Eisenkinder
Die stille Wut der Wendekinder
»Ein Unbehagen, eine tiefe Verunsicherung, eine stille, unterschwellige Wut«, das sei das gemeinsame Erbe der letzten Kinder der DDR, so Sabine Rennefanz. Als die Mauer fiel, war sie 15 Jahre alt und gehörte damit zur gleichen Generation wie die Mörder des NSU. 2011, unter dem Eindruck der Bekennervideos von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und angestoßen von den Vorurteilen in der Ost-West-Debatte, begibt Rennefanz sich auf eine nachdenkliche Suche nach Spuren, Mustern und Zusammenhängen, nach Heimat und nach der Identität ihrer Generation – den Eisenkindern.
Ein Buch, das die entscheidenden Fragen stellt und sich heute wieder so aktuell liest wie zum erstmaligen Erscheinen.
Rezensionen
Buchvorstellung und Rezension: (...) Wer sich über das Thema Rechtsradikalismus im geeinten Deutschland, speziell in Ostdeutschland, kritisch und fragend informieren und auseinandersetzen will, wer noch keine feste Meinung und Klischees über die Folgen der Wende, auch mehr als 20 Jahre später, vorliegen hat, ist mit der Lektüre der „Eisenkinder“ gut bedient. Das Buch ist informativ, authentisch, fragend, erschreckend, anklagend, faszinierend, aufklärend; es macht wütend, aber am Ende versöhnlich. Von Hartmut M. Griese socialnet.de 05.08.2013
„Woher kommst du?“ „Ich komme aus dem Osten.“ - Anfang der neunziger Jahre antwortet Sabine Rennefanz nicht gern auf diese Frage, denn der Nachsatz „Du siehst gar nicht so aus.“ hätte das ganze Gespräch noch negativer angehaucht. Heute sieht das ganz anders aus, heute hat Sabine Rennefanz über ihre Jungend und ihre damaligen Empfindungen und Gedanken geschrieben und ihre innere Wut besänftigt und bekämpft. Von Bianca Steinhagen literatwo.de 15.03.2013