belehrt im besten Sinne.« Albrecht Franke, Ossietzky, August 2024

Quelle der Pressestimmen: Mitteldeutscher Verlag (03.08.2026)

Autoreninfos

Ingeborg Gleichauf, geb. 1953, studierte Germanistik und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dort 1994 Promotion über ­„Malina“ von Ingeborg Bachmann. Langjährige Tätigkeit in der Erwachsenenbildung. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Philosophinnen, Dichterinnen und Theaterfrauen, im mdv: „Martha Nussbaum. Philosophin des guten Lebens“ und „Simone Weil. Philosophin der Freiheit“. Mitteldeutscher Verlag (03.08.2026)

Wikipedia (DE): Ingeborg Gleichauf

Erstellt: 03.08.2026 - 06:47  |  Geändert: 03.08.2026 - 07:08