Chruschtschows Lügen
Die Beweise, dass alle "Enthüllungen" über Stalins (und Berias) "Verbrechen" in Nikita Chruschtschows berüchtigter "Geheimrede" auf dem 20. Parteitag der KPdSU am 25. Februar 1956 nachweislich falsch sind
Chruschtschow und die Entstalinisierung. Dass Stalin den Weltkrieg am Globus plante, haben schon seine Generäle widerlegt, ohne je viel Gehör zu erhalten.
Dass jedoch in Chruschtschows berühmter "Geheimrede" von 1956 nicht nur diese Kolportage, sondern wortwörtlich JEDE Aussage gelogen ist und sich mit verifizierten Archivquellen und Zeugenaussagen widerlegen lässt, hat auch Grover Furr bei seinem umfassenden Studium von Primär- und Sekundärquellen überrascht. In seinem 2007 in den USA erschienenen Buch kommt er mit der äußersten Vorsicht des Historikers zu dem Ergebnis: Der von der "Geheimrede" ausgehende aufklärerische Impuls stellt sich als propagandistische Blase heraus.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags
Aus dem Inhalt
Vorwort von Domenico Losurdo – S. 11
Einleitung. Die Chruschtschowsche Fälscherschule: „Die wirkmächtigste Rede des 20. Jahrhunderts“ – S. 15
Kapitel 1. Der Kult und Lenins „Testament“
Der Kult
Lenins „Testament“
Kapitel 2. Kollegialität „zertrampelt“
„Kollegialität“ in der Arbeit
Stalin „vernichtete“ alle Führer, die gegen ihn waren, „moralisch und physisch“
Massenrepressionen im Allgemeinen
„Volksfeind“
Sinowjew und Kamenew
Trotzkisten
Stalin vernachlässigte die Partei
Kapitel 3. Stalins „Willkür gegenüber der Partei“
Bezugnahme auf „eine Parteikommission unter der Kontrolle des Zentralkomitee-Präsidiums“; Verfälschung von Materialien während der Repressionen
„Direktive“ vom 1. Dezember 1934, unterschrieben von Jenukidse
Chruschtschow deutet an, Stalin sei in die Ermordung Kirows verwickelt
Stalins und Schdanows Telegramm an das Politbüro vom 5. September 1936
Stalins Bericht auf dem Februar-März-Plenum des ZK 1937
„Viele Mitglieder stellen die Massenrepressionen in Frage, besonders Postyschew“
Kapitel 4. Die „Fälle“ gegen Parteimitglieder und damit verbundene Fragen
Eiche
Jeschow
Rudsutak
Rosenblum
J. D. Kabakow
Kosior; Tschubar; Postyschew; Kosarew
Die Listen
Die Resolution des ZK-Plenums vom Januar 1938
„Berias Bande“
„Das Foltertelegramm“
„Rodos folterte Tschubar und Kosior auf Berias Befehl“
Kapitel 5. Stalin und der Krieg
„Stalin beherzigte nicht die Kriegswarnungen“
Woronzows Brief
Ein deutscher Soldat
„Die Liquidierung der Kommandeure“
Stalins Demoralisierung zu Beginn des Krieges
„Stalin – ein schlechter Heerführer“
Charkiw 1942
„Stalin plante Militäroperationen an einem Globus“
Stalin degradierte Schukow
Kapitel 6. Über Intrigen und Affären
Verbannung von nationalen Minderheiten
Die „Leningrader Affäre“
Die mingrelische Affäre
Jugoslawien
Die Ärzte-Verschwörung
Kapitel 7. Beria, seine „Machenschaften“ und „Verbrechen“
Beria
Kaminsky beschuldigte Beria der Zusammenarbeit mit der Müsavat-Partei
Kartwelischwili
Kedrow
Ordschonikidses Bruder
Kapitel 8. Ideologie und Kultur
Stalin. Kurze Lebensbeschreibung
„Kurzer Lehrgang“
„Stalin unterzeichnete am 2. Juli 1951 den Befehl für sein eigenes Denkmal“
Der Palast der Sowjets
Der Leninpreis
Kapitel 9. Stalins letzte Amtsjahre
„Stalin schlug ungeheure Steuererhöhungen für Kolchosen vor“
„Stalin beleidigte Postyschew“
Die „Desorganisation“ der Arbeit des Politbüros
Stalin verdächtigte Woroschilow, ein „englischer Agent“ zu sein
58.–60. Andrejew; Molotow; Mikojan
Die Erweiterung des Präsidiums
Kapitel 10. Eine Typologie der Tatsachenverdrehung
Zur Typologie der Chruschtschowschen Fälschungstechniken
Über das Problem der Einführung eines neuen Paradigmas
Das Aufdecken einer Lüge ist nicht dasselbe wie das Feststellen der Wahrheit
Historische versus juristische Beweise
Folter und die mit ihr verbundenen historischen Probleme
Eine Typologie der Chruschtschowschen Verfälschungen
Die „Enthüllungen“
Kapitel 11. Die Ergebnisse von Chruschtschows „Enthüllungen“; Gefälschte Rehabilitierungen
Gefälschte Rehabilitierungen
Eiches Brief an Stalin vom 27. Oktober 1939
„Rehabilitierung per Liste“ – Das Memorandum vom 2. März 1956
Kapitel 12. Resümee: Das andauernde Vermächtnis von Chruschtschows Täuschungen
Warum griff Chruschtschow Stalin an?
Die Chruschtschow-Verschwörung?
Alexander S. Schtscherbakow
Die Auswirkungen auf die sowjetische Gesellschaft
Politische Auswirkungen
Trotzki
Ungelöste Schwächen im sowjetischen System des Sozialismus
Bericht über die Buchvorstellung „Chruschtschows Lügen“* mit dem Autor Grover Furr am 30. Mai 2015 in Berlin: Zu dieser bemerkenswerten Veranstaltung mit Grover Furr, Professor für englische Literatur und Geschichte des Mittelalters, New Jersey, USA, hatte die Eulenspiegel Verlagsgruppe und die Peter-Hacks-Gesellschaft eingeladen. Die zahlreich Erschienenen folgten dem Referat und der anschließenden Diskussion mit Spannung. Von Uta Mader berlin.freidenker.org 03.09. 2015