Enteignung
Roman

Nach seinem erfolgreichen Roman "Fremde Seele, dunkler Wald", der auf der Shortlist des deutschen Buchpreises stand, schreibt Reinhard Kaiser-Mühlecker über die Umbrüche unserer Gegenwart. Nach Jahren auf Reisen kehrt ein Journalist in den Ort seiner Kindheit zurück, an dem er nie heimisch war. Er schreibt für das kriselnde Lokalblatt, er beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dessen Land enteignet wurde. Rätselhaft und faszinierend sind sie, Ines, Hemma, Flor, und sie ziehen ihn hinein in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen weggenommen wird. Ein existentieller und aufwühlender Roman darüber, wie diese Welt im Umbruch unsere Gefühle und Beziehungen verändert. Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt von einer Zeit tiefer Verunsicherung - er erzählt von unserer Gegenwart.

ISBN 978-3-10-397408-9 2. Auflage 03.2019 vergriffen Mehr Infos (Buch) → d-nb.info

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Leseprobe des Verlags

Pressestimmen

Ein wundersamer [...] kurzweiliger, interessanter, kluger, auch politisch kluger Text (Denis Scheck, Westdeutscher Rundfunk, 17.02.2019)

Der bislang beste deutschsprachige Roman in diesem Jahr. (Gerrit Bartels, rbb Kultur, 14.06.2019)

Reinhard Kaiser-Mühlecker hat einen Krimi aus Schweigen und sprechenden Gesten geschrieben. Und nebenbei erfindet er das Genre des Heimatromans noch einmal neu. (Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 29.05.2019)

Jeder Satz dieser ›Enteignung‹ sitzt [...] in beglückender Einfachheit. Erstklassige Prosa lebt davon. Sehr gelungen! (Harald Loch, Nürnberger Nachrichten, 14.05.2019)

Für mich ist er einer der größten lebenden deutschsprachigen Autoren.[…] Er erzählt Geschichten von einer ungeheuren Wucht. (Christoph Schröder, Hessischer Rundfunk, 16.04.2019)

Kaiser-Mühleckers Fähigkeit, genau zu beobachten und Krisen wie Romanzen aufs äußerste zuzuspitzen, macht selbst aus unscheinbaren, sprachlich fast belanglosen Passagen kleine Preziosen. (Kai Spanke, FAZ, 03.04.2019)

Das Finale des vorliegenden Liebes- und Wirtschaftromans, der breitbeinig als Männerbuch daherkommt, in dessen Zentrum aber starke Frauenfiguren stehen, ist furios und überraschend. (Stefan Gmünder, Der Standard, 16.03.2019)

ein ganz und gar gegenwärtiges Buch, das von den Umbrüchen unserer Zeit handelt. Zugleich ist es aber in seinem tiefen existentiellen Ernst vollkommen zeitlos. (Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung, 02.03.2019)

Mediathek

schreibART ONLINE: Reinhard Kaiser-Mühlecker
Österreichische Gesellschaft für Literatur (09.12.2020)

Autoreninfos

Reinhard Kaiser-Mühlecker (Jahrgang 1982) ist ein österreichischer Schriftsteller. Er wurde in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs auf einem Gehöft in der Gemeinde Eberstalzell in Oberösterreich auf, wo er heute den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie führt. Von 2003 bis 2007 studierte er Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. Sein Debütroman ›Der lange Gang über die Stationen‹ erschien 2008 und wurde noch vor Erscheinen mit dem Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet. Es folgten weitere Romane, darunter ›Magdalenaberg‹ (2009), ›Wiedersehen in Fiumicino‹ (2011), ›Roter Flieder‹ (2012), ›Schwarzer Flieder‹ (2014), der Erzählband ›Zeichnungen. Drei Erzählungen‹ (2015), ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ (2016), ›Enteignung‹ (2019), ›Wilderer‹ (2022) und ›Brennende Felder‹ (2024). Der Roman ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016; ›Wilderer‹ erhielt den Bayerischen Buchpreis 2022; für ›Brennende Felder‹ wurde Kaiser-Mühlecker mit dem Österreichischen Buchpreis 2024 ausgezeichnet. Zu den weiteren Auszeichnungen zählen der Kunstpreis Berlin für Literatur, der Anton-Wildgans-Preis, der Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und der Österreichische Staatspreis für Literatur.

Wikipedie (DE): Reinhard Kaiser-Mühlecker

Literaturpreise:

Comburg-Stipendium 2015 
Adalbert-Stifter-Stipendium 2014 
Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2014
Österreichischer Staatspreis outstanding artist award 2013 
Kunstpreis Berlin für Literatur 2013 
Buch.Preis 2009
Stipendium des Literarischen Colloqiums Berlin 2009 
Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2009 
Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2008
Hermann-Lenz-Stipendium 2008 
Stipendium des Herrenhauses Edenkoben 2007 
Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung 2007
Werkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung 2006

Erstellt: 22.02.2020 - 09:54  |  Geändert: 13.03.2026 - 08:29