Hugo Maximilian Bettauer (1872–1925) war der meist gelesene Wiener Schriftsteller und Journalist der frühen 1920er-Jahre. In seinen Schriften wandte er sich gegen den grassierenden Antisemitismus, forderte Straffreiheit für Homosexualität und trat für ein modernes Scheidungsrecht ein.
Am 10. März 1925 schoss der Rechtsradikale Otto Rothstock auf Bettauer, der an den Folgen des Anschlags starb. Valentin Fuchs skizziert in seinem Buch "Die Hinrichtung Hugo Bettauers" die gesellschaftliche Atmosphäre, die zu dem Mord führte und berichtet über den Prozess und die involvierten Personen, von denen einige im Dritten Reich Karriere machten.
An diesem Abend diskutiert er mit dem Germanisten Murray Hall über seine Forschungen, Maren Rahman liest aus ausgewählten Werken Bettauers.