Denk ich an Deutschland ...
Ein Dialog in Israel
Ein Dialog in Israel.
Deutschland ist in Israel ein empfindliches Thema - das im vorliegenden Gesprächsband von zwei hochkarätigen Experten in vielen unterschiedlichen Aspekten beleuchtet wird. Moshe Zuckermann von der Universität Tel Aviv und Moshe Zimmermann von der Hebräischen Universität in Jerusalem, widmeten ihr gesamtes Forschungsleben der deutschen Geschichte.
Ihr Buch ist ein profunder Dialog zu den Themen: Die Shoah der europäischen Juden, der israelisch-palästinensische Konflikt, der Antisemitismus und seine Instrumentalisierung zu politischen Zwecken, die zionistische politische Kultur Israels und ihre deutschen Wurzeln, und vieles mehr. Die Gespräche eint der Versuch, die Themen auf gemeinsamer Basis tiefergehend zu ergründen und auch Nuancen zu erörtern, die der öffentliche Diskurs oft in grober Eindimensionalität rezipiert.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags
Ist Kritik am Vorgehen Israels in Gaza per definitionem antisemitisch? Kein europäischer Historiker kann die Geschichte der Juden und die Geschichte Israels – was nicht dasselbe ist! – ignorieren. Auch ich als Herausgeber von Globalbridge.ch investiere viel Zeit, um auch in dieser Thematik informiert zu sein – siehe weiter unten. Aber es gibt Leser, die aus den auf Globalbridge.ch publizierten Beiträgen zum Krieg in Gaza den Schluss ziehen, ich hasse «die Juden». Dagegen muss ich mich in aller Form wehren. Von Christian Müller → Global Bridge 04.01.2024
Studie: Israelischer Blick auf Deutschland positiver als umgekehrt → Zeit Online 02.09.2022
Israelische Deutschlandbilder - Essay → Bundeszentrale für politische Bildung 30.01.2015
Was bedeutet überhaupt "Dialog"? → Wortherkunft und Geschichte auf Wikipedia
Autoreninfos
Moshe Zuckermann (Jahrgang 1949) ist ein israelisch-deutscher Soziologe, Historiker, Philosoph und politischer Publizist. Er wurde in Tel Aviv als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender geboren, wuchs zeitweise in Frankfurt am Main auf und kehrte 1970 nach Israel zurück. An der Universität Tel Aviv studierte er Soziologie, Politikwissenschaft und Geschichte und wurde später Professor am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas. Von 2000 bis 2005 leitete er das Institut für Deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv; heute ist er emeritiert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, die Soziologie und Philosophie der Kunst, die Wirkung des Holocaust auf die politischen Kulturen Deutschlands und Israels sowie Antisemitismus, Zionismus und Erinnerungspolitik.
Zuckermann veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter Zweierlei Holocaust, Gedenken und Kulturindustrie, „Antisemit!“ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument, Israels Schicksal, Der allgegenwärtige Antisemit, Wagner, ein ewig deutsches Ärgernis und Fortschritt. Darin kritisiert er sowohl die politische Instrumentalisierung der deutschen Vergangenheit als auch die israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik. Er versteht sich als Marxist und Vertreter der Kritischen Theorie und gehört zu den profiliertesten israelischen Stimmen in deutschsprachigen Debatten über Israel, Deutschland, den Holocaust und den Antisemitismusbegriff.
Wikipedia (DE): Moshe Zuckermann | Wikipedia (HE): Moshe Zuckermann

