Der Versicherungsagent Vincent Baumann, ein kalter Karrierist, Höriger eines gnadenlosen Systems, wird selber Opfer der Konzerne, die er vertritt. Degradiert zum Handlanger, strengt er sich verbissen an, zurückzukommen auf den Arbeitsmarkt, kämpft um den Aufstieg. Dabei erkennt er, dass es noch andere Werte gibt als Einkommen und Erfolg. Und er entscheidet sich gegen seine bisherige Weltanschauung, für einen anderen Menschen, für Lisa Sokulowa. Eine Zukunft haben die beiden nicht. Aber ein kleiner Triumph bleibt ihnen gegen die Übermacht des herrschenden Systems.
Valentin Hitz (Jahrgang 1969) ist ein deutscher Drehbuchautor und Filmregisseur. Er wurde in Stuttgart geboren, wuchs in Zürich auf und lebt und arbeitet als Filmemacher in Wien. Hitz studierte Regie an der Filmakademie Wien und wirkt sowohl als Autor als auch als Regisseur an Kino- und Kurzfilmproduktionen. Bekannt wurde er vor allem durch den Spielfilm „Stille Reserven“ aus dem Jahr 2016, dessen Drehbuch er schrieb und den er inszenierte; der Film wurde u. a. beim Zurich Film Festival ausgezeichnet und auf internationalen Festivals gezeigt. Darüber hinaus realisierte er weitere Arbeiten, darunter die Filme „Ratrace“ (1999) und „Kaltfront“ (2003), und ist auch in der filmischen Lehre tätig. Seine filmische Arbeit verbindet dramatische Erzählformen mit gesellschaftlichen und ästhetischen Fragestellungen.