Die Hauptstadt
Roman

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9. Auflage 13.09.2017 , Deutsch

In Brüssel laufen die Fäden zusammen - und ein Schwein durch die Straßen. 

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an - die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen.

ISBN 978-3-518-42758-3 9. Auflage 13.09.2017 24,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; "zu den Akten legen" wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen - für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

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Leseprobe

Buchpreis für Robert Menasse Der erste große EU-Roman Der diesjährige Buchpreisträger Robert Menasse habe es in seinem Roman "Die Hauptstadt" geschafft, ein komplexes Gebilde auf unterhaltsame Art und Weise zu vermitteln, sagte Dlf-Literaturkritiker Jan Drees. Das Buch dramatisiert das von vielen als unverständlich empfundene System der EU-Institutionen. Jan Drees im Gespräch mit Dirk Müller → Deutschlandfunk 10.10.2017

Robert Menasse erhält Deutschen Buchpreis Für das Humane gilt es zu kämpfen, es ist nie selbstverständlich: Der Europaroman "Die Hauptstadt" wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet. → Zeit Online 09.10.2017

EU-Bürokratie im Roman Europa, Union der Einzelkämpfer. Robert Menasses neuer Europa-Roman zeigt ein Brüssel, in dem Heuchler und Karrieristen mit Ränkespielen und Partikularinteressen herrschen. Eine kluge literarische Intervention zur richtigen Zeit. Von Björn Hayer  → SPON 11.09.2017

Autoreninfos

Robert Menasse (Jahrgang 1954) ist ein österreichischer Schriftsteller, Essayist und politischer Publizist. Er studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte über den Außenseiter in der Literatur. Menasse veröffentlichte zahlreiche Romane, Essays und politische Schriften, in denen er sich unter anderem mit europäischer Integration, Demokratie und Erinnerungskultur auseinandersetzt. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er mit dem Roman „Die Hauptstadt“, der 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Neben seiner literarischen Arbeit tritt er regelmäßig als Redner und Kommentator in europäischen Debatten auf. Seine Texte verbinden erzählerische Literatur mit politischer Reflexion und zeitgeschichtlicher Analyse. Er lebt und arbeitet in Wien und Brüssel.

Wikipedia (DE): Robert Menasse  |  Website: Robert Menasse

Autoren

Erstellt: 09.10.2017 - 20:29  |  Geändert: 11.02.2026 - 07:09