Overton Magazin (Medienpräsenz)

45:29

Roberto De Lapuente spricht mit Jaques Baud dem Autor von »Putin - Herrscher des Geschehens?« Von der Art und Weise, wie wir eine Krise verstehen, hängt es ab, wie wir sie lösen. Die häufig unvollständige Darstellung der Vorgeschichte des Ukraine-Kriegs in vielen europäischen Medien und in der Politik hat durch zu einfache Schuldzuweisung die Chancen auf eine Verhandlungslösung verringert. Auf der Grundlage von Dokumenten, die hauptsächlich von den USA, der Ukraine, der russischen Opposition und internationalen Organisationen stammen, stellt dieses Buch einen sachlichen Blick auf die Realität dar und öffnet die Tür für eine vernünftigere und ausgewogenere Einschätzung des Kriegs in der Ukraine.

Jaques Baud hat einen Master in Ökonometrie und ein abgeschlossenes Nachdiplomstudium in internationaler Sicherheit und internationalen Beziehungen. Er arbeitete als für die Ostblockstaaten und den Warschauer Pakt zuständiger Analyst für den Schweizer Strategischen Nachrichtendienst und leitete die Doktrin für friedenserhaltende Operationen der Vereinten Nationen New York. Dort war er zuständig für die Bekämpfung der Proliferation von Kleinwaffen bei der NATO und beteiligt an den NATO-Missionen in der Ukraine.

28:49

Alexander Unzicker im Gespräch über seine These, dass mit dem Zweiten Weltkrieg, der Entwicklung der Atombombe, dem Aufstieg der USA und der Militarisierung der Forschung in der Wissenschaft die Grundlagenforschung verloren gegangen ist. Grundlagenwissenschaft behandelt die großen Fragen, wie die Welt, wie die Natur funktioniert. Was sind genau Elementarteilchen? Welche Eigenschaften haben sie? Was sind Naturkonstanten? Das sind ganz elementare Fragen, die die Physiker wie Einstein, Erwin Schrödinger oder Paul Dirac vor hundert Jahren umgetrieben haben. Sie sind, so Unzicker, immer noch weitgehend unbeantwortet, weil die Wissenschaft oberflächlicher geworden ist.