Eisenkinder
Die stille Wut der Wendekinder

»Ein Unbehagen, eine tiefe Verunsicherung, eine stille, unterschwellige Wut«, das sei das gemeinsame Erbe der letzten Kinder der DDR, so Sabine Rennefanz. Als die Mauer fiel, war sie 15 Jahre alt und gehörte damit zur gleichen Generation wie die Mörder des NSU. 2011, unter dem Eindruck der Bekennervideos von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und angestoßen von den Vorurteilen in der Ost-West-Debatte, begibt Rennefanz sich auf eine nachdenkliche Suche nach Spuren, Mustern und Zusammenhängen, nach Heimat und nach der Identität ihrer Generation – den Eisenkindern.

ISBN 978-3-596-71309-7 2. Auflage 26.08.2026 14,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch) Überarbeitete Neuausgabe

Ein Buch, das die entscheidenden Fragen stellt und sich heute wieder so aktuell liest wie zum erstmaligen Erscheinen.

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Rezensionen

Buchvorstellung und Rezension: (...) Wer sich über das Thema Rechtsradikalismus im geeinten Deutschland, speziell in Ostdeutschland, kritisch und fragend informieren und auseinandersetzen will, wer noch keine feste Meinung und Klischees über die Folgen der Wende, auch mehr als 20 Jahre später, vorliegen hat, ist mit der Lektüre der „Eisenkinder“ gut bedient. Das Buch ist informativ, authentisch, fragend, erschreckend, anklagend, faszinierend, aufklärend; es macht wütend, aber am Ende versöhnlich. Von Hartmut M. Griese socialnet.de 05.08.2013

„Woher kommst du?“ „Ich komme aus dem Osten.“ - Anfang der neunziger Jahre antwortet Sabine Rennefanz nicht gern auf diese Frage, denn der Nachsatz „Du siehst gar nicht so aus.“ hätte das ganze Gespräch noch negativer angehaucht. Heute sieht das ganz anders aus, heute hat Sabine Rennefanz über ihre Jungend und ihre damaligen Empfindungen und Gedanken geschrieben und ihre innere Wut besänftigt und bekämpft. Von Bianca Steinhagen literatwo.de 15.03.2013

Autoreninfos

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Journalistin u. a. für Der Spiegel und Tagesspiegel. Sie war langjährige Redakteurin der Berliner Zeitung und wurde für ihre Reportagen und Essays mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. 2013 erschien ihr Bestseller "Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration". 2015 folgte der Roman "Die Mutter meiner Mutter", 2019 "Mutter to go. Zwischen Baby und Beruf" und 2022 "Frauen und Kinder zuletzt. Wie Krisen gesellschaftliche Gerechtigkeit herausfordern". #

Wikipedia (DE): Sabine Rennefanz

14.04.2014 , Deutsch

Ein bisher ungeschriebenes Kapitel der Nachwendezeit.
Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass drei rechtsradikale Terroristen zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen ermordeten. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe kamen aus Jena, sind etwa genauso alt wie Sabine Rennefanz, die in Eisenhüttenstadt ihr Abitur machte. Sie kommen aus gleichen Milieus und aus einer Generation: Sabine Rennefanz und die Mörder der Zwickauer Zelle. Ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch stellt sich Sabine Rennefanz die Frage: Ist da nicht etwas, was sie selbst mit Menschen wie Uwe Mundlos verbindet, ob sie es will oder nicht?

ISBN 978-3-442-74800-6 14.04.2014 vergriffen

Erstellt: 22.09.2026 - 16:53  |  Geändert: 22.09.2026 - 17:12