»Banal, kitschig, trivial« - wenn wir Schriftstellerinnen weiter abwerten, verpassen wir das Beste! Sollte das Geschlecht des Schreibenden eine Rolle spielen bei der Lektüreauswahl? Natürlich nicht, würden wohl die meisten sagen. Und doch werden literarische Werke von Frauen seltener verlegt, besprochen und mit Preisen versehen. Das muss ein Ende haben. Nicole Seifert liefert das Buch zur Debatte - klug, fundiert und inspirierend. Banal, kitschig, trivial - drei Adjektive, mit denen das literarische Schaffen von Frauen seit Jahrhunderten abgewertet wird. Während Autoren Tausende von Seiten mit Alltagsbeschreibungen füllen und dafür gefeiert werden, wird Schriftstellerinnen, die Ähnliches unternehmen, Befindlichkeitsprosa vorgeworfen. Nicole Seifert ist angetreten, die frauenfeindlichen Strukturen im Literaturbetrieb aufzuzeigen.
Nicole Seifert (* 1972) ist gelernte Verlagsbuchhändlerin und promovierte Literaturwissenschaftlerin und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin. 2021 erschien ihr Buch »FrauenLiteratur«, 2024 folgte »Einige Herren sagten etwas dazu«. Im selben Jahr wurde sie mit dem Luise-Büchner-Preis für Publizistik ausgezeichnet. Quelle: Penguin Verlagshaus 30.04.2026
Wikipedia (DE): Nicole Seifert