Broken USA
250 Jahre Kriege, Lügen und Unterdrückung
Am 4. Juli 2026 feiern die USA ein Jubiläum. An diesem Tag vor 250 Jahren wurde die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet. Darin heißt es, dass »alle Menschen gleich geboren« sind, aber in ihr steht kein Verbot der Sklaverei. Als dann 1787 die Verfassung beschlossen wurde, ist keine Rede mehr davon, dass »alle Menschen gleich geboren« sind. Auch wird nirgends die Sklaverei verboten. Dies gilt bis heute. So wurden die USA als rassistischer, kolonialer Sklavenstaat gegründet – aber sie geben sich als Demokratie aus: Lügen von Anfang an. Denn längst gibt es Formen modernisierter Sklavenarbeit mit weltweit Millionen Niedrigstlohnempfängern.
Die USA bezeichnen sich als »die Heimat des Friedens«. Doch seit ihrem Bestehen haben sie 469 Kriege geführt und zahlreiche Regierungsstürze organisiert. Die USA unterhalten 1.185 Militärstützpunkte auf allen Kontinenten. Sie sind weltweit die größten Rüstungslieferanten.
Inzwischen aber ist die »einzige Weltmacht« auf dem absteigenden Ast. Und mit ihr »befreundete« Länder wie die NATO-Mitgliedstaaten. Diese Brüche ermöglichen Widerstände und Alternativen, doch sie müssen erkämpft werden. Es geht um nicht weniger als die Selbstorganisation all jener Länder und Menschen, die unter Beachtung des UN-Völkerrechts und der Menschenrechte neue Wege beschreiten.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
Aus dem Vorwort
Heute, 4. Juli 2026: Die USA feiern ihren 250. Geburtstag – ja, aber: Welches Datum wird da eigentlich gefeiert? So fragt sich Werner Rügemer, der eben ein Buch zur Geschichte der USA herausgegeben hat. Wir kennen Werner Rügemer persönlich und können nur eines sagen: Sein neustes Buch ist äußerst lesenswert! Hier ein Ausschnitt aus seinem Vorwort … globalbridge.ch 04.07.2026
Interview
»Für Demokratie und Frieden muss die Abhängigkeit von den USA beendet werden« - Über den Niedergang der Vereinigten Staaten und weshalb der Aufstieg Chinas die US-Eliten zu einer aggressiven Außenpolitik veranlasst. Ein Gespräch mit Werner Rügemer. Von Carmela Negrete junge Welt 20.07.2026